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Thema: [AS] Bewohner einer Welt

  1. #1
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    [AS] Bewohner einer Welt

    In diesem Thread soll es darum gehen, im Licht der Öffentlichkeit stehende Weltbewohner vorzustellen. Mit jeder dieser Figuren mit Ausnahme der regeltechnisch als Spielerfigur zählenden könnt ihr versuchen, Agentenverträge einzugehen – aber natürlich könnt ihr auch Weltbewohner an euch knüpfen, die keinen Eintrag besitzen.

    Ich bitte euch darum, das Posten in diesem Thread mir zu überlassen.


    Einige wichtige Weltbewohner, alphabetisch:

    Aduza, Vorstehender des Reichsordensrats und Ordensmeister von Sternenfaust (Stadt; Lehre und Doktrin) im Orden des Ewigen Funkens.
    Alveris, Erstes Schwert und Spielerfigur der Wächter.
    Andrago von Serall, Gesandter Seralls im Hohen Rat.
    Anthros von Ardeki, ehemaliger Hauptmann der Leibgarde von Cizor.
    Aretas (Nummer Eins), letzter anerkannter Fürst von Neraza.

    Aretas (Nummer Zwei), gestürzter Fürst von Sternenfausts Gnaden im Fürstentum Neraza.
    Aretas (Nummer Drei), gestürzter Fürst und Anführer im Fürstentum Neraza.
    Ara'il, Strategin und Spielerfigur der Nhilis.
    Ariel von Taleo, Gattin des Vithros von Ardeki.
    Berlock, einstiger Kriegsheld und hochverräterisch-aufrüherischer Admiral Nerazas.
    Boendal, Ordensmeister der Zinne Nord im Orden des Ewigen Funkens.
    Coluim, Sprecher der Goldelfen von Lorran.
    Dalaras, ehemaliger Feldheer und General des Reichsheers im Ruhestand.
    Delion von Sternenfaust, der Neraz, Fürst und Spielerfigur von Sternenfaust.
    Devian von Netax, Prinz für Kaervai von Taezin.
    Dilgar von Taleo, Prinz Talesnes.
    Dunn Darash, Stratege und Spielerfigur der Ifris.
    Ebuso, Seneschall (Abteilung Kommunikation) der Sterngarde.
    Eidira, ehemalige Generälin Nerazas und deren Gesandte im Hohen Rat.
    Elarir, Seneschallin (Abteilung Turmsicherheit) der Sterngarde.
    Falwe von Taleo, Fürstin und Spielerfigur von Talesne.
    Flev von Taleo, Kanzlerin Sternenfausts, Präsidentin und Sternenfausts Gesandte im Hohen Rat.
    Gorath, Ordensmeister von Sternenfaust (Region) des Ordens des Ewigen Funkens.
    Goruth Scranar, König im Ubariu-Kult und Spielerfigur von Vyok.
    Imdra von Serall, Architektin mit zivilem Fokus.
    Iskara von Serall, Heerführerin und "Kriegerprinzessin" von Serall.
    Kahltor, König und Spielerfigur von Mares'cu.
    Kiovar, 'Goldjunge' im Fürstentum Neraza.
    Kolais, Seneschallin (Abteilung Sicherheits- und Gardeaufgaben im Altstadtbereich) der Sterngarde.
    Kraja, Sprecherin der Menschen-Söldner in Lorran.
    Lai, markenländisches Oberhaupt des Hauses Ardeki, Fürstin und Spielerfigur von Cithoria.
    Lelnorn von Serall, Fürst und Spielerfigur von Khinochal.
    Meres, ehemalige Erste Hofmagierin in Cizor und Ordensmeisterin der Zinne Ost im Orden des Ewigen Funkens.
    Miras, ehemalige Ordensmeisterin der Zinne Ost.
    Morwe von Taleo, Gesandte Talesnes im Hohen Rat.
    Niara, Enkelin des Nerthus und provisorische Vorsteherin von Goldlandordensresten im Fürstentum Neraza.
    Nimra, Teil der verschwundenen letzten Doppelspitze des Goldlandordens vom Fürstentum Neraza.
    Niota, Enkelin des Nerthus und Helferin beim Führen der Goldlandordensresten im Fürstentum Neraza.
    Nerthus, provisorischer Vorsteher von Goldlandordensresten im Fürstentum Neraza.
    Nori, abgesetzte Sprecherin der Rosna-Orks von Lorran.
    Odina, Bürgermeister Vesks im Fürstentum Neraza.
    Ophis, Seneschall (Abteilung Feldheer) der Sterngarde.
    Ordo von Serall, Fürst und Spielerfigur von Serall.
    Rhiella, Delions Adoptivtochter und Prinzessin Sternenfausts.
    Rolaton von Serall, serallischer Archivar und angehender Weltchronist.
    Takea, Elementarzauberin mit Kristallmagie-Fähigkeit.
    Talon, Ordensmeister von Sternenfaust (Stadt; Gemeinschaft) im Orden des Ewigen Funkens.
    Teverin Nakumo, Anführer und Spielerfigur von Nakumo.
    Thales, Teil der verschwundenen letzten Doppelspitze des Goldlandordens vom Fürstentum Neraza.
    Thayla, Ordensmeisterin der Zinne Ost und Spielerfigur von Kaervai.
    Tesrain Nakumo, Ehemaliges Oberhaupt der Nakumo und Statthalter von Anthoria.
    Vaik von Netax, aufständischer Prinz für Sadravis von Taezin.
    Veras von Netax, Fürst und Spielerfigur von Taezin.
    Vernal, General und Spielerfigur des Reichsheers.
    Viedra, Gesandte Tuzaras im Hohen Rat.
    Vithros der Ältere von Ardeki, Fürst von Cithoria.
    Vithros der Jüngere von Ardeki, Gatte der Ariel von Taleo, Großer aus Cithoria.
    Zeilar (Nhilis), verschwundener Stratege der Nhilis.
    Watrow von Netax, Gesandter Taezins im Hohen Rat.
    Geändert von Ghaldak (02. Mai 2020 um 12:14 Uhr)
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  2. #2
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    Die Spielerfiguren

