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Thema: Erklärt einem Weißspieler wie ehr mit Schwarz spielt :schaem:

  1. #1
    Größter Xcom Fan 4ever Avatar von CO Bradford
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    Erklärt einem Weißspieler wie ehr mit Schwarz spielt :schaem:

    Ich habe ein Problem auch wenn es bestimmt banal klinkt, deswegen frage ich das allwissende Forum :Meister:

    Ich spiele in einem Verein schach seit ca 89 und einer unterbrechung von ca 3-5 Jahren

    Ausschließlich mit Weiß! weil es meine Stärke is mit 2-3 ausnahmen mehr oder weniger erfolgreich wobei ich mit Weiß schon wesendlich
    stärkere Gegner geschlagen habe die größte diverenz waren 600 DWZ im 4er Pokal

    Jetzt will mein 1. Vorsitzende/Mannschaftsführer das ich in der nächsten Saison auch mit Schwarz spiele
    (was für nicht nicht in frage kommt, den Verein zu wechseln :niecool: obwohl mich der Verein in meinem Wohn Ort mit Kushand nehmen
    würde kommt das auf keinen fall in frage! da bin ich Loyal )
    was für euch vielleicht normal is, is bei mir ich spiele mindesten 50% schlechter mit schwarz (ich weis is auch meine schuld )
    (auch wenn der vergleich hingt, is es als wenn ich mit schwarz in der 2. liga spielen würde ) und mit Weiß in der 1. Liga
    letzte Saison habe ich 2,5 aus 9 und diese Saison habe ich 5 aus 9 geholt :cool ich weis ich gewinne nicht jes spiel mit Weiß fühle mich da
    nur wohler aber jez habe ich angst wieder nur 2,5 zuholen

    lange rede kurzer sin

    Bei 1. e4 spiele ich Skandinavisch da ich mit Weiß auch gerne Gambits spiele obwohl ich das mit meiner DWZ 1136 nach Pokalauswertung
    (1,5 aus 2 ) komme ich auf 1175 und nach Ligaausertung auf ca 1203 (angeblich nicht sollte )

    jez fehlt gegen d4 und c4 und dem restlichem gedönze eine Eröffnung auch wenn ich die Meinung vertrette
    "man spielt immer so stark, wie es der Gegner zulässt" würde ich auch mit schwarz gerne wenn möglich offensiv spielen

    bin mal auf eure ideen gespannt


    Ps: hoffe war oky das ich einen eigenen Fred auf gemacht habe und sorry für die vielen Smilis
    Geändert von CO Bradford (26. April 2018 um 21:41 Uhr)
    "Es sprach aus dem Chaos sei froh und glücklich es könnte schlimmer kommen, ich war froh und glücklich und es kam schlimmer"
    Mal verliert man, mal gewinnen die anderen" "Man spielt nur so stark, wie es der Gegner zulässt!"
    Mfg Andy :D /geschrieben auf meiner Xbox One.

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Suite
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    Die Smileys verstehe ich, aber das Problem nicht

    Ah, ich werfe einfach mal was ein: Nimzoindisch

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Fankman
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    Auch du scheisse, das sind ja mal echte Probleme

  4. #4
    Infrarot Avatar von Der Kantelberg
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    Naja, Mit weiß spielt man halt von vorne um den Sieg. Mit schwarz von hinten ums Remis. Das ist irgendwie schon ne andere Grundhaltung.
    Die Macht des Verstandes ... sie wird auch im Fluge dich tragen - Otto Lilienthal

    Schweinepriester: Ihr habt euch alle eine Fazialpalmierung verdient.


  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Suite
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    Auf höchstem Niveau, ja. Aber selbst da geht ja jetzt 7.....Tg8!

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Strat
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    Wie kann man denn so lange Schach spielen ohne schwarz zu haben

    Ich würde aber sonst empfehlen einfach mal (vielleicht auch mal gegen einen Computer) einfach mal ein paar Eröffnungen auszutesten und zu schauen, wie wohl du dich damit fühlst. Ich habe so gegen d4 auch mal den Königsindisch/Grünfeld Zweig ausprobiert und erkannt, dass es nichts für mich ist. Ansonsten dürfte es ja reichen, wenn man gegen e4, d4, c4 und notfalls noch Nf3 etwas hat. Das andere ist ja eher selten.

    Um Beispiele zu geben: Ich spiele gegen 1.e4 entweder die Caro-Kann Verteidigung oder in die offenen Spiele in 1. .. e5 . Gegen d4 mal ein abgelehntes oder slawisches Damengambit oder halt Nimzowitsch-Indisch, bzw. wenn das verhindert wird Damenindisch. Gegen c4 die symmetrische Verteidigung oder manchmal nach Gefühl auch mal 1.. Nf6 und dann kommt vielleicht etwas indisches. Gegen Nf3 dann entweder Nf6 oder c5/d5. Ich spiele aber auch nur im Internet Rapid und Blitz.
    Zitat Zitat von Schlumpf Beitrag anzeigen
    Strat ist doch so ein verkorkster Linker
    Zitat Zitat von Isaac Newton; in einem Brief an Robert Hooke
    Wenn ich weiter geblickt habe, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stehe.
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  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von El Commandante
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    Zitat Zitat von Suite Beitrag anzeigen
    Ah, ich werfe einfach mal was ein: Nimzoindisch
    Sicher eine gute und solide Wahl. Aber so weit ich den TE einschätzen kann, spielt er gerne taktisch mit freiem Figurenspiel - auch gerne auf Kosten eines Bauerns. Und da ist ein schwerfälliges strategisches System wie Nimzoindisch denkbar ungeeignet für...

