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Thema: Kathys Mod: The british Empire - United Kingdom zum Dritten

  1. #46
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    511 n. Chr.
    Um ihre Beute, die Venus von Milo, nach Hause zu bringen, versuchte die Küstenwache einen Durchbruch durch die Reihen der gepidische Seeräuber. Beim zweiten Anlauf konnten sie die Schiffe direkt von Fastidas Hauptstadt Apahida in Siebenbürgen.

    Die Biremen der Küstenwache wurden dabei schwer beschädigt, doch sie konnten die Boote der Gepiden als Geleitschutz nehmen.

    515 n. Chr. baten uns Abgesandte Uathach II, bei Dublin ein Naturheiligtum zu erkunden - sie selbst konnten es wegen der nahen Räuberbanden nicht tun. "Vielleicht später, wenn wir die Räuber in unserer Nachbarschaft besiegt haben - die Gepiden, Merkiten und Thraker - und stark genug sind, es mit Euren Banditen aufzunehmen", vertröstete Æthelred der Unfertige sie.
    Dazu könnte er eigentlich noch die Delaware nennen, die inzwischen mit Biremen auftauchten und Newcastle bedrohten.

    Doch noch plante niemand, auch deren Insel zu erobern, während die Dreiruderer die Invasoren schnell abwehrten.

    Ulrike Eleonore konnte mit Zimbabwe neue Verträge abschließen und Muscheln und Edelsteine gegen 500 Dollar verkaufen.

    "Euer Vater hat meinem Vater gesagt, dass ich wiederkommen soll, wenn ich etwas neues für Euch habe", meinte Sir John Warburton Paul XV. "Könnte Euch dies hier vielleicht interessieren?" Er zeigte uns einen seiner Männer, ganz in Kupfer gekleidet, mit einem bronzenen Helm. "Was bietet Ihr mir, wenn ich Euer Land mit Rüstungen versorge?" "Medea soll ihr antikes Wissen preisgeben", meinte er. So lehrten wir die Bahamas den Monotheismus und die Tempelwirtschaft.


    Bei Oanfora kam es zu einer erneuten Seeschlacht mit Thrakern und Gepiden, was die Dringlichkeit erhöhte, dieses Problem auszuräumen. Zwar konnten unsere Biremen 10 Gepididsche Seeräuberschiffe beschlagnahmen, aber die Thraker griffen die Expeditionsflotte im Hafen an.

    Anstatt sich durch die Erkundungsboote verteidigen zu lassen und diese zu opfern stellten sich die Biremen der Küstenwache selbst zu See. So wurden unsere ältesten Schiffe vernichtet. Als Rache konnten die eroberten Erkundungsboote allerdings die thrakischen Seeräuberschiffe sicherstellen.

    520 n. Chr. wurde in einem fernen Land die Geburtskirche errichtet.
    Thomas Jefferson V. wurde von seinem Vizekönig George Clinton, einem Nachfahren Hillarys und fanatischen Mesoamerikaner, gestürzt. Die bisherige hinduistische Staatsreligion wurde abgeschafft.
    In Gibraltar begann ein goldenes Zeitalter.

    "Ihr werdet langsam zum Dauergast", grüßte Ulrike Eleonore Sir John Warburton Paul XV. "Nun, Eure Boten besuchen mich ja auch jährlich, um zu fragen, ob ich etwas Neues habe. Ja, diesmal habe ich es. Ich biete Euch Schriften über die amerikanisch Philosophie."

    Das brachte uns zunächst nur Nachteile, nämlich höhere Unzufriedenheit im Krieg, die wir aber vernachlässigen konnten, da dies nicht für Kriege gegen Barbaren galt. Wir boten ihnen dafür das Wissen über Grammatik sowie die Braukunst, damit sie selbst hochprozentigen Alkohol herstellen konnten.

    Æthelred III. der Unfertige rief alle seine Berater zusammen. "Leute", sagte er brüsk. "Es muss etwas passieren. Wir bauen langsam unsere Städte aus, und wir haben eine der größte Streitwagenarmeen unserer Zeit. Aber die Barbaren tanzen uns auf der Nase herum. Also, was gedenkt Ihr, meine Khane, dagegen zu tun?" Die Khane - und die übrigen Berater - schwiegen beschämt. Der König schüttelte den Kopf. "Man nennt mich Æthelred den Unfertigen, weil ich nicht bereit für eine Regierung sei, und alles, was meine Berater zustande bringen, ist Schweigen. Womit habe ich das verdient?" Er schlug auf den Tisch. "Wir haben drei Probleme: Thrakien, Gepidien und Merkitien. Wie lösen wir die, ehe Dänen und Delaware auch noch Probleme machen?" Wieder keine Antwort, uns fiel nur auf, dass wir keinen Militär in unseren Reihen hatten, der jetzt naturgemäß als erstes das Wort haben sollte. "Wo sollen wir angreifen? Hm? Womit sollen wir angreifen? Hm?" "Wir können die Gepiden und Thraker nicht angreifen, da wir keine genügend große Flotte haben", meinte Chancellor Kohl. "Die kann man bauen. Also, was spricht dagegen?" "Ressourcen sparen", meinte das Chancellor. "Wenn Ihr unbedingt Krieg führen wollt, greift die Merkiten an. Dafür brauchen wir nur Landstreitkräfte. Ein paar Kurzschwertkämpfer und Belagerungswaffen zu den Streitwagen, und es kann losgehen." "Die Merkiten haben uns lange nichts getan", meinte Ulrike. "Es wäre irrational, aus Mangel an Schiffe ein unschuldiges, friedliches Volk anzugreifen." "Zumal so ein Kriegszug teuer ist", wie ich einwandte. "Die Männer werden lange durch freies Land marschieren müssen, ohne Versorgung. Dazu haben wir viel freien Raum im Norden. Wenn wir den Merkiten ihre Grenzen aufzeigen wollen, dann dadurch, dass wir befestigte Vorposten errichten." Christine de Pizan hatte eine weitere Idee. "Lasst und beides machen: Wir siedeln bis an ihre Grenze, und schicken dann die Armee über diese Siedlungen zu ihnen. Ich schlage vor, diese Operation 'Axtsiedler' zu nennen, da wir die letzte Siedlung, Ulan-Ude, mit Streitäxten einnehmen. Zugleich klingt das für die Siedler harmlos, als würden sie nur im Dschungel Bäume fällen müssen." Der Plan war in der Welt.
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  2. #47
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    521 n. Chr., noch während der Vorbereitungen des Kommando 'Axtsiedler', kam Bewegung in die englische Gesellschaft.
    Charles Taze Russell gründete in London die "Wachturm-Society der Zeugen Babylons", eine strenge mesopotamische Gesellschaft, die viele wissenschaftliche Errungenschaften ebenso ablehnte wie englische bzw. tengristische und buddhistische Elemente in der mesopotamischen Kultur.

    Russel selbst bezeichnete sich nur als Schriftforscher, der die alten mesopotamischen Keilschriften erforschte. Dennoch machten ihn die Mesopotamier zu ihrem Oberhaupt, und er errichtete vier Jahre später in Nottingham den großen Wachturm, den Turm zu Babel.

    Der spülte immerhin einige Abgaben in die Staatskasse, da die Spenden an nicht-tengristische Kulte besteuert wurden.

    525 n. Chr. wurden in England fünf Millionen Einwohner gezählt, was bedeutete, dass die Khanate außer den Kanalinseln im Schnitt mehr als eine Millionen Menschen beherbergten.

    Vor Canterburys Küste fingen die Dreiruderer mal wieder einen Versuch der Dänen ab, mit 10 Biremen Truppen an Land zu bringen.


    530 n. Chr. wurde Zimbabwe einerseits von Dummheit und Ignoranz heimgesucht sowie von der Völkerwanderung entvölkert. Andererseits erklärte Changamire II., dass nun die faulen Teile der Gesellschaft weggebrochen wären und ein goldenes Zeitalter beginnen würde.

    Gibraltar wurde von Barbaren heimgesucht, während in einem fernen Land die Seidenstraße errichtet wurde.

    Und wieder konnten wir von den Bahamas lernen. "Von den Bahamas lernen heißt, siegen lernen", verkündete Sir John Warburton Paul XVI. "Und das heißt, einen Weg zu entwickeln, wie man zum Sieg kommt, Ressourcen zu requirieren und sicherzugehen, dass dieser Weg - die Strategie - auch eingehalten wird."
    Die Worte richteten sich vor allem an Æthelred IV., der kurz darauf war, seinen Vater zu beerben - dessen Strategie mangels Zielstrebigkeit nicht aufging. Æthelred IV. musste den Bahamas 200 Pflüge überlassen und Sir John in der Gesetzgebung unterrichten, während dieser ihm beibrachte, wie strategisch zu planen sein.

    Einige forderten nun, dass wir ein starkes Söldnerheer aufstellen sollten, doch der Kriegeradel erwies sich als zweckmäßiger für die Pläne und konnte sich daher durchsetzen.

    Der sterbende Æthelred versuchte, wenigstens einen Meilenstein zu setzen, und ließ viele der Siedler nach Norden ziehen. Zwischen Tyne und dem Grenzfluss zum Meriktenland, Irtysch, wurde Portus Dubris errichtet. Æthelred hatte einen romanischen Namen gewählt, um die Kritik zu ersticken, er sei ein Zerstörer der Tradition. Doch ausgerechnet hier setzte sich schnell der angelsächsische Name Dover durch.

    Da das Khanat der Pikten nun schon vier Städte umfasste, und damit mächtiger war als jedes andere Khanat, wurden Dover und Liuerpul als eigene Baronie abgetrennt. Medea, Khanin von Kent, wurde in die neue Baronie Irtysch versetzt. Sie wählte Dover statt Liuerpul als ihren Stammsitz, weil es dort zwar genauso viele Schlammlöcher gab, aber mehr Edelsteine. Ramakrishna blieb Hohepriester, erhielt aber den Rang eines Hohepriesters von Kent und war damit Baronen und Khanen gleichgestellt.
    Dover sollte eine Lücke in der Grenzverteidigung schließen und zugleich als Versorgungsposten für die Siedler und Truppen dienen, die von dort nach Osten zogen, um sich bis an die Stadtgrenzen Ulan-Udes heranzuwagen.
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  3. #48
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    535 n. Chr.
    "Es ist schon fast eine gute Tradition: Wenn England fragt, dann biete ich an", meinte Generalgouverneur Sir John Warburton Paul fröhlich, als Ulrike Eleonore ihre Möglichkeiten überprüfte. "Was habt Ihr anzubieten?" fragte Æthelred IV. "Ich kann Eure Generäle lehren, wie sie mit körperlichem Training, der Gymnastik, ihre Leute zu neuen Höchstleistungen anspornen können. Aber Ihr wisst: Alles hat seinen Preis."

    Diesmal zahlten ihn unsere Mathematiker, die Pauls Verwaltung mittels Dezimalsystem und seine Spionageabwehr mittel Kryptografie stärkten. "Ich komme wieder", meinte der Generalgouverneur grinsend.
    Allerdings wurde in dieser Zeit sein Land zu einem Symbol für Sittenlosigkeit und Dekadenz, wohingegen Hannover ein goldenes Zeitalter bevorstand.
    Auf Gibraltar wurde der Schuppenpanzer erfunden.

    540 n. Chr. brach schon wieder unser Zimbabwe-Handel zusammen.
    Während der Sport unsere Soldaten fit machte, machte der spätantike Lebensstil unsere Anführer fett. Æthelred IV. neigte zu ausschweifenden Orgien, an denen seine Khane gerne teilnahmen, und die ein schlechtes Vorbild für unsere Bevölkerung abgaben. Dass unser Handel mit Zimbabwe zusammenbrach interessierte ihn nicht mal. Æthelred, der dekadente, wurde er bald genannt, und den Plan der Axtsiedler schien er auch zu vergessen. Statt dessen nahm die Krankheit unter unseren Reichen zu, und die Orgien kosteten 500 Pfund zusätzlich je 5 Jahre - für einen sehr kleinen Kreis der Herrscher.

    Bei seinem nächsten Besuch bat Sir John Warburton Paul um eine Versorgungslieferung, da in seinem Land ein Notstand herrschte.
    Unabhängig von dieser Handelsmission, die wir nicht entsenden konnten - wir wussten nicht einmal, wo Nassau lag - kamen wir wieder zu einem Wissenshandel. Diesmal bot er Woodrow Wilson und Helmut Kohl 'exklusiv' das Wissen über die Politik an. Er legte sogar noch 1000 Dollar drauf, aber auch seine Forderungen waren nicht wenig: Wir mussten ihn in die Kunst der Mechanik ebenso einweisen wie in den Bau befestigter Straßen.