    Wenn ihr möchtet, dann können hier Beschreibungen von Aussehen, Darstellung und Werdegang stehen, soweit diese der Allgemeinheit bekannt sein sollen.
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  3. #3
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    Der Hohe Rat

    Obgleich sich der Gesandtenkongress des Reiches der vier Ströme im Fuß des Weißen Turms mit der Aura immerwährender Tradition schmückt, besteht seine aktuelle Zusammenstellung seit gerade einmal seit fünf und der mit Flevs Rückkehr eingeleitete Geist der Versöhnung seit drei Jahren. Die Sitzordnung folgt vage der Geographie und besteht aus: Sternenfaust – Cithoria – Anthoria/Nakumo – Wächter – Tuzara – Neraza – Khinochal – Talesne – Taezin – Serall (im Uhrzeigersinn); der Platz direkt gegenüber Sternenfaust, von Neraza besetzt, wird gemeinhin als der Gegenpol angesehen.

    Name: Flev von Taleo, Präsidentin des Hohen Rats und Vertreterin Sternenfaust
    Volkszugehörigkeit: Talesische Kristallelfe
    Spezialität/Anstellung: Präsidentin des Hohen Rats und Kanzlerin des Gemeinen Rats.
    Bekannter Agentenvertrag: Im Dienste Sternenfausts stehend.
    Als Flev vor über einem halben Jahrhundert in die Hauptstadt zog, schockierte sie mit ihrer Bereitwilligkeit, zu ihren kaum vorhandenen magischen Fähigkeiten zu stehen, sich robenlos und unmaskiert in die Öffentlichkeit zu begeben, den Orden auf Abstand zu halten und trotz des geringen Namens ihrer Provinzfamilie nach der Karriere zu streben, was sie mit einer Mischung aus planvoller Selbstdarstellung, harter Arbeit und den richtigen Gelegenheiten in jenes Amt führte, dem sie über Jahrzehnte hinweg als „ewige Kanzlerin“ und faktische Herrscherin ihrem Stempel aufdrückte. Es schien, als habe sie ein Händchen dafür, die Interessen von Goldland und Ardeki im Blick zu bewahren und derweil auch Sternenfausts Interessen durchzusetzen.
    Das veränderte politische Klima der Zeit nach dem Elfischen Bürgerkrieg führte jedoch zu ihrer Entmachtung und Entlassung. Erst ein knappes Jahrzehnt später brachten sie der Druck der Fürstentümer wieder in ihr Amt, implizit mit der Aufgabe versehen, ein durch ein Jahrzehnt rücksichtslosen Imperialismus zerstörtes Vertrauen wiederherzustellen. Abseits der letztlich gescheiterten Konferenz von Neraza, die sie beiläufig absegnete, folgten jedoch noch keine Taten.
    Die einstige Rebellin und heutige Establishment-Verkörperung mit einem Haarton irgendwo zwischen blond und grau gilt in Sternenfausts politischem Spektrum als gemäßigte Konservative: Sie behandelt die Kristallelfenschaft (mit Einbeziehung Ardekis) als eine große Familie, die trotz all ihrer Unterschiede gegen die Übergriffe von außen und unten zusammenhalten sollte. Ihre einstige Machtfülle und ihr joviales Auftreten brachten es jedoch mit sich, dass gefühlt jeder eine Meinung zu ihr hat, und markant sind ihre Gegnerschaften zu ihren politischen Rivalen Talon/Dalaras, ihre gegenseitige Abneigung zum „Räuberhauptmann“ Tesrain Nakumo und lauerndes gegenseitiges Misstrauen zu der Sterngarde.


    Name: Eidira, Vertreterin Nerazas
    Volkszugehörigkeit: Kristallelfe aus dem Goldland
    Spezialität/Anstellung: Ehemalige Heerführerin und Gesandte mit anzweifelbarer Legitimität.
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Eidira, aufgrund ihres Ordensranges aus unbekanntem Haus, erlangte Berühmtheit als Kommandantin der schwächeren beiden Armeen Nerazas im ersten Jahr des Elfischen Bürgerkriegs. Während sich die Hauptmacht den Truppen des Fürstprimas direkt in den Weg stellte, schirmte sie diese durch einen Marsch durch die östliche Steppe ab, zwang Tuzara zur Loyalität, stellte sich dem herannahenden cithorischen Heer und erstritt einen Sieg, der sich als der einzige Sieg Nerazas über Cithoria erweisen sollte. Während sich daraufhin das feindliche Heer zurückziehen und sammeln musste, erlebte sie einen historischen Moment, über den später immer wieder gesprochen wurde: Der Weg nach Sternenfaust stand offen, jener nach Cizor erschien möglich, doch da erhielt sie neue Befehle aus der Heimat, wonach sie aufgrund zweifelhafter Erfolge und unerhörter Verluste von ihrem Kommando entbunden und in die Heimat zurückberufen wurde. Sie fügte sich – und erlebte die Zeit, in der sich der schnell und sicher erscheinende Sieg in eine langsame, qualvolle Niederlage wandelte, als Kommandantin einer hoffnungslos unterbesetzten Truppe, um die Heimat gegen einen möglichen Vorstoß Nakumos entlang der Küste zu verteidigen, der jedoch niemals eintrat.
    Nach dem Frieden bestimmte Fürst Aretas sie zur neuen Gesandten Nerazas in Sternenfaust und erwies sich als gute Wahl, obgleich sich dies in der feindseligen Dalaras/Talon-Zeit vorwiegend darin äußerte, dass sie auch in Angesicht von Geschrei, Drohungen und Erniedrigungen ihrer Heimat ein unberührtes und würdevolles Gesicht verlieh.
    Während die Situation im Süden immer schlimmer wurde, mutmaßten viele, dass sie in ihre Heimat zurückkehren und Dinge geraderücken würde, doch sie fügte sie erneut ihrer Aufgabe – bis es zu spät war. Heute gilt die Frau der vielsagenden Blicke, knappen Gesten und sorgsam gewählten Worten als Fossil. Spätestens seit sie das Verbot des Goldlandordens nicht verhindern konnte und dafür von der Aurora-Gruppe in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, verdrängt der Eindruck ihrer Machtlosigkeit die Erinnerung an ihre Erfolge, und ironischerweise verleiht sie auch damit ihrer Heimat ein Gesicht.


