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Thema: Kathys Mod: The british Empire - United Kingdom zum Dritten

  1. #31
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    5520 Jahre nach Londiniums Gründung
    Erstmals gelangten unsere Schiffe wirklich bis Duibhlinn - und es war klar, warum wir dort kein Wissen mehr für unser Wissen erhalten konnten. Irland war wirtschaftlich am Ende, da mindestens 3 Barbarenheere die Stadt belagerten. Eines hatte 7000 Mann, eines 26000 Mann, das dritte nur 3000 Mann - aber die Stadt wurde von nur 16000 Mann verteidigt, so dass Ausfälle gefährlich waren. So aber konnten keine Bautrupps das Umland erschließen und die Stadt nicht wachsen.

    Alfred XIII von Wessex sah das ganze eher positiv: Ein geschwächtes Irland konnte uns nicht gefährlich werden, und wir würden es um so leichter erobern können. So lehnte er jede bitte um Hilfe mit dem Hinweis auf die Seeräuber, die Barbaren in unserer Umgebung und die Tatsache, dass die englische Armee kaum mehr als 16000 Mann hatte, ab.

    20 Jahre später stürmte eine blutende Frau in den Palast von Londinium. "Oh, Herr", jammerte sie. "Ich soll Euch warnen... Barbarische Erkundungsboote haben die Fischerboote geplündert." "Was?" schrie Alfred. "Ich weiß ja, dass hier Gepiden herumrudern, aber ich habe befohlen, die Fischerboote zu verteidigen, damit nicht schon wieder unsere Nahrungsversorgung zusammenbricht." Die Frau sah auf. "Nicht doch die Muschelfischer von Londinium. Es waren Männer mit roter Haut, in Booten aus Rinde und Leder, die die Perlenfischer bei Warwick geplündert haben." Offensichtlich Delaware - und wir hatten keine Kriegsschiffe an der Westküste, sondern nur bei Londinium.

    10 Jahre später entwickelte sich Pons Aelii upon Tyne zu einer stark buddhistischen Stadt, während der Tengrismus - der sehr an die Lebensweise der verfeindeten Merkiten erinnerte - nicht von selbst dort Fuß fasste.
    In dieser Zeit kam eine Frau in einem kleinen Boot an der Küste an. Sie war auf der Flucht aus Griechenland, wo sie angeblich einem Kapitän bei der Suche nach einem goldenen Fell geholfen hatte, der sie zwar geheiratet, aber dann zugunsten einer Königstochter verstoßen hatte. In ihrer Wut hatte sie diesen König, seine Tochter und alle Kinder des Kapitäns - auch ihre eigenen - getötet. Nun bat sie uns um ein Exil. Ihr Name war Medea.
    Ich war der Meinung, dass eine solche Person nur Ärger bringen würde, doch Alfred heiratete Medea und machte sie - auf ihre eigene Bitte - zur Khanin von Kent, während Woodrow Wilson das Khanat der Pikten übernahm, das nun endlich nicht mehr von abgeschobenen gefallenen Günstlingen regiert werden sollte, sondern von einem fähigen Mann. Medea zog allerdings nicht nach Nottingham, sondern nach Hastings. Ihr Mann machte sie um neuen Orakel, und entgegen meiner Erwartungen blieb sie friedlich und machte ihre Arbeit gut.


    Die Gepiden und Friesen dagegen blieben ein Problem. Zwar wurden die Fischerboote vor Londinium bewacht, aber die Barbaren versuchten, sie dennoch zu plündern, und vernichteten 100 Erkundungsboote mit insgesamt 1000 bewaffneten Fischern an Bord.

    Danach waren sie immerhin so geschwächt, dass die Küstenwachen-Biremen sie mit vertretbarem Risiko angreifen konnten.

    5590 Jahre nach Londiniums Gründung gingen wir dazu über, unsere Hillforts nicht nur aus Holz und aufgeschütteten oder gestapelten Steinen, sondern aus zurechtgehauenen und mit Mörtel verbundenem Mauerwerk zu errichten.

    In Irland begann nun auch die Urbanisierung und die Bildung größerer Städte.