    Es kamen Forderungen auf, die dekadenten Herrscher sollten etwas von ihrem Reichtum abgeben und Brot und Spiele für alle bereitstellen. Doch das wurde abgelehnt.

    545 n. Chr. wurde dann unser letztes bisschen Wissensvorsprung an die Bahamas verkauft: Wir lehrten sie die Bedeutung einer Buchreligion, die englische Ethik und die Heiratspolitik, dafür lernte Wilson überaus interessiert das Wesen der Republik kennen.


    Es war eine finstere uns stürmische Macht, als wir uns in Nottingham trafen. Wir, das waren Naeira und Medea - die wegen ihrer griechischen Herkunft gewisse demokratische Tendenzen hatten - sowie Chancellor Kohl, Woodrow Wilson und ich.
    "Es ist an der Zeit", sagte Wilson. "Wir müssen etwas unternehmen. Die Monarchie ist dekadent, das Haus Wessex hat ausgedient. Æthelred muss weg." "Und wer kommt dann?" fragte Medea. Wilson grinste. "Das wird das Volk entscheiden, und niemand als das Volk. Wir führen eine Republik ein, die von einen guten Senat geleitet wird." "Es lohnt sich", betonte Kohl. "Die Zufriedenheit, die derzeit das Militär herstellt, wird von den Gerichten genauso herbeigeführt. Die Mehrkosten werden durch die Mehreinnahmen in der Hauptstadt deutlich übertroffen." Er verschwieg, dass wir dadurch 1/21 unserer Nahrungsproduktion verloren - doch das war ohnehin nur in großen Städten von Belang. "Gut", sagte Naeira. "Ich erledige Æthelred. Er hat übermorgen eine Orgie, und ich werde da sein. Er wird sich wieder an mir vergreifen, aber diesmal werde ich ihn in seinem Schlafgemach ermorden." "Then we are decided?" "Then we are decided."

    Es war kein schöner Anblick. Æthelred war von 28 Stichen eines Bratspieß in seinen fetten, dekadenten Wanst getötet worden. Natürlich wurde Naeira dafür hingerichtet, aber als man sie ans Kreuz schlug, sagte sie: "Ich sterbe hier für England - nicht als Feindin Englands!"
    Die republikanischen Truppen besetzten bald alle wichtigen Positionen, doch das Haus Wessex wollte sich nicht damit abfinden. Mit 2000 Mann besetzte ein Spross der Wessex die Minen von London, die er zerstörte.

    Ein Versuch, den Aufstand niederzuschlagen, scheiterte: Die Republikanischen berittenen Kompositbogenschützen scheiterten überraschend - und noch viel überraschender war, dass sie nicht einen Monarchisten töteten. So musste die Existenz des Hauses Wessex weiter anerkannt bleiben.

    550 n. Chr.
    Erst nach fünf Jahren Aufruhr konnte sich die Republik durchsetzen, und Woodrow Wilson wurde - wenig überraschend - zum Konsul gewählt.

    Auch in Munhumutapa gab es eine große Revolution. Changamire II. wurde gestürzt, und mit ihm das gesamte System. Kakuyo Komunyaka wurde Konsul der Zimbabwischen Republik, die stark theokratische Züge hatte und den Fleiß ihrer Bürger herausforderte.
    In Amerika wurde König George Clinton und mit ihm die Clinton-Dynastie wieder gestürzt. James Madison wurde neuer Herrscher. Er legte viel Wert auf einen Pazifismus, und ebenfalls auf fleißige Bürger.
    Die Bahamas wurden nun auch noch von Dummheit und Ignoranz in ein dunkles Zeitalter gestürzt.

    555 n. Chr. profitierten zimbabwische Kaufleute von ihrer neuen Regierung. Der Handel und die Händlerfamilien blühten auf, und konnten so Handelsfahrten in benachbarte Länder unternehmen.
    Nach nur 5 Jahren wurde aus dem dunklen Zeitalter der Bahamas ein Goldenes.

    560 n. Chr. bat Gibraltar um Unterstützung gegen ein Barbarenheer, während Newcastle von Illyrischen Seeräubern bedroht wurde.

    565 n. Chr. entwickelten die englischen Konsuln - unter denen sich auch viele Kaufleute befanden - den Handel. Vor allem Plantagenbesitzer, Winzer und ähnliche Erzeuger von Luxuswaren profitierten von besseren Absatzmärkten. Dazu kam die Möglichkeit, in bestimmten Küstenabschnitten Salz zu gewinnen.


    Mit dem Tod Heerführer Musa ibn Nusayr VI. endete nicht nur der goldene Zeitalter Gibraltars, sondern auch seine Dynastie. Tariqs Söhne wurden von Ouziad verbannt, der eine Ratsherrschaft einführte und ebenfalls Fleiß und Pazifismus förderte.

    Zur Förderung der Republiken nahm Ulrike Eleonore - auch wenn sie keine Republikanerin war - den Handel mit Zimbabwe wieder auf uns lieferte Muscheln und Edelsteine für 500 Dollar. Der Grund war vor allem die wegfallende Blockade durch Piraten.
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  4. #49
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    566 n. Chr. besiegten die englischen Dreiruderer wieder eine Flotte Seeräuber der Illyrier.

    Allmählich sammelten sich in unseren Häfen große Mengen sichergestellter Piratenboote, für die wir keine Verwendung hatten, da sie als Abwehrschiffe erst eine teure Reparatur brauchten.

    Im Süden hatten wir daher einige Boote gepidischer Bauart schon auf eine Expedition geschickt, um die Inseln südlich der Kimbern und Uiguren zu untersuchen. Sie fanden auf bewohnten Inseln einige Einheimische, die und 42 Goldstücke schenkten.

    Die Boote der Expedition gingen allerdings bald danach im Kampf gegen barbarische Seeräuber verloren. Aus den eroberten Piratenbooten sollte eine neue Expedition gebildet werden.
    "Wir brauchen einen guten Anführer für unsere Armee und unsere Flotte", meinte Woodrow Wilson. "Es ist eine der größten Schwächen unseres Landes." "Ich könnte Euch jemanden besorgen", meinte Ulrike Eleonore. "Ein Entdecker, dessen Leistungen allerdings eher an Land liegen. Sein Name ist Hermann Buhl, er ist Bergsteiger und hat den Nanga Parbat als erster bestiegen. Allerdings ist er kein Angelsachse, sondern stammt aus dem südlichen Teil Germaniens, den wir Austria nennen."

    Mangels besseren Kandidaten ließ Wilson den Mann dennoch in seinen Rat holen und in den Kriegeradel aufnehmen. Er wurde vorläufig zum Oberkommandierenden aller Streitkräfte, allerdings gab es ein Problem: Er wurde dazu verdonnert, Coventrys Marineakademie zu leiten und Seefahrer auszubilden, dabei war er eher Kundschafter und fühlte sich an Land wohler. So betrat Englands erster Admiral nie ein Schiff.
    Um ihn bei Laune zu halten wurde er als Statthalter von Coventry eingesetzt, mit der Aussicht, nach erfolgreicher Eroberung eine eigene Baronie zu bekommen.

    575 n. Chr. meldete Irland wieder einen Versorgungsengpass. Für Zimbabwe endete ein goldenes Zeitalter.

    580 n. Chr. hatte Toynbee, der die mächtigsten Zivilisationen beschrieb, eine gute Nachricht für und: Wir wurden genannt und waren nicht mehr schwächer als alle Stadtstaaten. Amerika lag zwar auf Rang zwei nach einer unbekannten Ziviliation, und auch Hannover was als sechstmächtigste Zivilisation noch vor uns, aber wir waren auf Rang sieben - und vor Zimbabwe.
    Außerdem endeten in Hannover und den Vereinigten Staaten die goldenen Zeitalter.
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  5. #50
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    581 n. Chr. setzte James II. Madison seinen Generalgouverneur Sir John Warburton Paul XVIII. wegen Geheimnisverrat - seine Familie hatte jahrelang Staatsgeheimnisse ins Ausland verkauft - ab. Sein Nachfolger wurde Sir Milo B. Butler. Der führte das Wanderpriestertum, ein Kastensystem und zur Belustigung eine Politik von Brot und Spielen ein. Außerdem bat er um Unterstützung gegen ein Barbarenheer.

    Zimbabwe konnte wieder den Handel mit uns aufnehmen, diesmal bekamen sie nur Muscheln für 500 Dollar.

    Hermann Buhl kam von seiner ersten großen Expedition zurück. "Wie war die Wanderung? Viele Berge gesehen?" grüßte Ulrike ihn. "Ich bin zum Khan Tengri gepilgert, um mir den Segen zu holen, danach bin ich über das Grenzegebirge gestiegen, das Liuerpul schützt. Und von dort habe ich Gegenden bereits, die seit den alten Keulenträgern kein Brite mehr bereist hat."
    Vor dem gesamten Senat stellte er bei einer Kanne Tee seine Erkundungen vor - und seine Pläne. "Wir können mit drei Städten die Grenze zu den Merkiten verschieben. Diese nutzen die freie Steppe nur sehr extensiv. Ich schlage grob einen Standort am Irtysch vor- die uns auch ein Goldvorkommen einbringt -, einen jenseits des Gebirges von Newcastle, um dort das Kupfer abzubauen, sowie einen Hafen nördlich des Golf von Liuerpul. Dieser hat sowohl wirtschaftliche Bedeutung - wir bekommen dort Zugriff auf Bisonleder und Kaffee - wie auch strategische für den Marsch auf Ulan-Ude. Daher sollte er höchste Priorität für die Operation 'Axtsiedler' haben - und am Besten schon eine kleine Armee mitbringen.

    Wenn wir genug Belagerungswaffen haben können wir von diesem Hafen aus Ulan-Ude angreifen. Wenn wir Glück haben - was bei den wenigen Siegen gegen uns unwahrscheinlich ist - haben sie dort auch einige reiche Häuptlinge. Ansonsten gibt es zumindest Pferde, falls Shettland wieder geplündert wird." Er räusperte sich und meinte: "Ich bin gerne bereit, jedes Risiko auf mich zu nehmen, aber natürlich erwarte ich, dass ich, wenn ich siege, die Steppen beherrschen werde."

    585 n. Chr. wurde Hannover von Wirbelstürmen getroffen.

    590 n. Chr.
    Wir hatten weder genügend Siedler gefunden, die sich an der Grenze zu den Merkiten ansiedeln wollten, noch genug Soldaten aufgestellt, noch war die Straße nach Osten - die den Hafen anschließen sollte - gebaut, da läuteten alle Stadtglocken von Dover bis London. Die Signalfeuer brannten, und eine Nachricht verbreitete sich: "Die Merkiten kommen!" Nun flohen auch die letzten freiwilligen Siedler.
    Konsul Wilson, bisher meistens - und nun schon in zweiter Generation - am Ende seiner fünfjährigen Legislaturperioden wiedergewählt, sah seine Wiederwahl und die ganze Republik in Gefahr. Bei einer Bedrohung rief das Volk schnell nach einem starken König. So reiste er mit Buhl, seiner Außenministerin Ulrike Eleonore, der Spionin Naeira und mir als Schreiberin nach Norden. "Es scheint, als hätte John Marshall V. Wind von Euren Plänen bekommen", meinte Ulrike. "Wir sollten sie besser geheimhalten." "Wir haben nur verlautbaren lassen, dass wir weitere Gebiete im Norden besiedeln wollen. Vielleicht reichte ihm das schon als Provokation. Wie dem auch sei, Khanin Ulrike: Ihr werdet mit ihm sprechen. Vielleicht lässt er sich täuschen."
    Das war eine falsche Hoffnung, wie wir sahen, als wir in Dover ankamen. Von den Hügeln aus konnten wir es sehen: 13000 Barbaren. Ihre Prodromoi waren unseren Einheiten deutlich überlegen. Erstaunlich war dagegen, dass 8000 Mann damit beschäftigt waren, 400 Rammen durch den Dschungel zu schieben. "Sind die besoffen? So viele Rammböcke - gegen eine Siedlung, die nicht mal eine Palisade hat", fragte Wilson. "Nun, damit können sie alle Bogenschützen sturmreif rammen", meinte Buhl. "Ich nehme an... das ist nicht der richtige Zeitpunkt für Verhandlungen?" meinte ich. "Ulrike wird dennoch gehen", ordnete Wilson an. "Fragt ihn, was er will. Und keine Sorge: Wir sorgen für Eure Tochter, bis sie alt genug ist, Euch zu beerben." Die Schwedin wurde blass. "Nun geht schon. Einer Frau werden sie nichts tun." "Außer, dass sie sie als Geisel behalten", meinte ich. Das motivierte Ulrike auch nicht.
    Sie blieb nicht lang. Als sie zurückkam, sah man deutlich, dass sie misshandelt worden war. "John Marschall sagt, dass die Engländer seinem Volk schon zu viel Land abgenommen hätten. Er fordert 22800 Pfund Tribut, eine Zahlung unseres jährlichen Haushaltsüberschuss einschließlich der derzeitigen Forschungsmittel, 2000 Sklaven, 5000 Sklavinnen, die Aufgabe der Siedlungen Newcastle, Dover und Liuerpul, den Titel als König von England und das Recht für seine Leute, Hastings, Warwick und Cantwarabyrig plündern zu dürfen, und zwar jährlich." "Dem geht es wohl zu gut. Dover werden wir wohl nicht retten können, aber die anderen Städte sehr wohl. Buhl, Sie übernehmen hier da Kommando - mit dem dazugehörigen Risiko. Kampflos geben wir nichts." "Soll ich ihm das sagen?" fragte Ulrike Eleonore bleich. "Angesichts seiner Forderungen erübrigt sich eine Antwort, auch wenn es unhöflich ist."