    Eher schon so etwas wie Budapester Gamit (1.d4 Sf6 2.c4 e5 3.dxe5 Sg4) oder Albins Gegengambit (1.d4 d5 2.c4 e5 3.dxe5 d4). Ich denke, die sich daraus ergebenden Stellungen würden dem TE liegen. Die Sache hat leider einen Haken: Nach 2.Sf3 - was oft gespielt wird - geht beides nicht.

    Vielleicht Tschigorin-Verteidigung (1.d4 d5 2.c4 Sc6)? Das sieht ein wenig bizarr aus, ist aber absolut spielbar (selbst auf GM-Ebene) und führt i.d.R. zu atypischen, relativ offenen Stellungen. Du musst als Schwarzer zwar fast immer das Läuferpaar aufgeben, bekommst dafür aber Entwicklungsvorsprung. Und es geht auch gegen 2.Sf3. Du musst natürlich vorab ein wenig Arbeit reinstecken und Dich mit den Ideen vertraut machen. Dann hast Du aber einen echten Vorteil, da im Bereich unter 1.500 vermutlich nur wenige Weißspieler damit etwas anfangen können.

    Was geht sonst noch? Spezialsysteme ala Botwinik-Variante im Semi-Slawen (1.d4 d5 2.c2 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.Lg5 dxc4 6.e4 b5) sind natürlich absolut genial, aber da musst Du auch erstmal hinkommen. Dein Gegner hat vorab viele Möglichkeiten abzuweichen.

    Tarrasch-Verteidigung im abgelehnten Damengambit (1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3/Sf3 c5) ist nicht verkehrt. Du nimmst eine statische Schwäche (zumeist einen isolierten Damenbauern) in Kauf und erhälst im Gegenzug freies Figurenspiel. Zudem kannst Du diese Aufstellung gegen so ziemlich jede Zugfolge des Weißen einnehmen. Selbst so eine Grüze wie Katalanisch (1.d4 d5 2.c4 e6 3.g3) deckst Du damit ab, da Weiß in den Hauptvarianten gegen Tarrasch meistens seinen Königsläufer fianchettiert. Aber auch hier musst Du natürlich erstmal einiges an Arbeit reinstecken, um Dich mit den Ideen vertraut zu machen.

    Züge wie c4, Sf3 etc. sind allerdings noch mal eine andere Geschichte. Das kann durch Zugumstellung zum Damengambit führen, muss es aber nicht. Ich selber spiele dagegen zumeist (Alt-)Holländisch, also z.B. 1.Sf3 f5 2.g3 Sf6 3.Lg2 d6 (wichtig: kein ...e6, bevor Weiß d4 gespielt hat!) 4.d4 e6 5.c4 Le7 6.0-0 0-0 7.Sc3 De8 usw. Das ist aber natürlich nicht jedermanns Sache.


    Zitat Zitat von CO Bradford Beitrag anzeigen
    was für euch bielleicht normal is, is bei mir ich spiele mindesten 50% schlechter mit schwarz
    Sorry, aber das ist m.E.n. eine reine Kopffrage. Klar, spielt es sich mit Weiß aufgrund des Mehrtempos etwas leichter. Aber mehr als 10% oder so (also 55% mit Weiß; 45 % mit Schwarz) sollte das in Deiner (und auch meiner ) Preisklasse nicht ausmachen. Wenn man natürlich schon vor der Partie denkt "Oh Gott, ich habe Schwarz. Da gibt's wieder die Hucke voll" kann das natürlich nichts geben. Ich würde an Deiner Stelle versuchen, daran zu arbeiten.

    Also z.B. am Vereinsabend oder im Internet immer wieder Schwarzpartien spielen. Und arbeite an den Eröffnungen, die Du mit Schwarz spielen willst (Meisterpartien nachspielen etc.)!

  8. #8
    Größter Xcom Fan 4ever Avatar von CO Bradford
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    [QUOTE=El Commandante;7968468]Sicher eine gute und solide Wahl. Aber so weit ich den TE einschätzen kann, spielt er gerne taktisch mit freiem Figurenspiel - auch gerne auf Kosten eines Bauerns. (< ) Und da ist ein schwerfälliges strategisches System wie Nimzoindisch denkbar ungeeignet für...

    Eher schon so etwas wie Budapester Gamit (1.d4 Sf6 2.c4 e5 3.dxe5 Sg4) oder Albins Gegengambit (1.d4 d5 2.c4 e5 3.dxe5 d4). Ich denke, die sich daraus ergebenden Stellungen würden dem TE liegen. Die Sache hat leider einen Haken: Nach 2.Sf3 - was oft gespielt wird - geht beides nicht.