    Name: Andrago von Serall, Vertreter Seralls
    Volkszugehörigkeit: Serallischer Kristallelf
    Spezialität/Anstellung: Angehöriger des Hauses Serall und dessen Vertreter im Hohen Rat.
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Bei dem jungen Mann aus Seralls Reihen, der nach seinem Dienst im Gemeinen Rat im Jahr 1386 n. ST den Sitz im Hohen Rat übernahm, handelt es sich um einen eher unscheinbaren Vertreter seines Hauses. Er präsentierte sich als diensteifriger Aktenwälzer und Zahlenspezialist, während ihm seine Kritiker fehlende Ausstrahlungs- und Führungskraft nachsagen, und mancher munkelt, dass er den Posten im Hohen Rat nur deshalb anstrebte, weil er sich einer Verschwörung auf der Spur glaubt.



    Name: Watrow von Netax, Vertreter Taezins
    Volkszugehörigkeit: Je nach Deutung taezinischer oder sternenfauster Kristallelf
    Spezialität/Anstellung: Angehöriger des Hauses Taezin und dessen Vertreter gemäß Erbvertrag.
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Watrow erlangte seinen Posten zusammen mit einer Apanage im Rahmen einer Erbregelung und in jener unschuldigen Zeit vor dem Elfischen Bürgerkrieg trug seine häufig lautstark geäußerte Überzeugung, von seinem Bruder über den Tisch gezogen worden zu sein, seinen Teil zu dem als zerstritten geltenden Ruf des Hauses Netax bei. Dies kippte, als Taezin jegliche Sternenfauster Sympathie verlor und sich deren neuen Führung der ganzen Palette der Übergriffe bediente, um ihr Missfallen zu verdeutlichen und den Gesandten kleinzuhalten.
    Der heutige Watrow gilt als gebrochene Gestalt, der seiner Pflicht im Hohen Rat bestenfalls rudimentär nachkommt, viel Zeit in den Schenken dem Grünen Schnaps widmet, beim Anblick eines Sterngardisten zusammenzuckt und viel zuviel Leuten viel zuviel Geld schulden soll. Ob die Heimat ihn nicht abberuft, weil sie keine Besserung erhoffen kann, oder ihr dies schlicht unmöglich ist, lässt sich schwer erahnen.


    Name: Morwe von Taleo, Vertreterin Talesnes
    Volkszugehörigkeit: Talesnische Kristallelfe
    Spezialität/Anstellung: Angehörige des Hauses Taleo aus dem Naetalos-Zweig und dessen Gesandte im Hohen Rat
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Seit im Jahr 1384 n. ST ihre Vorgängerin starb und, wie sie selbst sagt, „ihre beiden Kinder aus dem Gröbsten raus waren“, vertritt Morwe das junge Fürstentum im Hohen Rat. Sie macht keinen Hehl aus ihren Träumen und Ambitionen, in ihrer Aufgabe zu einem großen taleischen Stern heranzuwachsen, und nennt die beiden großen Damen ihres Hauses, Falwe und Flev, als ihre Vorbilder, doch schienen bislang Flevs Präsenz und Morwes Übernahme deren Stils ihrer Etablierung als eigene Persönlichkeit im Weg zu stehen. So gilt sie im Kreis ihrer Kollegen als gemäßigt konservative, meist umgängliche, bisweilen aber zu ehrgeizige und damit als typische Gesandte.



    Der Platz des Gesandten Khinochals bleibt gerade unbesetzt, seit dessen Fürst im letzten Herbst den letzten Vertreter wieder einmal aufgrund als ungenügend empfundener Ergebnisse zurückrief und noch keinen neuen ernannte.


    Name: Viedra, Vertreterin Tuzaras
    Volkszugehörigkeit: Unbekannt, als tuzarische Kristallelfe angenommen
    Spezialität/Anstellung: als Gesandte im Hohen Rat eingesetzte Angehörige des Goldkinderordens.
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Sternenfausts kollektives Gedächtnis erinnert sich noch gut daran, wie die junge Frau, schüchtern und mit dem Trubel der Stadt augenscheinlich überfordert, vor vier Jahren in Alt-Sternenfaust ansässig wurde und den Sitz des neugegründeten Fürstentums im Hohen Rat übernahm. Seit jenen Tagen erfuhr man viel über sie, jedoch nichts über ihren Orden: Man weiß, dass sie zwar beiläufigen Gesprächen offen steht, aber innerhalb der Ratsversammlung noch nie eine Wortmeldung von sich gab und bestenfalls schweigend abstimmt. Dafür soll sie währenddessen stets über ihrem Block gebeugt sein, meist mitschreibend, manchmal auch zeichnend. Sie verbringt angeblich die meiste Zeit in ihrer Kammer mit viel zu vielen Topfpflanzen, pflegt Korrespondenzen und soll bei Angeboten, sich am gesellschaftlichen Leben der Hauptstadt zu beteiligen, zuerst abwägen, ob dies für „eine gemäß den Richtlinien ihrer Gemeinschaft für diesen Monat unsittliche Menge an Lasterhaftigkeit“ sorgen würde. Über die Ziele der Steppenmark und der Goldkinder schweigt sie sich hingegen aus.
    Die Angehörigen des Hohen Rates können beobachten, dass sie sich mit Eidira gut zu verstehen scheint. Ob sich dahinter eine politische Botschaft verbirgt oder die ehemalige Heerführerin bloß in eine Mentorinnenrolle schlüpft, ist ungewiss.