    Buhls Flotte besiegte inzwischen bei Oxandorda 10 gepidische Seeräuber mit ihren neuen Triremen.

    Doch die Expedition aus 3 gekaperten gepidischen Triremen und 10 Seeräuberbooten, die er nach Süden schicken wollte, scheiterte vor Apahida, wo gepidische Seeräuber die heruntergekommenen Triremen versenkten. Die übrigen Erkundungsboote konnten allerdings die angeschlagenen Seeräuberschiffe erobern, so dass sich unsere Verluste ausglichen.

    Uathach V. führte in diesem Jahr die Sklaverei ein.

    595 n. Chr.
    Fünf Jahre warteten die Merikten auf ihren Tribut. Dann rückten sie ein, schlugen drohend ein Lager im Dschungel von Dover auf und brachten eine neue Nachricht: Sie forderten 45600 Pfund, Jährlich 23600 Pfund, 20000 Sklaven, und Plünderung der Siedlungen. Wilson antwortete, indem er 5600 Pfund schickte - an die jütischen Bogenschützen, die ihre steinzeitlichen Bögen durch Kurzbögen ersetzen sollten, um wenigstens etwas Widerstand leisten zu können.

    Christine de Pizan wurde nach Cantwarabyrig geschickt, um sich dort anzusiedeln. So sollte die kulturelle Leistung und der Fleiß der Leute dort angetrieben werden, um die Stadt verteidigungsbereit zu machen.

    596 n. Chr. kamen bei Nassau tausende Bergarbeiter bei einem Minenunglück ums Leben. Damit endete das goldene Zeitalter der Bahamas.

    Die Merkiten griffen an - aber nur sporadisch. Ihre Rammen brachen durch die Verteidigungsanlagen und einige Rückwände von Häusern, wo sie Gold und andere Gegenstände stahlen, aber sie griffen trotz ihrer Übermacht nicht an. Statt dessen zogen sie sich zurück, sandten jedes Jahr weitere Forderungen, die immer unbezahlbarer wurden, plünderten aber nicht.

    597 n. Chr. entwickelten englische Ledermacher das Schusterhandwerk. Zwar wurden schon ewig Fußbekleidungen genutzt, aber für die langen Marschrouten wurden mehr Schuhe gebraucht, weshalb sich der Beruf des Schuhmachers von dem des Gerbers trennte und mehr und mehr spezialisierte.


    Im selben Jahr stellte Naeira mir in Warwick jemanden vor. Es war ein Mann, dessen Name ich vergessen sollte. "Und warum sollte ich mich dann für ihn interessieren?" "Die Amerikaner und ihre Bundesstaaten verweigern uns den Technologiehandel. Also wird dieser Herr, nennen wir ihn Mr. X, ihre Städte besuchen und das Wissen dort beschaffen, das sie uns verweigern. Es ist unser erster Spion." "Das ist nicht redlich", meinte uns. "Es ist auch nicht redlich, einen Handel auszuschlagen, mit der Begründung, wir, das rückschrittlichste aller zivilisierten Völker würden zu fortschrittlich werden."

    In Irland wurde die hässliche Uathach gestürzt. Statt dessen ergriff Áed Findliath - Áed der gute Krieger - die Macht, ein Mesoamerikaner, der die Religion des Bundesstaates auch hier durchsetzt.

    In Hannover beerbte Wilhelm I. seinen Bruder Georg V., der kinderlos starb. Er führte den Pazifismus ein und warb für mehr Fleiß seiner Untertanen.

    Neshangwe Munembire stürzte Kakuyo Komunyaka und beendete die kurze Phase der Republik in Zimbabwe. Er führte eine pazifistische Monarchie ein und erwarb die Gunst des Volkes mit Brot und Spielen.

    Auf den Bahamas wurden erstmals Brieftauben für die Postbeförderung eingesetzt.

    598 n. Chr. bedrohten wieder Piraten die Kanalinseln. Die Triremen schlugen sie jedoch routiniert zurück.
    Gibraltar bat um Unterstützung gegen seine Hungersnot in Form einer Karawane.
    Generalgouverneur Sir Milo B. Butler konvertierte, um nicht abgesetzt zu werden, ebenfalls zur mesoamerikanischen Religion.

    Dafür scheiterte nun die südliche Expedition endgültig. Nachdem sie eine Schatzinsel mit 2600 Pfund geplündert hatten - und bevor sie die zweite plündern konnten - wurden beide Erkundungsflotillen von 20 Seeräubern versenkt und die Männer über die Planke geschickt.


    599 n. Chr. führten die Zimbabwer Brandpfeile für ihre Bogenschützen ein - so besonders pazifistisch waren sie nicht.

    In einem fernen Land wurde das orthodoxe Christentum gegründet, das den indianischen Schamanismus massiv als heidnischen Unfug verfolgte und dann ausrottete.

    Die englische Republik bekam mehr und mehr aristokratische Züge. Die Barone und Khane bildeten mit ihren Familien ein weites Geflecht, das untereinander verbandelt war und anderen kaum die Möglichkeit gab, in den Senat zu kommen.


    Irland wurde schon wieder von Barbaren bedroht, während in einem fernen Land eine erste Glashütte errichtet worden war.

    Wir schickten Irland keine Hilfe. Es gab auch wenig Anlass zur Sorge: Die Barbaren von Irland bedrohten das Land schon lange, wurden immer mehr, aber sie schafften es nicht, Dublin einzunehmen.
    Ähnlich verhielt es sich mit den Barbaren bei Dover, die zwar immer wieder ihre Stellung im Wald wechselten, mal in Richtung Liuerpul, mal in die andere, aber nie angriffen. Zwar machten sie auch nie den Fehler, aufs freie Feld zu wandern, aber sie gaben Buhl die Gelegenheit, mehrere Tausend moderner ausgestattete Soldaten zu versammeln, so dass ein schneller Angriff und eine einfache Plünderung Dovers nicht mehr möglich war.
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    599 n. Chr.
    Hermann Buhl trat vor seine Prodromoi. "Ihr wisst, dass Ihr als Vorhut meine liebste Einheit seit. Und doch seid ihr es, Kampfgefährten, die das größte Risiko tragen. John Marshalls Prodromoi sind euch ebenbürtig, aber ihr habt einen kleinen Vorteil: Ihr greift an und könnt euch daher zurückziehen. Wagt es nicht, zu fliehen, solange ihr zahlreich seid, aber bleibt nicht im Dschungel, wenn es aussichtslos ist. Und denkt immer daran: Ihr seid nicht allein, auch wenn wir übrigen etwas später auf dem Schlachtfeld erscheinen." Die Prodromoi galoppierten los, und Buhl folgte mit seinen restlichen Truppen.

    Mit Wucht prallten die beiden leicht gerüsteten Reitertruppen aufeinender: Die Merkiten, die ihre Kindheit im Sattel verbrachten, und die Engländer, die kein Reitervolk waren und eigentlich auch keine besondere militärische Tradition hatten, außer ihren Streitwagen. Doch die Überraschung war perfekt, und sie konnten nicht nur die gegnerischen Prodromoi schlagen, sondern auch ihre Kurzbogenschützen, die als einzige das Terrain gut ausnutzen konnten. 800 Verwundete waren ein Preis, den sie für diesen Sieg gerne zahlten.
    Um die verbleibenden Reiter zu besiegen, stürmten schwere Speerträger die Hügel hinab. Sie waren nur teilweise erfolgreich, erwischten immerhin 1000 Reiterschützen, aber statt auf die Streitwagen zu treffen mussten sie sich gegen zurückgelassene Rammen durchschlagen. Die ersten Streitwagen wurden von weiteren Prodromoi besiegt, die weiteren von Pilumschleuderern. Danach überfielen unsere Elitestreitwagen mit 5000 Mann und 2500 Wagen das Lager. Sie steckten 250 Sturmrammen in Brand und wüteten unter den Bedienmannschaften. Die letzten Rammen wurden von den jütischen Kurzbogenschützen und einigen Steinbeilkämpfern zerstört.
    Buhl war stolz, als er die erbeuteten Waffen vor dem Senat und dem Volk von England niederlegte. Nur dass John Marshall nicht bei seinen Leuten gewesen und mit ihnen gefallen oder in Gefangenschaft geraten war betrübte sie.

    "Dann ist nun Zeit, mit einem anderen Übel aufzuräumen", meinte Woodrow Wilson. "Reiterkrieger! Das Haus Essex tanzt uns zu lange auf der Nase herum! Zeigt diesen Rebellen, die wie Höhlenmenschen in geplünderten Minen leben, was wir von ihnen halten!"

    Bei dem Ausfall wurden tatsächlich 1000 der Kurzschwertkämpfer erschlagen. Das Haus Essex protestierte zwar gegen den Angriff, aber es bewirkte nur, dass sein in der Stadt lebender Teil von den nächsten Wahlen ausgeschlossen wurde und die in den Höhlen lebenden noch stärker geächtet wurden.

    Danach herrscht über 40 Jahre Friede in England. Die Merkiten wagten es nicht, aus ihren Yurten zu kriechen, und das Haus Wessex war zurechtgestutzt. Nur die Siedler fehlten noch, damit Hermann Buhl seine Baronie besiedeln konnte - und die Belagerungsgeräte, um Ulan Ude einzunehmen.

    640 n. Chr. bat Zimbabwe um eine Versorgungskarawane. Zugleich tauchten wieder gepidische Seeräuber auf.

    Die Seeschlacht gegen die Gepiden verlor Buhl, dessen Ruf als größter Sieger darunter litt. 3 Triremen wurden trotz ihrer Überlegenheit von den 10 Seeräuberbooten geschlagen.

    Buhl schickte 20 erbeutete Seeräuberboote in schlechtem Zustand hinterher, um sie angeschlagenen Piraten daran zu hindern, sich zu erholen. Auch das war ein blutiger Sieg, England verlor 10 Schiffe und 1000 Mann, ehe sie die Piratenschiffe enterten.
    Und zugleich kamen von Osten wieder thrakische Schiffe. Es war an der Zeit, auch dort einen Gegenangriff zu unternehmen - sobald der Merkitenkrieg gewonnen war.
    Als diese 20 Schiffe nach Süden aufbrechen wollten, um dort Schatzinseln zu plündern und fremde Zivilisationen zu entdecken wurden auch sie vollkommen versenkt. Damit war die Seeverteidigung auf den Kanalinseln äußerst gefährdet. Die neuen Dreiruderer, die für die Stadt beschafft wurden, sanken schon 655 n. Chr. bei einem Angriff von 10 gepidischen Triremen. Fastida XVI. triumphierte und erklärte England für "besiegt".

    645 n. Chr. erschlossen Gärtner in Gibraltar wertvolle Vorkommen von Heilkräutern.

    Zwischen Warwick und Newcastle eroberten unsere Dreiruderer 10 illyrische Seeräuberschiffe. Doch die Gefahr, ebenso die Delaware, wurden als gering eingeschätzt, so dass es dort keine konkreten Eroberungspläne gab.