    Vielleicht Tschigorin-Verteidigung (1.d4 d5 2.c4 Sc6)? Das sieht ein wenig bizarr aus, ist aber absolut spielbar (selbst auf GM-Ebene) und führt i.d.R. zu atypischen, relativ offenen Stellungen. Du musst als Schwarzer zwar fast immer das Läuferpaar (< nicht mein Läuferpaar ) aufgeben, bekommst dafür aber Entwicklungsvorsprung. Und es geht auch gegen 2.Sf3. Du musst natürlich vorab ein wenig Arbeit reinstecken und Dich mit den Ideen vertraut machen. Dann hast Du aber einen echten Vorteil, da im Bereich unter 1.500 vermutlich nur wenige Weißspieler damit etwas anfangen können.

    Was geht sonst noch? Spezialsysteme ala Botwinik-Variante im Semi-Slawen (1.d4 d5 2.c2< c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.Lg5 dxc4 6.e4 b5) sind natürlich absolut genial, aber da musst Du auch erstmal hinkommen. Dein Gegner hat vorab viele Möglichkeiten abzuweichen.

    Tarrasch-Verteidigung im abgelehnten Damengambit (1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3/Sf3 c5) ist nicht verkehrt. Du nimmst eine statische Schwäche (zumeist einen isolierten Damenbauern) in Kauf und erhälst im Gegenzug freies Figurenspiel. Zudem kannst Du diese Aufstellung gegen so ziemlich jede Zugfolge des Weißen einnehmen. Selbst so eine Grüze wie Katalanisch (1.d4 d5 2.c4 e6 3.g3) deckst Du damit ab, da Weiß in den Hauptvarianten gegen Tarrasch meistens seinen Königsläufer fianchettiert. Aber auch hier musst Du natürlich erstmal einiges an Arbeit reinstecken, um Dich mit den Ideen vertraut zu machen.

    Züge wie c4, Sf3 etc. sind allerdings noch mal eine andere Geschichte. Das kann durch Zugumstellung zum Damengambit führen, muss es aber nicht. Ich selber spiele dagegen zumeist (Alt-)Holländisch, also z.B. 1.Sf3 f5 2.g3 Sf6 3.Lg2 d6 (wichtig: kein ...e6, bevor Weiß d4 gespielt hat!) 4.d4 e6 5.c4 Le7 6.0-0 0-0 7.Sc3 De8 usw. Das ist aber natürlich nicht jedermanns Sache.




    Sorry, aber das ist m.E.n. eine reine Kopffrage. Klar, spielt es sich mit Weiß aufgrund des Mehrtempos etwas leichter. Aber mehr als 10% oder so (also 55% mit Weiß; 45 % mit Schwarz) sollte das in Deiner (und auch meiner ) Preisklasse nicht ausmachen. Wenn man natürlich schon vor der Partie denkt "Oh Gott, ich habe Schwarz. Da gibt's wieder die Hucke voll" kann das natürlich nichts geben. Ich würde an Deiner Stelle versuchen, daran zu arbeiten.

    Also z.B. am Vereinsabend oder im Internet immer wieder Schwarzpartien spielen. Und arbeite an den Eröffnungen, die Du mit Schwarz spielen willst (Meisterpartien nachspielen etc.)! habe mir generell Holländisch überlegt bin aber nicht sicher ob ich das spiellen soll

    Erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort

    Wann und wo spielst du online?
    "Es sprach aus dem Chaos sei froh und glücklich es könnte schlimmer kommen, ich war froh und glücklich und es kam schlimmer"
    Mal verliert man, mal gewinnen die anderen" "Man spielt nur so stark, wie es der Gegner zulässt!"
    Mfg Andy :D /geschrieben auf meiner Xbox One.

  9. #9
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    Mein Tipp: Spiele ab 2019 dann erst einmal 30 Jahre mit Weiß 1. a3. So kannst du mit beiden Farben an deinem Schwarz-Repertoire arbeiten und dich verbessern

  10. #10
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    Auf deinem Niveau ist die Eröffnung doch komplett irrelevant. Also wirklich so richtig irrelevant. Spiel einfach was ruhiges wie g6 gegen alles und mach dir einfach nicht so viele Gedanken um die Eröffnung.

  11. #11
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    Zitat Zitat von Cryspon Beitrag anzeigen
    Auf deinem Niveau ist die Eröffnung doch komplett irrelevant. Also wirklich so richtig irrelevant. Spiel einfach was ruhiges wie g6 gegen alles und mach dir einfach nicht so viele Gedanken um die Eröffnung.
    Sehe ich nicht ganz so.

    Du hast natürlich Recht, wenn Du darauf hinauswillst, dass es auf dem Niveau irrelevant ist, ob man mit einer etwas besseren oder schlechteren Stellung aus der Eröffnung herauskommt.

    Es ist aber nicht egal, was für eine Art Stellung aus der gewählten Eröffnung entsteht. Und wenn Du Dir ein paar vom TE eingestellte Partien anschaust, dürfte klar sein, dass 1. ...g6 eine gaaaaaanz schlechte Idee wäre.

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