    (Update 25.3.2020: Morwe kanonisiert.
    Update 2.5.2020: Andrago eingefügt.)
    Geändert von Ghaldak (02. Mai 2020 um 12:13 Uhr)
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  4. #4
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    Der Orden des Ewigen Funkens (ehemals: Der Orden des Weißen Throns)

    Die Idealform des Ordens des Weißen Throns mit seinem neuen Namen sieht unter der Leitung des Neraz sechs Ordensmeister vor, die in ihren jeweiligen Spezialgebieten zum Wohle der Sternenfauster Kristallelfenschaft zusammenarbeiten. In Wahrheit beschleunigte der Elfische Bürgerkrieg jedoch bloß den Zerfall von einem in Rivalitäten, Zank und Intrigen gefesselten Haufen hin zu allein und nebeneinander stehenden Splittern, die sich der Kontrolle durch den Neraz entzogen und eher informell miteinander kooperieren. Derweil wünschen sich die meisten Angehörigen, dass dies nur ein vorübergehender Zustand sein möge.


    Name: Talon, Ordensmeister von Sternenfaust (Stadt: Gemeinschaft)
    Volkszugehörigkeit: Sternenfauster Kristallelf
    Spezialität/Anstellung: Ordensmeister und ehemaliger Präsident des Hohen Rats
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Seine Position an der Spitze des nominell höchsten Ordensteils erreichte Talon gemäß des Bilds in der Bevölkerung nach Jahrzehnten in dessen Verwaltung, während denen er durch akribischen Diensteifer und persönliche Integrität Karriere machte. In seinen öffentlichen Äußerungen inszeniert er sich als zutiefst von der Göttlichkeit des Neraz überzeugter, unerbittlicher Arbeiter für die Wiederherstellung der angenommenen natürlichen Ordnung und leitet meist die in den Bereich seines Ordensteils fallenden Schwerverbrecherprozesse mit ausführlichen moralischen Belehrungen und sicheren Verurteilungen. Sein Weg brachte ihn ein knappes Jahrzehnt lang auch in das Amt des Präsidenten des Hohen Rats, was schon bald die Gesandten darüber klagen ließ, dass er mit der Gesamtheit der Vertreter wie mit einer Gruppe Angeklagter umsprang. In dieser Zeit glichen die seltenen Sitzungen eher Verkündungen des Sternenfauster Willens, bis sich die Fürstentümer schließlich zusammentaten und ihn die Krise das Amt kostete.
    Seit diesen Tagen beschränkt sich Talon auf sein Amt – ungerührt von den Vorgängen, wie eine sagen, laut anderer mit einem Schuss Verbitterung. Seine Verehrung des Neraz scheint ungebrochen, seine Beziehung zu seinem einstigen Partner Dalaras ungewiss und abgesehen von seinen Untergebenen und Teilen der Sternenfauster Bevölkerung scheint er allgemein unbeliebt zu sein.


    Name: Aduza, Ordensmeister von Sternenfaust (Stadt: Lehre und Doktrin)
    Volkszugehörigkeit: Sternenfauster Kristallelf
    Spezialität/Anstellung: Ordensmeister mit angeblich beeindruckenden magischen Fähigkeiten.
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Die Sternenfauster Bevölkerung nimmt den selbsterklärten Eismagier Aduza, der im klandestinen Umfeld der magischen Geheimwaffenforschung seine Sporen verdiente und nach dem Ende des Elfischen Bürgerkriegs durch Thaylas Unterstützung an der Spitze jenes Ordensteils installiert wurde, dem vorwiegend die Kontrolle über die Universität und die Zeitung untersteht, als deren von persönlichen Ambitionen getrieben und privat angeblich unangenehmen Gefolgsmann wahr. Wenn er bei politischen Veranstaltungen nicht damit prahlt, durch Entfernung von Wärme Magie bis tief unter dem Gefrierpunkt wirken zu können, schmeichelt er sich durch die Reihen möglicher Verbündeter, lässt durchdringende Blicke nach Opfern schweifen und sägt an den Stühlen all jener, die er als Konkurrenz ansieht. So lassen abseits der bösen Bemerkungen, er würde das Denken seiner Gönnerin und das Arbeiten seinen Assistenten überlassen, mühsam zu Witzeleien erklärte Ansagen seine wahre Ambition vermuten: Aduza möchte zum kommenden und selbstverständlichen neuen Kanzler werden.


    Name: Gorath, Ordensmeister von Sternenfaust (Region)
    Volkszugehörigkeit: Serallischer Kristallelf
    Spezialität/Anstellung: Frisch eingesetzter Ordensmeister einer weitgehend inexistenten Zinne
    Bekannter Agentenvertrag: Keiner.
    Bei Gorath handelt es sich um ein bekanntes, wenn nicht ganz unumstrittenes Gesicht des Sternenfauster öffentlichen Lebens. Nach einer langen Karriere als serallischer Barde ließ er sich schließlich in Sternenfaust nieder und erklärte es zu seiner Aufgabe, den Theatern der Stadt und ihren Schauspielern nicht nur den didaktischen Wert der von ihnen präsentierten Stücke, sondern auch eine passende und glaubwürdige Auslegung der Helden darzubringen. In der Sternenfauster öffentlichen Meinung gilt seine Berufung zum Ordensmeister zu Beginn des Jahres 1386 n. ST als ungefährliche Kompromisslösung sowie als Versuch, den neuen Ordensbereich mit einem freundlicheren Gesicht und einer größeren Nähe zur Hauptstadt wiederaufzubauen.


    Name: Boendal, Ordensmeister der Zinne Nord
    Volkszugehörigkeit: Serallischer Kristallelf, ursprünglich aus dem Haus Serall
    Spezialität/Anstellung: Ordensmeister der Zinne Nord
    Bekannter Agentenvertrag: Keiner.
    Der steinalte Ordensmeister Boendal, der als Onkel des serallischen Fürsten Ordo gilt, wirkt wie ein Relikt aus alter Zeit. Stets sich selbst hinter Maske und Robe verbergend und den formvollendeten Magier, strahlt er die Würde und Eleganz aus, die man von seinem Amt erwartet. In den letzten Jahren warnte er davor, festgefahrenen Feindbildern wie "dem Ork" oder "dem aufmüpfigen Goldelfen" zu großes Gewicht zukommen zu lassen, betont dabei umso mehr seine einem offenen Geheimnis gleichenden Nähe zum Haus Serall, blickt auf seine Zinne und scheint die Existenz der Hauptstadt und der elfischen Restlande nur zu gerne auszublenden.