    5610 Jahre nach Londiniums Gründung wurde im Munhumutapa-Reich das Wanderpriestertum eingeführt. Im Zuge dessen bat Mavura Maobwe XVII., einige verlorene Brüder und Schwestern in der Nähe seiner Hauptstadt zu suchen, damit sie in den Schoß des Landes zurückkehren konnten.
    Medea berichtete, dass in einem fernen Land ein Koloss aus Bronze errichtet worden war, der eine Hafeneinfahrt beschützte.

    10 Jahre später landeten wieder Gepiden bei Londinium, um die Stadt einzunehmen.

    Unsere Kampfhammerträger stürzten sich auf sie, doch obwohl sie 1000 Kampfhunde und ihre Hundeführer erschlugen, kamen auch viele von ihnen um, und der Rest wurde verletzt. Die Rammen der Gepiden wurden von unsren Rammen gestoppt, die große Löcher in deren Verkleidung rammten. Durch die Löcher drangen unsere Hunde ein und zerfleischten die Gepiden im Inneren. Die Gewässer blieben dagegen voller Biremen der Friesen und Gepiden.

    5630 Jahre nach Londiniums Gründung hielt ein Prinz der Zimbabwer vergeblich um Medeas Tochter Medea III. an.
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  2. #32
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    5640 Jahre nach Londiniums Gründung
    Alfred XX. rief seine treusten Berater zusammen. "Ich habe beschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen. Wir werden Herren der See werden. Wie müsst Ihr entscheiden. Aber als erstes muss die Schmach von Warwick getilgt werden. Wir brauchen Perlen, um die unzufriedene Oberschicht hinter uns zu sammeln." Das stimmte so nicht ganz, denn Londinium war durch die ausufernde Sklaverei deutlich geschrumpft und damit als größte Stadt immer noch zufrieden. Aber ich verstand das gut, meine Freundinnen hatten auch gerne Perlenketten.
    Also ließ Ulrike Eleonore einige Schiffe bauen, die die Kanus der Delaware eroberten. Die Erkundungsboote konnten so selbst als Arbeitsboote dienen.

    Doch sie konnte auch nicht verhindern, dass 10 Jahre später 2000 Barbaren eines neuen Volkes, der Dänen, an ihren Küsten landete. Sie hatten Rammböcke dabei und Schleuderer, die unseren Truppen deutlich überlegen waren.

    In diesen Jahren rief mich Medea ins Orakel. "Ich habe wieder Visionen aus Griechenland... Nein, ich weiß nicht, ob es mein Griechenland ist. Aber es hat etwas griechisches an sich, dieses Mausoleum, in dem Mausolos von Halikarnassus begraben wurde."

    Noch einmal zehn Jahre später hatte sie wieder Visionen. "Cathy, das Volk der Kanadier wurde in einem fernen Land vernichtet. Es scheint so, als würden diesmal die Stadtstaaten länger leben und dafür die Großmächte schneller schwinden. Vermutlich ballen Sie sich alle an einem Platz, was auch erklärt, warum um uns herum so viel Platz frei geblieben ist."

    Beim Versuch, von Munhumutapa aus nach Westen zu kommen, gerieten unsere Erkundungsflotten an Boote der Delaware. Es gab einen heftigen Kampf, bei dem die alte "Expedition West" komplett aufgerieben wurde, ehe die "Expedition Süd" die Kanus kaperte. Sie eigneten sich allerdings eher als Fischerboote.


    Und wieder rief Medea mich als Schreiberin und Ulrike Eleonore als Außenministerin zu sich. "Ich sehe Umwälzungen im großen Reich Amerika. Das Volk der Römer, das Neaira verwandt ist, ist kein unbedeutender Stadtstaat mehr. In einem großen Kampf hat es die Hälfte der amerikanischen Kolonien besetzt." Sie sah mich an. "Schon bald könnten sie versucht, sein, sich de Britannische Krone zurückzuholen. Haltet Neaira im Auge."

    Zumindest ihre anderen Verwandten, die Thraker, hielten wir auf Abstand. 5670 nach Londiniums Gründung kaperten wir bei Jorwick 10 thrakische Biremen.

    Die Dänen blieben dagegen friedlich, mal versteckten sie sich im Dschungel, mal vertreiben sie Ulrikes Kamelzüchter, aber nie gingen sie so weit, die Weide zu plündern.