    650 n. Chr. führte die Republik noch einmal einen Schlag gegen die Monarchisten unter dem Haus Wessex durch. Ihre Kurzschwertkämpfer wurden von den Reiterkriegern komplett vernichtet. Im Anschluss stürmten 1000 Hypaspisten und 1000 romanische Axtkämpfer unter dem Schutz von 50 Sturmrammen die Minen. Sie töteten 200 Leibwächter und nahmen 2 Sprosse des Hauses Wessex gefangen, die gegen eine Zahlung von 10000 Pfund vom Galgen losgekauft wurden.

    660 n. Chr.
    Die englische Republik wandelte sich mehr und mehr zu einer aristokratischen Republik und dann zu einer Oligarchie, in der zwar alle Wählen durften, der Senat aber wenig Macht hatte und nur einige wenige Familien reale Chancen hatten, den Konsul zu stellen. Da waren zum einen das Haus Wessex, das zwar nicht gewählt werden durfte, aber sich dennoch immer wieder erfolgreich ins Gespräch brachte. Dann gab es die Republikaner, die sich aufteilten in die wirklichen Republikaner unter Wilson und Kohl und die 'griechische' Partei, die vor allem auf Kultur und Bildung wert legte und dabei auch gut mit einer Monarchie leben konnte. Während der ganzen Zeit der englischen Republik waren fast ausschließlich Wilsons Republikaner an der Macht, und der Konsul hieß auch meistens Wilson - außer nach dem Tod Wilsons III. für eine Legislaturperiode, als ein Kohl herrschte, und für kurze Zeit, als einmal die Griechen für eine halbe Legislaturperiode herrschten.

    Die Oligarchie verfestigte sich bald als eine eigene Staatsform, die nur noch formal eine Republik war, faktisch aber eher den Reichen diente.
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  7. #52
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    661 n. Chr. starb Woodrow Wilson V. nur ein Jahr nach seiner Wiederwahl. Der Senat trat zusammen, um zu wählen, und Woodrow VI. glaubte, den Sieg sicher zu haben - dabei war er wegen seiner Jugend eher nicht der Spitzenkandidat. Im Land herrschte kräftiger Wahlkampf, um die Stimmen der verschiedenen Volksgruppen zu versammeln. Da erklangen Geräusche im Hafen.
    Seit Jahren war es nicht gelungen, den Kanal zu sichern, und das rächte sich jetzt. Langboote liefen auf den Kiesstrand, und dänische Jüten - die mit den angelsächsischen Jüten nur gemein hatten, dass sie von der selben Insel stammten - sowie skandinavische Dänen stürmten in die Stadt. Einige der Räuber stürmten die Minen und besetzten sie, die tapfersten setzten die eigenen Boote in Brand, um ihren Leuten klarzumachen: Wir haben keinen Rückweg, wir sind hier, um zu siegen. Und um zu bleiben.
    "Bemannt die Mauern", befahl Woodrow, doch Buhl führte den Befehl nicht aus. Statt dessen öffneten einige Soldaten ein Tor für die Dänen, die in die Stadt strömten. Ich sah, dass Ulrike Eleonore, die nicht zur Wahl gegangen war, ihnen entgegeneilte, sich verneigte und eine einladende Geste zu ihrem Anführer machte, der nun in den Senat kam. Dort trat er die Tür ein - dabei war sie nicht einmal verriegelt gewesen - und streckte mit seiner Axt die beiden Wächter eigenhändig nieder. Er nahm eine Fackel, betrat würdevoll und bedrohlich den Ratssaal - und hielt die Fackel in die Wahlurne, um die Stimmzettel in Brand zu setzen. Dann verkündete er: "Die Würfel sind geworfen! Ich, Knut der große von Dänemark, werde neuer König... Konsul von England! Auf die Knie!" "Das ist nicht zulässig", beschwerte sich Woodrow VI. "Ihr seid nicht wahlberechtigt und nicht wählbar." "Wer ist dieser Knilch?" "Das ist Woodrow Wilson, Sohn des Konsul Woodrow V. Er glaubt, ein Geburtsrecht auf den Konsulposten zu haben", erklärte Ulrike Eleonore. "Pah. Ich dachte schon, ich hätte eine seltsame Einstellung zur Republik", sagte Knut - und schlug Woodrow mit einem Schlag von oben bis unten mittendurch. "Sonst noch einer, der meine Wahl anzweifelt?" fragte er drohend. "Ich", sagte Medea. Ihr Rumpf wurde auf Hüfthöhe vom Unterleib getrennt. Damit war klar, dass Knut auch vor Gewalt gegen Frauen nicht zurückschreckte. "Meine Frau sagt, ich wurde gewählt", sagte er und legte einen Arm um Ulrike. "Die Skandinavische Partei wird von nun an die Geschicke des Landes lenken."

    Nicht alle erkannten das an. Knut brauchte fünf Jahre, um das ganze Land zu erobern. Dazu kam, dass auch einige seiner Gefolgsleute sich um ihren Teil der Beute betrogen fühlten oder einfach mehr wollten und sich daher als marodierende Bande auf den Hügeln verschanzten.
    Knut, auch Canute genannt, machte aus der ohnehin zur Aristokratischen Oligarchie verkommenen englischen Republik eine diktatorische Republik. Außer der skandinavischen Partei wurden alle anderen Kandidaten verboten, die Wessex und die Republikaner wurden verfolgt. Er führte ein neues, strengeres Strafrecht ein. Anstatt die Strafe am Schaden zu orientieren, wie es bisher der Fall war - also Körperstrafen für Körperschäden, Schadensersätze und Geldstrafen für Sachschäden und Diebstähle, alternativ Zwangsarbeit im Fall einer Uneinbringlichkeit - wurden vergehen schnell mit dem Tod bestraft. Diebstähle wurden mit Hängen bestraft, leichter Verrat - was bedeutete, eine eigene Meinung zu haben - mit Enthauptung. Bei den Strafen, die vorher schon mit dem Tod bestraft wurden, zeigte er sich sehr kreativ, neue Hinrichtungsmethoden zu erfinden. Verräter wurden nun gevierteilt, Meuterer zu Tode gepeitscht, andere Todesarten waren der Pfählen und langsame Ertränken. Vor allem die Korruption sollte so eingedämmt werden, die in der alten Republik dazu geführt hatte, dass die Verwaltung des Landes zu teuer wurde und eine Expansion kaum vorkam. Christine de Pizan wurde beispielsweise hingerichtet, nachdem sie unter Freunden gescherzt hatte: "Wisst ihr, warum ich denke, dass die Dänen eigentlich Delaware sind? Weil ihr Anführer ein Kanute ist."

    Nebenbei änderte er die Verwaltung des Landes. Nach der Hinrichtung Wilsons wurde das Khanat der Pikten aufgelöst und seine Hauptstadt Cantwarabyrig in Canterbury umbenannt. Canterbury kam als Belohnung zum Khanat Sachsen. Dagegen bildeten Newcastle und Warwick eine neue Baronie, die Baronie Warwickshire. Dort konnte sich die Familie Wilson allerdings als Barone wieder etablieren. Dazu wurde das Land geteilt und zwei Jarltümer errichtet, die zwischen Königen und Baronen standen. Erster Jarl von Altengland - das Sachsen, Kent, Britannien und, aus geografischen Gründen, die Kanalinseln umfasste - wurde Ulrike von Schweden, die damit für ihre Unterstützung bei der Eroberung Englands belohnt wurde. Aus den Baronien Warwickshire und Irtysch wurde das Jarltum Mittelengland gegründet, das die später besiedelten Gebiete umfasste. "Neuengland", wie einige es gerne nennen wollten, war für die noch zu besiedelnden Gebiete im Norden vorgesehen. Jarl von Mittelengland wurde Hermann Buhl, der als Germane der skandinavischen Partei nahestand. Der Posten des Barons von Sachsen blieb vorerst frei.

    Ulrike Eleonore besserte für ihren Mann die englischen Finanzen auf, indem sie Muscheln und Kaninchen für 1200 Dollar nach Hannover verkaufte. "Endlich ein Germane auf dem englischen Thron", applaudierte Fürst Wilhelm III. von Hannover. "Nur leider immer noch kein Hannoveraner."

    In Zimbabwe wurde die Prinzessin Sheherazade erwachsen - und übernahm als Schah-Zan die Herrschaft von Neshangwe Munembire III.. Die milderte die bisherige Sklaverei zur Leibeigenschaft ab.

    Naeira hatte - obwohl das eigentlich Buhls Aufgabe war - eine Flotte von 20 erbeuteten Piratenschiffen auf eine Expedition geschickt, die in diesem Moment nördlich von Zimbabwe das Herrschaftsgebiet der Turkmenen entdeckte.

    Der Grund, dass Naeira diese Flotte geschickt hatte, war einfach: Sie hatte so unbemerkt ihren Spion nach Groß-Zimbabwe schicken können, wie sie mir stolz erzählte, als wir Nachts alleine waren.

    660 n. Chr.
    Während sich die Herrschaft der skandinavischen Dänen verfestigte, wurden die dänischen Jüten weitgehend von ihr ausgeschlossen, was dazu führte, dass Kanute seine in Thrakien gelegenen jütischen Besitzungen verlor. Mit den Jüten verbündete Thraker terrorisierten sogar die Küste Altenglands und zerstörten dort aus einer Flotte von 20 Erkundungsbooten 10 gepidische Seeräuberboote.


    Canute ging daraufhin hart gegen seine ehemaligen Verbündeten vor und griff die Bergwerke von London mit Reiterkriegern an, die die Hälfte der Jütischen Kurzschwertkämpfer dort erschlugen.

    Als Reaktion versenkten die Jüten noch die zweite Hälfte der Erkundungsboote.

    662 n. Chr. brach der Hannover-Handel schon wieder zusammen. Ansonsten blühte in dieser Zeit das Außenhandel Englands auf, durch bessere Handelswege wurden nun mehr Einnahmen generiert, und Ulrike und Canute bestachen die verbliebenen Denker des Landes - darunter auch mich - mit 70% ihrer Einnahmen. Das allerdings schwankte, je nachdem, wie die Barbaren die Handelswege blockierten.

    663 n. Chr. berichtete die junge Medea, dass in einem fernen Land die Stonehenge errichtet worden war.

    Beim Versuch, die Jüten endgültig zu vertreiben, verlor Canute 1000 von Buhls bewährten Prodromoi. Doch deren Opfer war nicht umsonst, die Schwertkämpfer waren nun schwer angeschlagen. Wieder griffen Rammen die Stellungen an und schwächten die Leibgarde eines Häuptlings. Die - ebenfalls bewährten - Reiterkrieger vernichteten die letzten Kurzschwertkämpfer. So konnten Hopliten und Axtkämpfer die beiden Häuptlinge der Jüten gefangennehmen und 10000 Goldstücke ihrer Beute beschlagnahmen. Die beiden Häuptlinge wurden öffentlich barbarisch hingerichtet, mit Zwang für alle Einwohner Londons, sich das mit anzusehen.

    670 n. Chr. schlich sich Naeira wieder in meine Kammer. "Ich habe einen Erfolg", erzählte sie stolz, während sie unter die Decke kroch. "Cathy, schreib in die Geschichtsbücher: Naeira, 68. Enkelin von Königin Naeira, letzte romanisch Herrin von Großbritannien, hat der englischen Spionage zu einem neuen Erfolg verholfen. Für den Preis von nur 185100 Pfund konnten meine Leute Piers Anthony, Sheherazades Dichter, das Geheimnis der zimbabwischen Theologie entlocken. Ein neues Zeitalter bricht an..." "Was für ein Zeitalter?" fragte ich. "Das Zeitalter der Spionage."

    Ich übernahm das fast so, wie sie wollte, nur das neue Zeitalter war im Rückblick ein anderes: Wir befangen und nun im Zeitalter der Völkerwanderung, als mehr und mehr Dänen in England einwanderten, während englische Emigranten nach Amerika abwanderten, um der Herrschaft Canutes zu entkommen.

    Immerhin versuchten die Dänen, was sie am Besten konnten: Die See zu beherrschen. Ihre Dreiruderer versenkten bald die ersten 10 gepidischen Biremen, die Fastida XX. nach England schickte, um vom Bürgerkrieg zu profitieren.

    Doch es blieben 30 weitere Seeräuber, die die Handelswege um Oxanforda blockierten. Die Insel geriet dadurch in einen Daueraufstand, da Luxuswaren fehlten, und auf dem Festland fehlten uns die Tintenfische zur Versorgung der Bevölkerung, so dass Mangelerkrankungen zunahmen.