    Name: Meres, Ordensmeisterin der Zinne Ost
    Volkszugehörigkeit: Tochter der Ordensmeisterin Miras
    Spezialität/Anstellung: Frisch eingesetzte Ordensmeisterin einer weitgehend inexistenten Zinne
    Bekannter Agentenvertrag: Im Dienst Sternenfausts stehend
    Während einige Schläge zu Beginn des Elfischen Bürgerkriegs spürbar das Rückgrad jenes auf die Geheimwaffenforschung, Spionage und Umgang mit dem Anthorland zuständigen Ordensteils gebrochen haben sollten und die geheimnisumwitterte Ordensmeisterin Miras angeblich in Lajidor fiel, scheint dem Leben ihrer Tochter Meres bislang jede Dramatik zu fehlen. Sie absolvierte ein Studium im Ordensrecht (mit dem Nebenfach 'Klassische Literatur') an der "Haus Sternenfaust" und übernahm im Jahr 1364 direkt nach dem Abschluss das Amt als Erste Hofmagierin von Cizor. In dieser Position erlebte sie die gesamte Zeit der Lähmung Cithorias aufgrund der zusammenbrechenden Gesundheit von dessen Fürsten Vithros mit, verbrachte dabei eine Menge Zeit an dessen Krankenbett, bemühte sich als Ratgeberin trotz dessen Dickschädels und ertrug mit unerschöpflicher Geduld dessen Launen, während andere Hände die politische Verantwortung im Fürstentum übernahmen. Sie blieb bis zu seinem Tod 1385, ließ dann ihr Amt und ihren im Palast selbst aufgebauten Forschungstrakt hinter sich und wechselte nach Sternenfaust, um im Auftrag von Fürstprimas und Reich das Amt ihrer Mutter als Ordensmeisterin der Zinne Ost zu übernehmen und sich deren Wiederaufbau zu widmen.


    Ordensmeisterin Thayla der Zinne Süd mit Sitz in Kaervai wird als Spielerfigur geführt.

    (Update 11.3.2020: Boendal und Meres hinzugefügt.
    Update 4.4.2020: Gorath hinzugefügt.)
    Geändert von Ghaldak (04. April 2020 um 12:34 Uhr)
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  5. #5
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    Die Sterngarde

    Seit ihrer Ausgliederung aus der gemeinen Stadtgarde während des Elfischen Bürgerkriegs entwickelte sich die aus Goldelfen bestehende Sterngarde innerhalb eines Jahrzehnts zu einem Machtfaktor in der Hauptstadt. Die heutige Ausgestaltung ihrer Führung mit fünf planmäßigen, davon vier besetzten Seneschallen ergab sich vor drei Jahren und wird bisweilen aufgrund von Überschneidungen als Provisorium angesehen.

    Name: Elarir, Seneschallin der Sterngarde (Abteilung Turmsicherheit)
    Volkszugehörigkeit: Serallische Goldelfe
    Spezialität/Anstellung: Seneschallin der Sterngarde und Veteranin des Bürgerkriegs
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    Als vor drei Jahren die Verantwortung für Altstadt und Turm getrennt wurde und mit dem neuen Amt auch ein neues Gesicht auf der Bühne erschien, gab sich die Zeitung alle Mühe, die Amtsträgerin vorzustellen. Gemäß diesen Berichten stammt Elarir aus der Stadt Nothazur und trat als junge Frau in die Armee ein, nur um bald den Elfischen Bürgerkrieg in aller Intensität, von der Katastrophe von Nyrin, nach der sie sich mit anderen Versprengten nach Khinor durchschlug, bis zum Gemetzel von Chalor, in dem sie bei der Verteidigung des Feldherrenzelts ihre rechte Hand verlor, mitzuerleben. Sie beendete ihn als dekorierte Hauptfrau und schloss sich einige Jahre später der Sterngarde an, welche sie und ihr Fachwissen in jener Phase des Ausbaus zu schätzen lernten. Bis zu ihrer Berufung wirkte sie in der Kaserne des Feldheer-Bereichs.
    Ihre Vision, wonach die Leibgarde des Fürstprimas aus einer hochdisziplinierten, ansehnlichen Truppe in polierten, neuwertigen Panzern bestehen solle, die dem Volk ein Bild selbstverständlicher und vertrauenswürdiger Sicherheit zu vermitteln habe, konnte sie bereits weitgehend in einem Jahr umsetzen. Sie verbannte die geschlossenen Helme, stellte sich durch personelle Rotationen zwischen den Abteilungen eine Wunschmannschaft zusammen und engagiert sich persönlich dafür, dass die Ausrüstung von den Inseln genau den Erfordernissen entspricht. Derweil lebt auch die Invalidin mit den schwarzen Haaren nach ihren Vorsätzen, achtet auf ihre Ansehnlichkeit und tritt zuverlässig und integer auf. Derweil verspotten sie ihre Kritiker als „Fräulein von der Zinne Öffentlichkeitsarbeit“, während andere mutmaßen, dass der Verlust ihrer Rechten seit jenem Tag unbändig an ihrer Soldatenehre und ihrem Selbstwertgefühl nagt.