    Zudem wurde die dänische Diktatur immer unerträglicher. 675 n. Chr. wurde die nächste Schreiberin aus dem Hause Pizan zusammen mit mir auf dem Scheiterhaufen verbrannt, der aus unseren eigenen gesammelten Dramen bestand - und es waren wirklich alle, die aus den Bibliotheken des Landes geholt worden waren. Auch wurden überall im Land Theater geplündert. So gingen viele alte englische Dramen verloren, während ich glücklicherweise nach meiner nächsten Geburt einige aus dem Gedächtnis rekonstruieren konnte, wie King Lear.

    In einem fernen Land wurde Salomos Tempel eingeweiht.
    In Zimbabwe versank die Region Kadoma in einem ungewöhlich starken Monsun, und bei uns brach ein Zeitalter von Dummheit und Ignoranz an.

    Immerhin konnte Canute kurz vor dem Themse-Delta 10 weitere gepidische Seeräuberschiffe von seinen neuen Dreiruderern aufbringen lassen. Kampferfahrene Biremen besiegten auch die Thraker und Jüten, die bei Jorvick die Erkundungsboote versenkt und danach über Jahrzehnte die Fischer verunsichert hatten.

    Ulrike Eleonore brachte auf den nun wieder sicheren Seewegen neue Muscheln und Kaninchenfelle für 1300 Dollar nach Hannover.
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  8. #53
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    675 n. Chr.
    Ulrike Eleonore verneigte sich tief vor ihrem Mann. "Geliebter Kanute, ich habe einen Baron für Sachsen gefunden." "Ist er Germane, Skandinavier am Besten, Däne gar?" "Nein, er ist... Franke. Frankzose, um genau zu sein." "Bäh", machte der König. "Frankzosen sind doch nur dafür da, um Paris zu plündern." "Nun, Geliebter Gebieter, Paul Chomedey de Maisonneuve ist zumindest ein nützlicher Mann, der Erfahrungen mit dem Gründen von Siedlungen hat. Er könnte unseren Bergsteiger Buhl als Admiral unterstützen." "Die Marine gebe ich gerne ab", pflichtete Hermann Buhl bei.

    So wurde Paul Chomedey de Maisonneuve als neuer Baron des Khanat Sachsen eingesetzt. Er übernahm die Flotte und sprach sich für verstärkte Überseebesiedlungen aus. "Das könnt Ihr machen, sobald Ihr Gebiete in Thrakien und Gepidien erobert habt, die wir besiedeln können", vertröstete Canute ihn. Eine Enttäuschung brachte er allerdings mit sich: Wir hatten gehofft, das noch kein Entdecker die 'Sicheren Seewege' erkundet hatte - da irrten wir offenbar. Die arme Medea XLV. musste sterben, da sie keine Vision gehabt hatte, als das Wunder vollbracht worden war.

    680 n. Chr. wurde auch Irland von Dummheit und Ignoranz heimgesucht.

    König James Madison VI. wurde gestürzt. James Monroe wurde neuer König von Amerika. Er setzte auf das Vasallentum und führte für die städtische Wirtschaft die Zunftordnung ein.

    Maisonneuve bewährte sich, als er in einem Jahr mit 6 Triremen 20 gepidische Seeräuberschiffe aufbrachte, die London und Oxanforda bedrohte.

    Erst 15 Jahre später wagten sich wieder Gepiden aus ihren Löchern. Sie verloren die ersten 10 Seeräuberschiffe gegen Maisonneuves Triremen, konnten danach aber die angeschlagene Flotte mit weiteren Seeräubern zerstören.

    Hermann Buhl bereitete nun die Besiedlung Neuenglands vor. Er begann - entgegen der Routenplanung zum Angriff auf die Merkiten - an der Westküste, wo er Beorthelm’s-tun gründete. Dies lag daran, dass es für den Angriff noch nicht genug Kriegsgerät gab und man die Merkiten noch nicht vorwarnen wollte.

    Da ein Jarltum mit nur einer Stadt etwas lächerlich erschien, wurde Beorthelm’s-tun zunächst noch als Teil von Warwickshire und damit Mittelengland behandelt. So konnte Buhl seine bisherigen Besitzungen vorerst behalten.

    685 n. Chr. bekamen wir unerwarteten Besuch aus Amerika.
    Jefferson Davis, ehemals Monroes Kriegsminister, war von diesem ein großer Teil der auf dem Festland von Irland und Zimbabwe gelegenen Gütern übertragen worden. Davis durfte dort die weitgehend autonomen Südstaaten aufbauen, die nur in ihrer Außenpolitik an die Vereinigten Staaten gebunden waren.
    Davis war ein überzeugter Anhänger der mesoamerikanischen Kultur, die Opferung von Sklaven und Kriegsgefangenen - besonders Schwarzen - sah er als wichtigen Teil der südstaatlichen Kultur. Die Südstaaten konnte man durchaus als eine Diktatur ansehen, die komplett vernichtet werden musste. Vorerst jedoch standen sie unter dem Schutz Monroes, weshalb Frieden herrschte und die Südstaaten ihre Grenzen für englische Waren öffneten, wie auch umgekehrt.

    Der Stabilität der vereinigten Staaten tat dies erstmal nicht gut. Sir Milo B. Butler IV. erklärte die Bahamas für Unabhängig, da das amerikanische Kernland nun zu weit entfernt sei, ihnen Schutz zu bieten.

    Auch Áed Findliath III. fühlte sich mit Irland nun schutzlos. Als 690 n. Chr. wieder Barbaren an seiner Küste landeten erklärte er auch Irland für unabhängig.
    Infolge dessen trat auch Zimbabwe aus den Vereinigten Staaten aus und wurde neue Schutzmacht der Bahamas. 695 n. Chr. unterwarf sich auch Irland Zimbabwes Schutz.

    695 n. Chr. wurde Ouziad V. von Monroe abgesetzt und durch einen amerikanischen Statthalter, Admiral Sir George Rooke, ersetzt. So sollte einem weiteren Zerfall der amerikanischen Staaten vorgebeugt werden. Rooke führte ein Erbrecht, Vasallentum, die Leibeigenschaft und Brot und Spiele ein.
    Auch die Südstaaten legten nun erstmals ihre Staatsverwaltung fest. Davis wurde erblicher Herzog, die "Pflanzer" genannten Großgrundbesitzer seine Vasallen. Die Gesellschaft wurde durch ein Kastensystem stabilisiert, und die größte und unterste Kaste wurden die Sklaven. Davis gab sich Pazifistisch und verließ sich für den Schutz eher auf ausländische Söldner. Von seinen Bewohnern erwartete er harte Arbeit und Fleiß, die mit Zuckerbrot und Peitsche - vulgo Brot und Spiele - belohnt wurden.

    700 n. Chr. entwickelte Canute II. die Herrschaftsphilosophie des Legalismus. Dieser rechtfertigte das drakonische Strafsystem weiter: Der Legalismus sagt, die menschliche Natur sei schlecht und könne auch durch Erziehung nicht entscheidend verbessert werden, sondern nur durch Androhung von schweren Strafen. Je mehr Menschen studierten, desto weniger würde das Land bebaut. Gelehrte sollten zu sinnvollerer Arbeit eingesetzt werden.

    Man könnte meinen, dies bedeute für Menschen wie Christine de Pizan und mich sehr harte Zeiten. Doch dies gehörte zu den Legenden, die später über das dunkle Zeitalter erzählt wurden. Fakt war aber, dass so viele Gelder wie nie zuvor für die Denker ausgegeben wurden, auch wenn sie sich auf wenige Köpfe konzentrierten. Der Legalismus wurde nie eingeführt - dafür aber von Ulrike Eleonore als gut verkäufliches, da harmloses Wissen eingeschätzt.
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  9. #54
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    701 n. Chr. kehrte Ulrike Eleonore von ihrer Rundreise durch die vereinigten und ehemaligen Staaten von Amerika zurück. "Mein geliebter Gebieter, sieh, was ich uns alles mitgebracht habe", begrüßte sie Canute.
    In Amerika, das nicht mehr bereit war, Wissen zu teilen, hatte sie für die Lehre des Legalismus 101000 Dollar für die weitere Reise verdient. Auch in Zimbabwe waren nur 26000 Zimbabwe-Dollar- die neue Währung des unabhängigen Zimbabwe - zu bekommen gewesen. In Hannover hatte sie gar nur einen Vertrag zum Verkauf von Edelsteinen für 200 Dollar je "Legislaturperiode" abgeschlossen. In Gibraltar dagegen hatten sie noch 31400 Dollar zusätzlich ausgeben müssen, dafür hatte sie dort gebrauchte Kriegsmaschinen kaufen können, die die Engländer unkompliziert nachbauen konnten. Auch in den Südstaaten wurden - für 19500 zusätzliche Dollar - Waffen gekauft, diesmal Schutzwaffen: Dort konnte sie Kettenhemden für die tapferen Dänen und Engländer kaufen. Auf den Bahamas ließ sie noch einmal 37500 Dollar, dafür erreichte sie, dass sich die Senatoren dort zu Rhetorikern ausbilden lassen konnten. Zum Schluss lieferte sie Hannover für magere 6000 Dollar auch noch den Legalismus, ehe es andere taten.


    Die nach Osten vordringende Naeira-Expedition - die mit der Infiltration ohnehin ihr Ziel erreicht hatte - wurde von 10 Langbooten angegriffen, die an Kampfkraft sogar eine Flotte Triremen besiegt hätte.

    10 der 20 Piratenboote wurden von den Seeräubern versenkt, ehe diese sich zurückzogen.

    Auch bei Friesland verloren wir erbeutete Schiffe, als gepidische Seeräuber die Flotte angriffen.


    705 n. Chr. feierte London ein ungewöhnliches Ereignis: Die Erschließung unserer ersten Kupferquelle, lange nach dem Beginn des Eisenabbaus in Warwick. Das Metall wurde eher als billiges Schmuckmetall verwendet.

    Irland feierte zu Inthronisation Áed Findliath V. ein goldenes Zeitalter.
    Medea hatte wieder Visionen: In einem fernen Land war eine Gesellschaft von Seehändlern gegründet worden, die sich als Hanse bezeichneten.
    In einem anderen Land war Religion der "völlige Hingabe an Gott", aslama bzw. Islam, gegründet worden. Diese bekämpfte den zoroastristischen Glauben in einem heiligen Krieg bis zur Vernichtung.

    Naeira war aufgeregt, als sie zu mir kam. "Cathy, komm! Das ist unsere Chance." "Was ist unsere Chance?" "Psst, nicht so laut. Die fette Ulrike und ihr brutaler Mann müssen es nicht wissen." Sie führte mich zu einem Schiff. "Wohin fahren wir?" "Wir treffen jemanden auf neutralem Grund, in Nord-Gepidien. Von dort bringen wir ihn zum Treffen mit Canute. Aber erst, nachdem wir - und nicht unser fabelhafte Außenministerin - den Nutzen dieser Begegnung abgeschöpft haben."
    Unterwegs erzählte sie mir, was geschehen war: Ihre Boote waren auf der Flucht vor den Langbooten südlich gefahren, und an fremdes Gebiet gestoßen. "Eine Zivilisation, die nicht zu Amerika und nicht zu den Barbaren gehört. Eine weit entwickelte Zivilisation, die mit Amerika sogar gar nicht befreundet ist. Vielleicht können wir die Differenzen zu unseren Nutzen ausnutzen. Dafür brauche ich dich: Ich bin Spionin und gut darin, anderen im Bett ein Geheimnis zu entlocken, aber du bist Schreiberin, du bist gebildet, übernimm du die Diplomatie."
    Wir trafen zwei Männer. Einer erinnerte an die Pikten, er war im Gesicht tätowiert und wirkte herrisch. Der andere trug einen bronzenen Helm mit Federbusch, einen roten Umhang und eine Bänderrüstung über einer roten Tunika. "Das sind natürlich nur Abgesandte", meinte Naeira. "Der Herr dort ist ein Schotte, er spricht einen Dialekt, der dem Irischen ähnelt. Und mit dem anderen spreche ich, der ist Römer."
    Die beiden verlangten natürlich, zu unsern 'Häuptling' gebracht zu werden, um diesen nach Edinburgh, der Hauptstadt ihres Bündnis, einzuladen. "Im Namen Schottlands und seines großen König Macbeth, was können wir für Euch tun? Wollt Ihr uns noch ewig im Regen stehen lassen?" "Zunächst bitten wir Euch, damit Ihr unbehelligt passieren könnt, ein Abkommen des Friedens und der offenen Grenzen mit uns zu unterzeichnen", bat ich. "Das ist nur Recht und billig."