    Der Verantwortliche für den Stadtbezirk, Ophis, übernahm das Amt des Seneschalls für das Feldheer. Die Seneschallin für die Sicherheits- und Gardeaufgaben im Altstadtbereich übernimmt dessen beförderte Stellvertreterin Kolais. Seneschall Ebuso übernimmt den Betrieb der Zeitung und die Kommunikation mit den anderen Institutionen des Fürstentums, vornehmlich der regulären Stadtgarde, ein fünftes Seneschall-Amt bleibt unbesetzt. Aufgrund einiger Überschneidungen bei den Aufgaben gehen viele davon aus, dass es sich bei der aktuellen Form um ein Provisorium handelt.
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  6. #6
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    Name: Rhiella, Prinzessin Sternenfausts (?)
    Volkszugehörigkeit: Im Fürstentum Sternenfaust geborene halbe Nhorda, halbe Tevora.
    Spezialität/Anstellung: Verschlusssache
    Bekannter Agentenvertrag: Im Dienst Sternenfausts stehend.
    Als sich im Jahr 1374 n. ST der Skandal ereignete, erschien Sternenfaust zusammen mit dem Reich in einer Phase der Unsicherheit. Während Dalaras im Namen des Reichsheers in Serall wütete und Thayla im Namen von Reich und Orden Taezin in Schrecken versetzte, hörte man in Sternenfaust von der Unzufriedenheit über den Kriegsausgang und dem Gefühl, dass die Führung drängende Probleme vor sich hin gären ließ. Derweil steckte die angezählte „ewige“ Kanzlerin Flev im Dauerfeuer aus berechtigter und unberechtigter Kritik, in dem sich einige an ihr Nachfolger zu präsentieren suchten, während anderen ungewiss erschien, wie Sternenfaust überhaupt ohne jene Dame aussehen sollte, die für die Dauer einer menschlichen Generation dessen Politik bestimmt zu haben schien.
    Da kam ans Licht, dass aus einer Liaison zwischen einer Kristallelfe und einem Menschen des Arkalion ein Kind entstanden war und sich zusammen mit jener verbotenen Liebe im Heiligtum verbarg. Sofort setzte ein Klagesturm aus der Hauptstadt ein, wonach eine solche Weitergabe und Verwässerung der von Neraz bewusst den Kristallelfen anvertrauten Gabe der Magie an mindere Lebensformen in widernatürlicher Verbindung untragbar sei, das Kind umgehend unter die Erde gebracht und die Mutter der Verantwortung ihres Hauses oder Ordens überstellt werden müsse, was sich schnell auch mit berechtigten und unberechtigten Vorwürfen an den Bewohnern des Arkalion und den Tücken des Zusammenlebens verband. Bei diesen setzte sich derweil die „Kalijjas Wort in das Herz der Dunkelheit tragen“-Fraktion durch, weswegen sie völlig abblockten und einen Schwall der Gegenanschuldigungen zurückwarfen.
    In dieser Lage schien sich niemand aus der Führungsebene des Reiches mit Ruhm zu bekleckern, wobei sich der Umstand, dass die Ordensverbindung der Kristallelfe unklar blieb, sämtliche Sternenfauster Ordensmeister in eine unklare Lage brachte. Jeder schien viel sagen zu wollen, niemand eine Antwort länger als einige Tage durchhalten können, und letztlich hörte man immer wieder, dass nur eine Erstürmung des Arkalion und ein möglicher Krieg mit den Inseln die Lösung bringen könnte. Da trat der Neraz an die Öffentlichkeit und verkündete, dass das Mädchen zu ihm gehöre.
    Wie es Rhiella seitdem erging, zählt als Verschlusssache. Das Schicksal ihrer Eltern ist ebenso wie deren Namen der Öffentlichkeit unbekannt.


    Name: Dalaras
    Volkszugehörigkeit: Sternenfauster Kristallelf
    Spezialität/Anstellung: Ehemaliger Heerführer im Elfischen Bürgerkrieg und General des Reichsheers, seitdem Autor.
    Bekannter Agentenvertrag: keiner
    In seinen jungen Jahren, während der Dalaras beim Ordensteil Sternenfaust (Umland) Karriere machte, zog er die Augen der Hauptstadtöffentlichkeit mit der starken Meinung auf sich, dass Sternenfaust seine Kraft und seinen Geist verspiele, wenn es den Kampf gegen die wilden Völker den Frontfürstentümern überlasse und sich auf das Verwalten beschränke, und machte sich für direktere Aktionen im Geiste der Heldenzeit stark. Damals gingen viele davon aus, dass er sich nur profilieren wolle, doch schließlich verzichtete er trotz aussichtsreicher Perspektiven auf das Streben nach dem Ordensmeistertitel und ließ sich im Dunstkreis der Reichsheer-Ideen ein Kommando für die Front gegen die Ifris-Orks schaffen. Dort ereilte ihn nach einigen Jahren der Ausbruch des Elfischen Bürgerkriegs.
    In dieser kritischen Lage führte er als Oberbefehlshaber das Sternenfauster Heer selbst in die Schlacht, wodurch für ihn die Niederlage von Nyrin, der Rückzug des Heers nach Sadravis, eine halbjährige Belagerung und eine folgende Kapitulation warteten. Er verbrachte einige Zeit in Kriegsgefangenschaft, wurde im fünften Kriegsjahr gegen ein Lösegeld herausgekauft und fand sich trotz aller Pläne an der Spitze des Sternenfauster Heeres wieder, das gegen Neraza selbst marschierte und von deren letztem Aufgebot in der im Blutbad endenden Schlacht von Chalor gestellt wurde. Dieser für Sternenfaust unter enormen Verlusten errungene Sieg entpuppte sich als letzte Feldschlacht des Elfischen Bürgerkriegs.
    In den folgenden Jahren übernahm Dalaras das Kommando über das neugeschaffene Reichsheer und stieg in den nächsten Jahren zu einer der einflussreichsten Stimmen der Sternenfauster Politik, gemäß einiger Stimmen sogar zum ungekrönten Herrscher auf. Dabei schien er die Überzeugung auszuleben, dass Sternenfaust die Lehre aus dem Bürgerkrieg und die Gelegenheit aus dessen Sieg dazu nutzen müsse, die Autonomie der kristallelfischen Fürstentümer zu brechen und sie durch eine stärkere Unterwerfung unter die Hauptstadt zu Einigkeit und daraus resultierender Stärke zu führen. Diese Politik begann in Serall, erfuhr im langjährigen heimlichen Kampf um die Macht in Neraza ihren Höhepunkt, bewirkte jedoch bloß eine Destabilisierung der Goldenen Lande und führte nach einem knappen Jahrzehnt zu seiner Absetzung und Entmachtung.
    Seitdem zog sich Dalaras auf sein Landgut im Sternenfauster Umland zurück, um unter die Schriftsteller zu geben. In seinem Erstlingswerk, „Wir sind die Wächter der Welt“, beschreibt er die Gesellschaft der Menschen, deren Expeditionstruppen er im Bürgerkrieg kennen lernte, und stellt sie dem Kristallelfenvolk gegenüber, wobei er von Ersteren ein stark idealisiertes Bild zeichnet und es seinem zerstrittenen Volk als Weg zu neuer Größe nahelegt. In seinem zweiten Buch, bislang nur angekündigt, möchte er den „Mythos Nyrin“ thematisieren.


    Name: Tesrain Nakumo, Statthalter Anthorias
    Volkszugehörigkeit: Anthorischer Goldelf
    Spezialität/Anstellung: Rebellenführer, Handelshauspatriarch und Staatschef im Ruhestand.
    Bekannter Agentenvertrag: Nakumo.
    Obgleich seine Rebellion den Namen Tesrain Nakumo zu weitgehender Bekanntheit verhalf, erscheinen verlässliche Informationen über die Person hinter dem Namen schwer zu greifen, was nicht zuletzt an dessen Eigenart liegt, seine Geschichten an seinen Zuhörerkreis anzupassen, selbst über seinen Mythos zu witzeln und manchmal so offenkundig Unsinn zu erzählen, als wolle er nur schauen, was ihm der andere wohl alles abkauft. Erst ein näherer Blick offenbart, dass zwar das Individuum Tesrain für sich selbst steht, es jedoch strukturelle Gründe gab, die den Aufstieg von jemandem wie ihn beschleunigten.
    Dies war die Zeit der Ardeki, die sich auf der Land in der Mitte der Anthor und auf ihre Stadt Lajidor konzentrierten und politisch bloß an Sternenfaust, Neraza und sich selbst dachten, in der die Familie Nakumo im Niemandsland Niederanthoriens die Möglichkeit erblickte, eine Seeverbindung zu etablieren und die Inseln sowie Vesk mit begehrten Massengütern zu versorgen. Hierfür knüpfte man ein Netz aus Zulieferern, die sich damit oft fester an das Handelshaus banden als an die strafversetzten Amtsträger, schuf Kontakte und positionierte sich als lokaler Vorreiter im Gegensatz zu den fremdartigen Kristallelfenknechten der Ardeki. Eine Unterwerfung der anthorischen Ardeki unter Neraza, um die der Krieg gefochten wurde, hätte da das Werk der Nakumo bedroht, wenn nicht gar vernichtet. Tesrain brachte zu dieser Lage bloß seine militärischen Fähigkeiten mit, die er sich vermutlich früher in seinem Leben irgendwo aneignete, seine mit Risikobereitschaft verbundenen Führungsstärke und seinen Willen zu einer absoluten, den Gegner bis ins Mark dämonisierenden Propagandaschlacht mit.
    Soweit Sternenfausts Bürger ihn kennen, erinnern sie sich an eine im Nachhinein grotesk wirkende Anekdote: Kaum herrschte Frieden, da zog Tesrain selbst nach Sternenfaust, um sich der Hauptstadt vorzustellen, die Einrichtung des Sitzes seiner Familie im Hohen Rat sicherzustellen und die von ihm erhoffte Erhebung zum Fürsten Anthorias voranzutreiben. Er fand dabei eine Stadt am Rande der Hysterie vor, zutiefst verunsichert darüber, dass ein nach acht Jahren unter immensen Verlusten erfochtener Sieg, für den Nord-Serall den Orks überlassen und eine weite Spaltung der Gesellschaft in Kauf genommen wurde, bloß in einem schmucken neuen Fürstentum für die Familie der Kanzlerin münden sollte, und panisch darüber, was die versprochene Anerkennung von Goldelfen in der Gesellschaft und die zur Dauereinrichtung heranwachsende Präsenz der Sterngarde für die Hauptstadt bedeuten sollte. Nicht wenige fürchteten da, dass Tesrain bloß erschien, um nach den Ardeki von Anthorien nun die Herrschaft des Weißthronordens über Sternenfaust zu zerstören. Während er zunächst einmal gemäß von Spöttern verloren wirkte, kam der unausweichliche Kontakt mit der Kanzlerin, die zwar ihr Wort nicht brechen, aber dem „plumpen Räuberhauptmann“ auch nicht mehr als unbedingt nötig nachgeben wollte. So entzündete sich eine unter den Augen der Öffentlichkeit ausgelebte Gegnerschaft, die über ein Jahr lang währte und in die sich beide Seiten zu einer Intensität hereinsteigerten, dass Spekulationen aufkamen, ob zwischen beiden etwas gelaufen sein müsste. So erstritt er etwa gegen ihren Willen die Erlaubnis, im Hohen Rat in einer Rede für seine Erhöhung zum Fürsten zu werben, was sie zähneknirschend hinnahm, ihn betont freundlich begrüßte und dann nach zwei Sätzen aus dem Saal verweisen ließ. Dafür waren seine Versuche, den Hohen Rat seine Statthalterschaft absegnen zu lassen, von Erfolg gekrönt. Er erstritt eine Audienz beim Fürstprimas, deren Termin sie immer wieder verschieben ließ, und als die Presse ihn und sein Werk porträtieren wollte, nutzte er den ganzen Text dazu, über sie herzuziehen. Sie prägte und legitimierte den Spitznamen „Räuberhauptmann“, während er nach einer dramatischen Pause vor Ironie triefende Respektsbezeugungen vorbrachte, und nachdem sie ihn wegen „Hausiererischer Dreistigkeit“ öffentlich auspeitschen ließ, gab er den Kampf verloren. Er zog sich nach Charyin zurück und erlaubte es Sternenfaust, Nakumo bis zur erwachenden Meinung zu vergessen, dass es lauere.
    Nachdem er auch die letzte seiner drei Frauen überlebte (darüber, ob diese nacheinander oder gleichzeitig währten, kann man in Sternenfaust bloß spekulieren) und die Herrschaft seinem Sohn Teverin übertrug, verkündete er seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit, um in seinen letzten Jahren „irgendetwas mit Blumen zu tun“.