    Während der Überfahrt brachte ich in Erfahrung, dass Schottland sehr viel Fortschrittlicher war - ebenso Rom, das derzeit von Augustus Oktavian beherrscht wurde, aber von Schottland abhängig war. Doch es gab einiges, was sie nicht kannten: Die Republik, das Dezimalsystem und den Legalismus. Für dieses Wissen erhielten wir von Schottland 16000 schottische Pfund sowie praktische Entwicklungshilfe: Die Schotten versprachen, und Brücken zu bauen, uns die Feldbewässerung zu bringen. Außerdem schwärmte der Bote von der schottischen Polygamie, die Naeira höchst interessant fand - weil sie wusste, dass auch Canute sie interessant finden würde und das außerdem die Stellung Ulrike Eleonores schwächen würde.

    Dazu gaben die Schotten unseren 'ausgehungerten' Volk Mais, den wir mir Perlen bezahlen mussten. Diese Verhandlung überließen wir Ulrike, damit sie nicht ganz dumm dastand.
    Mit Rom vereinbarten wir nur eine Öffnung der Grenzen. Sie wollten ihr reiches Wissen nicht teilen - auch wenn wir ihnen einiges hätten beibringen können - aber sie zahlten und 1000 Sesterze, damit wir ihnen den Handel brachten.
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  10. #55
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    706 n. Chr.
    Admiral Paul Chomedey de Maisonneuve bewährte sich, als erneut illyrische Seeräuber versuchten, bis Warwick vorzudringen. Die Dreiruderer im Norden räumten mit den Piraten schnell auf, und Canute ließ an ihnen einige neue Hinrichtungsmethoden erproben.


    Naeiras Expedition gelang ein Achtungserfolg: Die Seeräuberboote konnten die angeschlagenen Drachenboote, die offenbar bei vorherigen Kämpfen stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren, bei ihrem zweiten Angriff versenken. Doch das rettete die Expedition nicht: Gleich darauf wurden sie von Seeräuberschiffen gekapert und die Besatzung massakriert, damit niemand berichten konnte, wessen Seeräuber es waren.


    710 n. Chr. starb Fürst Wilhelm von Hannover V. überraschend. Sein Nachfolger Ernst I. schwor dem - kürzlich vernichteten - Zoroastrismus endgültig ab und konvertierte zum Judentum.
    Auch Generalgouverneur Sir Milo B. Butler V. wurde abberufen. Sir Gerald Christopher Cash folgte ihm nach. Er führte die Leibeigenschaft ein und erklärte sein Land zu einem pazifistischen Gebiet. Kein Bewohner musste Kriegsdienst leisten, dafür wurde ein kleines Söldnerheer aufgestellt.
    In einem fernen Land wurde das Spiralminarett errichtet.

    Admiral Paul Chomedey de Maisonneuve I. starb bei einem neuen Versuch, die Gepiden bei Oxanforda zu schlagen. Mit ihm sanken 3 Triremen und 1000 Mann.

    Nur eine kleine Flotte Erkundungsboote schaffte es, die angeschlagenen Seeräuber zu entern. Und doch war wieder einmal klar geworden, dass Dreiruderer längst keine Sicherheit gegen die Gepiden boten.

    715 n. Chr. starb Sheherazade II. von Zimbabwe. Chivere Nyasoro ließ die Republik von Munhumutapa wieder erwachen. Er führte die Senatsherrschaft ein, allerdings mit einer starken Hierarchie von Vasallen.
    In den Südstaaten erfand Ernst Wagner die Steinofenpizza, die bald zu einem beliebten Essen in den Staaten wurde.

    720 n. Chr. besuchte uns ein römischer Abgesandte. "Alle Welt kennt den Legalismus, nur wir nicht. Es wäre nur fair, wenn Ihr dieses Wissen mit uns teilt." "Fair wäre das erst, wenn Ihr im Gegenzug Euer Wissen teilt", entgegnete Ulrike Eleonore. "Dazu bin ich nicht befugt. Ihr solltet uns besser Tribut zollen. Unser Herr ist mächtig." "Und weit weg von uns." "Dafür beginnt nun ein goldenes Zeitalter für Schottland", meinte der Römer beleidigt, konnte aber nichts von uns erbetteln.
    Auch in Amerika begann ein goldenes Zeitalter.

    In den Minen auf einer Kanalinsel bei Oxanforda wurde zu unserer Überraschung Smaragde gefunden. Das war insofern ungünstig, als dass diese Steine nur abgebaut werden konnten, wenn die Mine zur Festung umgebaut würde, was Oxandorda aber einen guten Teil ihres Ertrags kosten würde.

    Áed Findliath V. trat nun ebenfalls ab. Königin Medb beerbte ihn. Sie beglückte ihr Volk mit Brot und Spielen, forderte dafür aber größeren Fleiß ein.
    Augustus Oktavian Cäsar verstarb und wurde von Tiberius beerbt. Der führte zwar den Pazifismus ein, setzte aber zugleich auf einen Kriegeradel. Dazu verschärfte er das römische Recht drakonisch.

    Vermutlich durch Handelsblockaden brachen gleichzeitig der Handel mit Hannover und Schottland zusammen, so dass uns Mais und mehrere hunderte Dollar fehlten. Da wir aber immer noch 70% unserer Einnahmen für die Philosophen und Mönche bereitstellten war das verschmerzbar.

    725 n. Chr. forderte Mebd von Canute, dass er Irland Kriegsmaschinen gegen die Barbaren schicken sollte, oder zumindest die Baupläne.
    Zimbabwe geriet wieder unter eine Belagerung durch Barbaren und rief um Hilfe.
    Während in Amerika die Amalgamisierung in der Goldgewinnung eingeführt wurde mussten die Südstaaten von ihrem goldenen Zeitalter Abschied nehmen.

    "Es ist soweit", berichtete Hermann Buhl VII. stolz. "Wir haben einen Schritt auf die Merkiten zu getan. 10000 Siedler und 3000 Soldaten haben im Norden der Bucht von Liuerpul die Siedlung Northwic errichtet. Da diese aber noch nicht an Beorthelm’s-tun angrenzt, bitte ich um die Erlaubnis, die vorerst in der Baronie Irtysch zu lassen. Das bedeutet natürlich, dass es noch kein Jarltum Neuengland gibt und ich daher vorerst Jarl von Mittelengland bleiben muss."

    "Aber längstens, bis Ulan-Ude eingenommen oder die Siedlungslücke geschlossen ist", bestätigte Canute.

    Durch eine Intrige eroberte Tiberius unsere jüngsten naturphilosophischen Erkenntnisse, noch ehe wir sie richtig im Land verbreitete hatten. So gelangte die Theorie der vier Elemente nach Rom.

    730 n. Chr. platzte der bisherige Muschelhandel mit Zimbabwe ersatzlos. Es war eine Zeit des starken Auf und Ab. Mal waren die Handelswege nach Westen frei, so dass Canute sich erlauben konnte, zwei Drittel seiner Einnahmen den Philosophen zu gehen, dann wieder brachen sie ab, so dass nur noch 4 von 10 Goldstücken vertretbar waren.

    Mit der Entwicklung der Theorie der 4 Elemente - die Medea in einem ihrer Orakelräusche aufstellte - begann die erste alchemistische Erforschung unserer Umwelt, wenngleich sie zunächst nur auf reinen Überlegungen und nicht auf Experimenten basierte.

    Doch diese Überlegungen erlaubten es immerhin, Schwefelquellen zu finden und große Glashütten zu bauen, die uns genug Glaswaren für zwei Völker einbringen konnten.
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  11. #56
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    731 n. Chr. kehrte Ulrike von einer Rundreise zurück, bei der sie - und die Philosophen, die sie begleitet hatten - Staatsoberhäupter und Denker aus anderen Ländern getroffen hatten, um unser neustes Wissen vorzustellen. Sie berichtete aus der Fernen Welt, wo der Himmelstempel errichtet worden war - ein Bauwerk, von dem ich dachte, es sei schon errichtet worden. Dazu berichtete, dass die Römer den verstorbenen Augustus wie einen Nationalheiligen feierten.

    "Interessiert mich nicht", entgegnete Canute III. unwirsch. "Wo ist das Geld?" "Ich habe nur wenig mehr mitgebracht, als ich mitgenommen habe. Doch du wirst mir nicht böse sein, denn was ich mitbrachte, wird uns noch nützen.
    In Zimbabwe konnte ich 50000 Zimbabwe-Dollar erhalten, als ich ihnen unsere Lehre der vier Elemente vorstellte. In Schottland wurde ich zwar auch mit 9000 schottischen Pfund beschenkt, doch gaben sie mir vor allem die hier." Sie zeigte uns einen Sattel, an dem Lederschlaufen hingen. "Steigbügel. Unsere Reiter können sie benutzen, um mehr Halt zu haben, was ihnen erlaubt, ihre Lanzen mit mehr Schwung einzusetzen oder freihändig zu reiten und mit dem Bogen zu schießen. Doch wie heißt es so schön? Wie gewonnen, so zerronnen. In Gibraltar musste ich 48500 Zimbabwe-Dollar wieder abgeben, damit meine Leute Einblick in die Schmieden erhalten konnten, wo das hier hergestellt wird." Sie zeigte ihrem König ein U-förmiges Eisenteil. "Schrott? Verbogene Eisenbeschläge?" "Ein Pferdeschuh, oder auch Hufeisen. Sie sagen, es bringt Glück. Objektiv bringt es unseren Pferden einen sichereren Halt und schützte die Hufe vor Abnutzung. Und noch mehr konnte ich für unsere Reiterei erringen." Ihre Träger trugen einen Schuppenpanzer herein, so groß, dass drei Männer darunter passten, die dann aber nichts sehen konnten. Dazu trug einer etwas wie eine Bronzemaske für Pferde. "Es stammt aus den Südstaaten und kostete keinen Dollar dazu. Eine Pferderüstung. Es ist gut, wenn wir unsere Reiter schützen, aber wir sollten auch die Pferde davor bewahren, zu früh zu sterben. Ein gutes Schlachtross ist ein Vermögen wert." Canute war hin und her gerissen, ob er begeistert oder enttäuscht sein sollte, weil es zu wenig Gold gab. "Hast du auch etwas, was nichts mit Pferden zu tun hat?" "Oh, ja. Auf den Bahamas konnte noch noch 1000 Zimbawe-Dollar erhalten..." "Das ist viel zu wenig für dieses Wissen!" "...und einige Werke der bahamaischen Literatur, die aber eher Christine de Pizan beeinflussen werden."

    Nach ein paar Seiten musste Canute feststellen, dass die Literatur - die natürlich andere ihm vorlesen mussten - gar nicht so uninteressant war. "Ich will, dass man einen Heldenepos schreibt! Mit mir als Hauptperson! Und einen Nationalepos! Cathy! Das ist deine Aufgabe, als Historienschreiberin." "Herr, mit Verlaubt: Ihr sagt es. Ich bin Historienschreiberin. Ich schreibe die Geschichte, wie sie war, und nicht, wie sie nach Eurem Gusto sein soll. Einen Nationalepos kann ich schreibe, aber einen Heldenepos, mit Euch? Welche Heldentaten habt Ihr vollbracht? Vielleicht wäre das nach einem Sieg über die Merkiten drin..." Statt ihn damit anzustacheln, den Krieg zu wagen - wie ich es bezweckte - brachte ich ihn nur dazu, seine Axt zu nehmen und mir in den Bauch zu rammen. "Welche Heldentaten ich vollbracht habe?" fauchte er. "Ich habe der Schlange den Kopf abgeschlagen." Die anderen Anwesenden des Rates schrien auf, als der Kopf vom Rumpf getrennt wurde. Gut, dass ich wusste, dass ich wiederkehren würde - aber erst nach Canutes Tod, solange würde ich mich verstecken.

    Um 735 n. Chr. verließen Scharen von Engländern - und vor allem Jüten, die nach Thrakien gingen - die Insel. Besonders aus der Hauptstadt flohen sie, die so 2 von 11 Einwohnern verlor. Canute war außer sich vor Wut, aber eben diese Wut war es, die die Leute vertrieb.

    In Schottland starb McBeth, und König Duncan übernahm die Macht. Er macht aus Schottland eine Theokratie, die auf Vasallentum und einem starken Fleiß seiner Untertanen beruhte.
    Auch Fürst Ernst von Hannover trat ab und ließ seinen Sohn August an die Macht. Er führte das Vasallentum ein, regelte die Arbeit auf dem Land mittels Leibeigenschaft und in den Städten über eine Zunftordnung.

    In Zimbabwe beteiligte sich der Philosoph Aryabhata an der Forschung zur Glasherstellung.

    740 n. Chr. wurde Irland wieder von Barbaren geplündert und bat um Hilfe. Die erhielten 5 Jahre später noch Nachschub.

    745 n. Chr. erfuhren wir, dass Amerikanische Städte zu den saubersten der Welt zählten, was einen beträchtlichen Bevölkerungszuwachs zur Folge hatte. Dazu kam, dass durch reiche Ernten auch kleinere Städte profitierten und schnell wuchsen.
    In einem fernen Land gründeten Schiffbauer eine Gilde, um ihre Produktion zu steigern.

    Canute IV. war tot, so dass ich zurückkehren und mich offenbaren konnte. Als ich am Hof ankam, traf ich auf einen weisen alten Mann. Er fragte, wer ich sei, und als ich das erklärte, fühlte er sich in seiner Lehre der Wiedergeburt noch bestätigt. Dann predigte er mir, was ich zu tun habe, um aus dem Zyklus von Geburt und Wiedergeburt zu erwachen.
    Der Name des Mannes war Konfuzius, auch er ein Wiedergeborener - aber einer, der früher auf einen anderen Teil der Welt gelebt hatte und dort seine eigene Religion bzw. Philosophie vertreten hatte. Hier in England fühlte er sich etwas unwohl, war er doch fern von seinen eigentlichen Lehren.

    Am Hof fand er kein Gehör, was er damit kommentierte: "Schon die Alten wussten: Der Prophet gilt nichts im eigenen Land." Dann wandte er sich nach Osten.

    750 n. Chr. endete für Irland ein goldenes Zeitalter, während die Barbaren in ihrem Triumph über das kleine Königreich - das gleichwohl immer noch bestand - ein eigenes goldenes Zeitalter ausriefen.

    Konfuzius kam nicht weit nach Osten. In Jorvik fand er kein Schiff, das ihn über den Ozean bringen konnte, dafür um so mehr Gläubige, die ihm lauschten. Das beruhte zwar auf einem Missverständnis, die Menschen hielten ihn für einen Buddha, wenn nicht gar den Wiedergeborenen Siddharta. Aber er flocht einige seiner Lehren in den englischen Buddhismus und ließ ein prachtvolles Gebäude errichten: Die Mahabodhi.

    Das bedeutete immerhin, dass Canute IV. - der die Spenden genauso besteuerte wie die Spenden an den "Wachturm von Babel" - dass er er sich leisten konnte, die Forschungsmittel auf fast 2/3 zu erhöhen. Davon profitierten buddhistische und mesopotamische Klöster genauso wie tengristische.

    760 n. Chr. versuchte Duncan II. mit seiner Thronbesteigung unrechtmäßig, Canute V. - der auch gerade die Regierung antrat und als sehr beeinflussbar galt - dazu zu bringen, den Amerikahandel einzustellen. Zum Glück konnte Canutes Tante, die Außenministerin Ulrike Eleonore, Schlimmeres verhindern. Sie handelte statt dessen mit Duncan den Tausch von Edelsteinen gegen Mais, Perlen gegen Schweine (und nicht, wie manche meinte, Perlen vor die Säue) und Reis gegen Kaninchenfelle aus.
    Einen Wissensaustausch brachte sie nicht zustande, obwohl Konfuzius gerade für England die Kunst der Lehre verfeinert hatte:

    Vielleicht war Schottland beleidigt, dass sein goldenes Zeitalter gerade endete, vielleicht hatten sie auch gehört, dass die Universität von Sankore in einem fernen Land gebaut worden war und glaubten, dass die Pädagogik damit wertlos sei, jedenfalls wollten sie kein Wissen preisgeben.

    In Rom war gerade Tiberius gestorben, und ein Triumvirat aus Gaius Julius Cäsar, Gnaeus Pompeius Magnus und Marcus Licinius Crassus hatte die Macht ergriffen.
    Diese drei interessierten sich nicht für die konfuzianische Pädagogik - oder wollten zumindest nichts dafür geben - wohl aber für englische Muscheln, für die sie 400 Sesterze gaben.
    Hannover spendete Konfuzius einige für seine Lehren, wovon 11000 Dollar als Steuer in die Kasse Canutes flossen. Aus den zimbabwischen Spenden flossen sogar 13000 Zimbabwe-Dollar an Canute.
    Doch Canutes Tante brachte das Geld schnell wieder in Umlauf. Denn als sie in den Bahamas vorsprach, machte Sir Gerald Christopher Cash II. ihr Vorhaltungen, dass sie das Wissen nicht umsonst herausgeben wollte. Danach hielt er ihr einen Vortrag darüber, wie wichtig es sei, als Herrscher zugleich Wohltäter zu sein, und nicht nur gegen das eigene Volk. Ulrike war am Ende so beschämt, dass sie neben Konfuzius Lehren auch 37500 Pfund verschenkte.
    Zugleich jedoch brachte die geläuterte Ministerin den Gedanken der Philanthropie nach England, und Konfuzius meinte lächelnd: "Mehr habe ich doch durch meine Lehren gar nicht gewollt."

    Mit dem Gedanken der Menschenfreundlichkeit forderten einige, vor allem von den Buddhisten, den Pazifismus zum Leitbild der englischen Religion zu erheben. Doch die Priesterschaft mit ihrer organisierten Religion konnte das verhindern.
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  12. #57
    yay! Avatar von Siegfried
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  13. #58
    yay! Avatar von Siegfried
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    Was ich noch fragen wollte: richtest du dich eigentlich auch ingame nach der Story oder spielst du eher wie immer und dichtest die Geschichte drumrum?

  14. #59
    Moderator Avatar von Kathy
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    Im Wesentlichen spiele ich immer so, wie ich spiele, und dichte dann später die Story dazu. Einzige Einschränkungen sind halt eben die Festlegungen, wer kapitulieren darf (Kolonien und Dominions), und wer vernichtet werden muss (Hier: Diktaturen, Interne Rivalen und Indien), aber auch da bin ich das letzte mal abgewichen, als ich Australiens Kapitulation angenommen habe, damit sie nicht an Indien fallen.

    761 n. Chr.
    Paul Chomedey de Maisonneuve IV. wurde wieder mit thrakischen Piraten konfrontiert - und es zeigte sich, dass die englischen Dreiruderer immer noch ihre Schwächen hatten. Er verlor 3 Dreiruderer und die Hälfte seiner 20 eroberten Seeräuberschiffe, als er die Thraker angriff.

    Zur Strafe ließ Canute V. auch ihn einen Kopf kürzer machen und schloss seine Familie von der Admiralität aus, er selbst übernahm die Kontrolle über alle Schiffe, da er der Meinung war, das läge Dänen mehr als Engländern oder gar Franken.

    765 n. Chr. hatte Medea wieder eine Vision. "Ich sehe einen großen Garten in einer roten Stadt. Ich sehe einen Palast in und um diesen Garten. Die Alhambra wurde in einem fernen Land errichtet."

    770 n. Chr. wurde Chivere Nyasoro II. gestürzt, und mir ihm die Munhumutapa-Republik. Chisamharu Negomo Mupuzangutu führte die Monarchie wieder ein. Die Unterstützung der Massen erkaufte er mit einer Politik von Brot und Spielen.

    Naeira schickte eine neue Expedition mit ihrem Spion aus, diesmal nach Irland. Die ankommenden Schiffe berichteten von 4 Barbarenheeren. 2 davon hatten zusammen schon 86000 Mann und 51 Häuptlinge - vermutlich der Grund, weshalb diese Barbaren nicht alle zusammen angriffen. Wir vermuteten, dass sie zerstritten seien. Zimbabwe schickte offenbar keine Truppen, um seinem Vasall zu helfen.

    Doch während Naeira versuchte, irisches Wissen zu stehlen, gelang irischen Spionen ihrerseits durch eine Intrige gegen Charles Taze Russell X., das Buch des Hohepriester von Babel zu erlangen und damit auch das Wissen über Buchreligionen.

    775 n. Chr. profitierte Schottland von der Einführung neuer Anbaumethoden, die zu einem Bevölkerungszuwachs führten. 10 Jahre später breiteten sich diese Methoden auch in Gibraltar und Rom aus.

    780 n. Chr.
    Scheinbar bewährte sich Canute V. als Admiral, als seine Biremen von Jorvick die thrakischen Biremen schlugen.


    785 n. Chr. hatte Medea die nächste Vision. "Ich sehe eine Kuppel, die ihresgleichen sucht. Ich sehe eine achteckige Kapelle. Und ich sehe einen bärtigen Mann, der in diese Kapelle eine goldene Krone aufgesetzt bekommt. Der Krönungsdom zu Aachen wurde in einem fernen Land errichtet!"

    Fünf Jahre nach seinem Sieg errang Canute V. vor Oxanforda jedoch einen Pyrrhussieg. Zwar versenkten seine Dreiruderer 10 gepidische Seeräuberschiffe.

    Doch Canutes Schiffe wurden von weiteren Gepiden Fastidas angegriffen und versenkt - dabei hatte er gehofft, die Gepiden würden nur die Seeräuberboote versenken, die die Dreiruderer (die schwächer waren als die Beuteschiffe) verteidigen sollten. Doch ausgerechnet diese Wracks wurden verschont. Canute starb mit seinen Männern, und sein Sohn Canute VI. bestieg den englisch-dänischen Thron.

    790 n. Chr. lernten die Engländer, aus einfachem Sand und einigen weniger einfachen Zutaten Glas herzustellen. Dies erlaubte den Bau einer Glashütte - allerdings nur in begrenzter Zahl weltweit.

    Doch nebenbei erlaubt es auch den Bau von Glashütten bei natürlichen Quarzvorkommen, und ein solches Vorkommen wurde in einer kleinen Siedlung auf Shettland gefunden. Nur noch ein paar Bauarbeiter waren nötig, um die Siedlung in Werkstätten umzubauen. Die Zeit drängte: Nach nur 5 Jahren wurde die zweite Glashütte weltweit errichtet, und so blieb nur noch eine übrig.
    Ein weiterer Fund wurde in einer Mine bei Hastings gemacht: Arbeiter stießen dort auf reiche Goldadern.

    Generalgouverneur Sir Gerald Christopher Cash III. fühlte sich durch die ständigen Regierungswechseln in Zimbabwe abgestoßen, und erklärte seine Unabhängigkeit von dem Land.
    Gibralter litt unter einem Versorgungsengpass und erbat sich die Unterstützung durch eine Karawane. In den benachbarten Konföderierten Staaten sorgten die neuen Anbaumethoden dagegen für eine reiche Ernte.

    Ulrike Eleonore reiste los, um die Glasherstellung gegen wertvolles Wissen oder Bargeld einzutauschen. In Rom konnte sie zunächst eine Lieferung von Wein gegen 100 Sesterze mit dem Triumvirat vereinbaren. Für das Geheimnis der Glasherstellung bekam sie nur 9000 Sesterze, ein Handel, den sie nicht abgeschlossen hätte, wenn sie nicht auch in Zimbabwe ihr Wissen bekanntgemacht hätte, was die Gefahr barg, dass das Wissen von dort aus weiter durchsickerte.
    Der Künstler Raffaello Santi XIII. gab für das neue Material 12500 Zimbabwe-Dollar.
    Diesmal begleitete Canute seine Außenministerin und Cousine auf der Reise. In den Südstaaten gab er nicht nur das Wissen heraus, sondern auch 10500 Zimbabwe-Dollar, um dort endlich zu lernen, sich wie ein echter Wikinger zu benehmen und die Piraterie nach England zu bringen - und damit auch die Möglichkeit, Langboote zu bauen, die den Gepiden endgültig überlegen sein sollten.
    Noch mehr Gold ließ allerdings Ulrike auf den Bahamas. Für 29000 Pfund lernte sie dort die Bedeutung der Patronage für die Diplomatie kennen.


    795 n. Chr. verließ Medb III. den Schutz Zimbabwes, das nun wieder ein kleines, unbedeutendes Reich wurde.