    Name: Takea
    Volkszugehörigkeit: Serallische Kristallelfe
    Spezialität/Anstellung: Protegierte Kristallmagierin frisch von der Akademie
    Bekannter Agentenvertrag: Kaervai.
    Wann immer sich Ordensmeister Aduza zuletzt im Licht der Öffentlichkeit zu suhlen versucht, geschah dies in Begleitung seiner bemerkenswertesten Absolventin und Assistentin, der ausgebildeten Kristallmagierin Takea, doch während er sie offenkundig als Blume an seinem Revers zu benutzen versucht, erweckt sie bei vielen Beobachtern den Eindruck, die größere Persönlichkeit der beiden zu sein und sich nach der nächsten Herausforderung umzusehen, die ihr den Absprung erlaubt.
    Durch Indiskretionen gelangten Einzelheiten ihrer Vergangenheit, die sie vielleicht gerne für sich behalten hätte, in das Kollektivwissen der Öffentlichkeit: Sie lebte einst als bettelndes Straßenkind in der Straßen von Traslor, nachdem ihren bruchstückhaften Erinnerungen zufolge ihre Familie zusammen mit ihrem Familiensitz von den einrückenden Orks verbrannt wurden, wurde aufgegriffen und in ein Waisenhaus gesteckt, wo ein reisender Werber sie für den Ordensdienst gewann. Durch ein Stipendienprogramm zum Ausgleich der Kriegsverluste gelangte sie an die „Haus Sternenfaust“, entschied sich in Absprache mit dem neuen Ordensmeister Aduza für den Pfad der Kristallmagie und blieb ihm nach ihrem Abschluss mit Bestnoten im Jahr 1383 n. ST als Assistentin treu.
    Diejenigen, sie sich mit der schwarzgelockten Elfe in ihren umgeschneiderten Roben und ihrer üblicherweise am Gürtel baumelnden Maske unterhalten konnten, sprechen ihr oft die Aura von todesmutiger Selbstgewissheit und unbändigem Stolz zu, die man von einer „stolzesten Blüte der edelsten Gattung von Neraz’ verfluchten Kindern“ erwarten würde. Darüber hinaus scheint sie sowohl gerne Angehörige des Ordens zu sein, sich im Sternenfauster Stadtklima wohlzufühlen und der Frage auszuweichen, inwiefern sich beides miteinander vereinen lässt.


    Name: Imdra von Serall
    Volkszugehörigkeit: Serallische Kristallelfe
    Spezialität/Anstellung: Architektin mit einer Spezialisierung auf zivile Prachtbauten
    Bekannter Agentenvertrag: Keine.
    Imdra von Serall wirkte im Gemeinen Rat und studierte Architektur in Sternenfaust, ehe sie Anfang des Jahrzehnts nach Serall zurückkehrte. Sie spezialisierte sich auf zivile Bauten, legte ganz passable Parks in Serallis an und zeichnete sich im letzten Jahr für den Entwurf und die Umsetzung des ansehnlichen "Luftkurorts" Iliath verantwortlich. Details zu ihrem Privatleben sind nicht bekannt.



    Name: Iskara von Serall, Heerführerin des Fürstentums Serall
    Volkszugehörigkeit: Serallische Kristallelfe
    Spezialität/Anstellung: Generalin und protegierte "Kriegerprinzessin" des Hauses Serall
    Bekannter Agentenvertrag: Keiner.
    Die Bestrebungen des Hauses Serall, die junge Frau Iskara in den Augen der Öffentlichkeit zu einer "serallischen Heldin der neuen Generation" und zur "Dornenranke rund um das serallblaue Blumenmeer" aufzubauen, führten zu einer Unzahl schwer validierbarer Gerüchten. Ihre Geburt, so heißt es, fiel mit dem Moment größter Erniedrigung ihres Hauses zusammen und während Stoßtrupps die Ifris durch das Schloss Seralls streiften, musste ihre Mutter angeblich in ihrem Versteck nicht nur mit den Wehen kämpfen, sondern auch mit dem Zwang, nicht zu schreien. Als Kind, sagt man ihr nach, entwickelte sie ihre Faszination für die zukünftige Nerazin Rhiella, lässt ihre Kammer angeblich seitdem stets von einem jährlich aktualisierten Bild deren Antlitzes schmücken und versprach mehrfach, für diese den Norden zurückerobern, die Mauern der Schreckensfestung brechen und dem Reich einen weiteren Strom hinzufügen zu wollen. Ihre Jugendzeit verbrachte sie am Hofe Vastors, wo sie von Fürst Lelnorn persönlich, dem gemäß serallischer Lesart einzigen kompetenten Feldherren des Bürgerkriegs auf Reichsseite, in der Kunst der Truppenführung ausgebildet wurde, und bei dem an ihrem Geburtstag zu ihrer Volljährigkeit anbehaltenen Manöver gegen die fiktiven „Sirfi-Horden“ bescheinigten ihr auch die Sternenfauster Presse ansehnliche Ergebnisse. Mit dem Rückzug vieler Serallen aus Vastor kehrte auch sie im Jahr 1386 n. ST im Alter von dreiundzwanzig Jahren in ihr Heimatfürstentum zurück, ohne aber das seit Jahren für sie vorbereitete und nun durch die Serallische Einigung bedeutungslos gewordene Oberkommando an der serallischen Nordgrenze zu übernehmen. Stattdessen sandte Fürst Ordo seine Kriegerprinzessin mit einer Unzahl an Segenswünschen und Vollmachten nach Nothazur.


    (Update 4.4.2020: Imdra von Serall hinzugefügt.
    Update 13.4.2020: Iskara von Serall hinzugefügt.)
    Geändert von Ghaldak (13. April 2020 um 11:52 Uhr)
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