    Medea hatte erneut eine Vision. "Ich sehe eine Kirche in einem fernen Land. Ich sehe eine reich bemalte Decke. Ein großer Künstler hat sie entworfen. Ich sehe einen Mann, dessen Finger den Finger Gottes berührt. Die Sixtinische Kapelle wurde in einem fernen Land errichtet!"

    Zugleich konnten die Südstaaten der USA die Glaskunst vervollkommen und damit ihren kulturellen Einfluss verbreiten.
    Für die Barbaren endete ein goldenes Zeitalter, aber sie konnten immerhin in aller Ruhe unsere Fischgründe plündern, nachdem Canute keine Schiffe mehr hatte, die sie daran hindern würden.
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  15. #60
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    800 n. Chr.
    Naeira bat mich in ihr Büro im Palast, wobei sie mich dort im Hinterzimmer empfing, das nur durch ihr Büro erreicht werden konnte und nicht allen Palastbewohnern bekannt war, besonders nicht Canute VI., der derzeitige Tyrann der englischen Republik. Zu meiner Überraschung war auch Ulrike, die Tochter Canutes und designierte Außenministerin, anwesend. Das bedeutete, dass Naeira mich zumindest nicht zu einem persönlichen Plausch eingeladen hatte. Dennoch war ich verwundert, denn die 'Griechen' misstrauten den 'Skandinaviern' doch gewöhnlich.
    "Was kann ich für dich tun?" "Du kannst mir bei meiner Entscheidung helfen", meinte die Intrigantin. "Mr. X hat mir aus Dublin geschrieben. Er ist nun soweit, er besitzt das Vertrauen von Medb IV. erlangt, und braucht vermutlich nur die Hälfte der Mittel aufzubringen, um das Wissen zu erlangen. Ein gewisses Risiko bleibt, aber er ist zuversichtlich, es zu schaffen. Nun fragt er nur noch, wen er aushorchen soll: Einen Mathematiker, der uns die Geometrie bringt, einen Philosophen, von dem er die Logik lernen kann, einen Handwerker, der und das Handwerk bringt, oder die Königin selbst, wo er entweder etwas über den irischen Hochadel oder über die Kunst der Intrige erfahren kann. Ich bin ja für die Intrige, Ulrike Eleonore dagegen für den Hochadel. Was denkst du?" "Ich denke, das Handwerk. Es ist das komplexestes Wissen, und wer weiß, wann wir wieder eine Chance haben, es abzugreifen."
    Ich vergaß dabei, dass das Handwerk auch die Preisvorstellungen unserer Arbeiter änderte und damit die Inflation vorantrieb. Naeira vergaß - zum Glück - auch, dass die Intrige uns Wissen von allen bekannten Völkern einbringen würde. Denn auch, wenn das uns in diesem Moment am Meisten weitergebracht hätte, wäre dieser Vorteil später vielleicht noch nützlicher.

    Die Entwicklung des Handwerks erlaubte den Bau schwerer Kriegsmaschinen - just nachdem alle Maschinen für den Merkiten-Krieg fertig waren - und die Ausbildung von Zeugmeistern in den Einheiten, die die Verbesserung der Ausrüstung verbilligen würden. Vor allem aber beendete das Handwerk die bisherig Verachtung der Denker, der Kaufleute und der Krieger für die einfachen Arbeiter - und auch die Verachtung der Arbeiter gegenüber sich selbst. Handarbeit war nicht mehr die geringste Arbeit, seit man erkannte, wie viel Wissen dafür nötig war. Auf einmal wurde handwerkliches Können und Fleiß als erstrebenswert angesehen.
    Das galt freilich nicht für alle. Canute war immer noch der Meinung, dass nur Krieger Männer wären, und alle anderen - vor allem die Sklaven - unwerte Geschöpfe. Einen Mittelstand aus freien Handwerkern konnte er sich nicht vorstellen.
    So trafen wir uns wieder in Naeiras Kammer, diesmal auf Ulrike Eleonores Veranlassung. "Es ist an der Zeit, dass sich etwas in England ändert. Mein Vater muss weg, und zwar vor seinem natürlichen Tod." "Und wie das? Soll ich ihn ermorden?" fragte Naeira, die noch zu gut wusste, welchen Preis eine ihrer Ahninnen gezahlt hatte. "Nein", meinte Ulrike. "England ist formal immer noch eine Republik, in der der Rat herrscht. Zwar gehört die Wiederwahl des Tyrann zum guten Ton, aber sie ist nicht in Stein gemeißelt. Wir brauchen nur einen starken Gegenkandidaten." "Aber außer Canute kann doch niemand antreten." "Doch", sagte Ulrike. "Ich. Ich bin auch Skandinavierin, und damit Teil der zugelassenen Bevölkerung. Und ich verspreche euch: Wenn die Griechen, die Republikaner und die Wessex mich diesmal unterstützen, wird es in Zukunft wieder freie Wahlen geben. Das drakonische Strafrecht wird bleiben, aber ich werde den freien Handwerkern das Wahlrecht gewähren, und der Fleiß wird das oberste Ziel sein, nicht mehr der Raub. Es werden Gelder für neue Aufträge fließen, und die Produktivität wird steigen. Seid ihr dabei?" Naeira zögerte nicht. "Schlimmer als jetzt kann es nicht werden."
    Tatsächlich gewannen die Schweden gegen die Dänen - doch der Streit im Hause der Skandinavier war damit erst eröffnet. Denn Canute erkannte die Wahl nicht an, und besetzte mit 2000 Schwertkämpfer das Umland von London. Er zog sich aus der Admiralität zurück und überließ es den Gepiden, Fischerboote bei Oxanforda zu plündern. Zahlreiche Dänen protestierten und hinderten ihre Sklaven und die freien Handwerker an ihrer Arbeit.

    801 n. Chr.
    Ulrike Eleonore ließ sich davon nicht einschüchtern. Sie reaktivierte Paul Chomedey de Maisonneuve VI. als Admiral und rief ihn nach London.
    Mithilfe der Ballisten von König Egberts Garde nahm sie die Truppen ihres eigenen Vaters unter Beschuss.

    Die ersten Rebellen wurden von Prodromoi gefangen genommen und gelangten so, als erste Dänen überhaupt, in Kriegsgefangenschaft und Sklaverei. Canute und seine Rebellen verschanzten sich nun im Wald, wurden aber von Angelsächsischen Reiterkriegern angegriffen, die die Schwertkämpfer mit geringen Verlusten schlugen. Canute selbst wurde von Olmeken mit Streitwagen eingeholt. Er wurde nach Jütland verbannt, ein Vermögen von 5000 Pfund eingezogen.

    805 n. Chr. In Rom wurden neue Pfeilspitzen erfunden, die wir "Bodkin-Spitzen" nannten, und die selbst schwere Rüstungen durchschlagen konnte.

    810 n. Chr. In Amerika stürzte John Quincy Adams, ein Nachfahre John Adams XI., seinen Konkurrenten James Monroe VI. Er führte eine Ständeordnung, die Grundherrschaft und Brot und Spiele ein.
    In den Südstaaten eröffnete der Hopfenpflanzer Johann Peter Wallenborn auf seiner Plantage "Bitburg" die erste Großbrauerei.

    Maisonneuve wurde endlich von den - überwiegend dänischen - Seefahrern akzeptiert, weshalb er gegen die Gepiden vorgehen konnte. Vor Oxanforda kaperten seine Triremen 10 Seeräuberboote und brach damit eine Blockade der Kanalinseln.

    Zugleich wurden bei London erstmals eine Gepidische Flotte mit landgestützten Ballisten beschossen, um sie zu schwächen.
    Maisonneuve errichtete sogleich in London eine Flottenakademie, um wirkliche Engländer für die Flotte auszubilden - Buhl bildete in Coventry weiterhin vor allem Dänen und Schweden aus - und vor allem schneller an neue Schiffe zu kommen.

    815 n. Chr. John Quincy Adams I. gab die bisherige Monroe-Doktrin mit ihrer Nichteinmischung auf, und verlangte von England, den Handel mit Schottland zu unterbrechen. Doch das lehnte Ulrike ab, da sie um die Stimmen der Kaufleute fürchtete, die in der Republik wieder das Sagen hatten.

    Da auch die anderen Fraktionen wieder an Macht gewannen, führte Ulrike neue Maßnahmen zur öffentlichen Sauberkeit ein.

    Das hatte erstaunliche Folgen: Die Bevölkerung in England wuchs spontan an, auch wenn einige behaupteten, das läge an neuen Anbaumethoden, die auch in Hannover zum Einsatz kamen.

    820 n. Chr. schrieb ich in Warwick den englischen Heldenepos über Beowulf, der eine Mischung aus Canute V. und de Maisonneuve war. Der Epos hatte zur Folge, dass mehr und mehr Männer dort in die Armee eintraten. Ich war meiner Linie nicht treu geblieben, hatte nicht nur die Geschichte geschrieben, sondern viel Fiktion eingebaut.

    In Irland versuchte Antonio Oliviera de Salazar, die Macht zu übernehmen, kam jedoch noch nicht gegen Mebd an.
    Die Südstaaten begannen, einen ihrer Vorfahren als Nationalheiligen zu verehren.

    Wieder einmal wurden die Kanalinseln bedroht, diesmal von dänischen Jüten, die England für Canute zurückerobern wollten. Doch de Maisonneuve wehrte sie ab.

    Zugleich fuhren wieder die Seeräuber vor Londons Mauern auf und ab, so dass die Ballisten der Stadt sie beschießen konnten. Fünf Jahre später konnten die Boote von einfachen Piratenbooten erobert werden, allerdings erst, nachdem sie einige Fischerboote geplündert hatten.

    825 n. Chr.
    Zimbabwe kam nicht zur Ruhe. Chisamharu Negomo Mupuzangutu III. wurde von Gatsi Rusere besiegt, der eine neue Senatsherrschaft begründete und die Ständeordnung einführte.
    Generalgouverneur Admiral Sir George Rooke V. von Gibraltar wurde ebenfalls abgesetzt. Prinz Georg von Hessen-Darmstadt wurde neu eingesetzt. Er führte ebenfalls ein Ratssystem ein.
    Überhaupt tauschte Quincy Adams seine Gouverneure aus. So wurde der Herzog Jefferson Davis VI. durch General Stonewall Jackson ersetzt, der die Gesellschaft reformierte und ein Ständesystem etablierte.

    Medea hatte schlechte Nachrichten: In ihren Visionen hatte sie gesehen, dass in einem fernen Land eine dritte große Glashütte gebaut worden war. Wir waren zu spät mit unserer Hütte in Nottingham.
    In den nächsten fünf Jahren wurde daher die Baustelle abgebrochen und die Geräte für 17300 Pfund verkauft.

    Die Armee war nun in Norwich bereit, musste sich aber ihren Weg durch den Dschungel und um tödliches Dornengestrüpp herum suchen, was einige Zeit dauerte. Doch Herrmann Buhl, der persönlich spähen ging, berichtet:
    "Meine Königin, die Merkiten sind geschwächt. John Marshall XV. hat nur 3000 Kompositbogenschützen und 1000 Prodromoi, unsere Armee zählt 21100 Mann, 1000 Hunde und 970 Kriegsmaschinen. Doch wir sollten uns nicht zu sicher sein: Kompositbogenschützen sind starke Verteidiger, vor allem auf Hügeln. Und Ulan Ude ist in hügeligem Gelände. Dazu kommt, dass wir zwar viele sind, aber nur wenige moderne Truppen haben. Die meiste Ausrüstung stammt noch aus der Steinzeit. Ich erwarte einen blutigen Kampf und möchte Euch das nicht verschweigen."

    830 n. Chr. schrieb Beda sein Werk über die kultiviertsten Zivilisationen. Am größten sei eine unbekannte Macht - vermutlich das legendäre Indien. Danach kämen Amerika, Schottland und wieder eine unbekannte Macht. England sei zwar armselig, aber noch kein Barbarenstamm, sondern immerhin eine Zivilisation. Das gälte genauso für Hannover, Rom und Gibraltar. Alle anderen - also vor allem Irland und Zimbabwe - seien völlig unkultiviert.
    Das änderte allerdings nichts daran, dass die irischen Seefahrer als erste nachwiesen, dass die Erde rund sei.

    Bei Norwich wurde die zweite Kaffeeplantage in Betrieb genommen, und so konnte der Kaffee-Überschuss gegen schottisches Pflanzenöl eingetauscht werden.
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