    20 Jahre später entwickelte Medea in ihrem Orakel die schönen Künste weiter. Die Einführung der Musik machte ihr Orakel feierlicher als je zuvor.

    Zugleich erhielten die Barbaren, die Groß-Zimbabwe bedrohten, wieder einmal Verstärkung. Der Gottkönig kam selber zu uns, um um Verstärkung zu bitten, musste aber ohne einen Soldaten Verstärkung wieder gehen. Dafür lernten seine Leute ebenfalls zu Musizieren, und wir brachten ihnen bei, Brunnen und hohe Mauern zu ihrem Schutz zu errichten.
    Zur Belohnung gab es 260 Schmuckstücke für uns Frauen, und die Männer lernten, Holzkohle herzustellen, ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Metallbearbeitung.
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  3. #33
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    5690 nach Londiniums Gründung
    Um seine Seeherrschaft zu erhalten, ließ Alfred - durch Ulrike Eleonores Schiffe - die nächste Flotte dänischer Erkundungsboote vor Coventry versenken. An Land dagegen konnten wir kaum etwas gegen die bereits gelandeten Dänen machen.


    20 Jahre später schrieb Plinius der Jüngere sein Werk über die mächtigsten Nationen. Dieses Werk wurde in einem anderen Teil der Welt geschrieben, und so kam es, dass England und die uns bekannten Völker nicht auftauchten - wobei wir nicht wussten, ob er uns nicht doch kannte und bewusst nicht erwähnte.

    5740 Jahre nach Londiniums Gründung kam es jenseits von Zimbabwe zu einem folgenschweren Zusammenstoß, der unsere vermutete Seeüberlegenheit als reine Einbildung enttarnte. Die Expedition Süd fuhr - unvorsichtig - mitten in eine Flotte Seeräuber hinein. Diese wehrten sich und konnten alle Boote versenken.

    Doch der Vorfall blieb nicht folgenlos.

    3 Jahre später, an einem schönen Sommertag, meldete ein Wächter: "Oh, Herr Alfred, 24. dieses Namens! Ein Wunder ist geschehen! Der verloren geglaubte Kapitän der Südexpedition ist zurück!" Ein hagerer Mann in abgerissenen Lumpen, mit langem Bart, kam herein. Alfred erkannte den Kapitän wieder. An seinen Handgelenken waren noch Druckstellen bronzener Ringe zu sehen, die er in Gefangenschaft getragen hatte. Doch nun war er frei. Doch alleine war er nicht.
    Mit ihm betrat eine Delegation von drei gut gekleideten Menschen und einer großen Schar Soldaten, Höflingen und Beratern das Landhaus.

    "Das also ist dieses England", sagte die Frau unter ihnen. "Ich hätte es mir irgendwie... Größer vorstellt. Moderner. Nicht so archaisch." "Vorsicht, Hilly. Sie verärgern die Eingeborenen", warnte der Mann mit dem Turban. "Ach, was. Diese primitiven verstehen doch sicher nicht einmal, was wir sagen. Denkt nur an das Gestammel von diesem Mann, der nicht einmal eine Karte zeichnen konnte, wo er herkommt." "Das war kein Gestammel, das war säschisch", sagte der Herr mit den weißen Haaren. "Ein germanischer Dialekt. Und, was das Verständnis der eingeborenen hier angeht: Diese Angelsachse sprach eindeutig auch eine Form von Englisch, wenn auch nicht Euer gepflegtes American English." Die drei sahen von einem zum anderen. "Kapitän, wer ist hier der Häuptling? Die Frau mit den Perlen und dem Baumwollkleid?" "Nein, Große Königin Hillary. Das ist die gelehrte Hofschreiberin Cathy." "Oh, zumindest ein Mensch kann hier schreiben?" meinte der Weißhaarige. "Der König ist dieser dort. Alfred XXIV. Und dies ist die Außenministerin, Khanin Ulrike Eleonore von Sachsen."
    Als erstes verneigte sich der mit den weißen Haaren. "Ich bin Ernst August, Fürst von Hannover, treuester Diener ihrer Majestät, Königin Hillary. Wir haben Euren Diener aus den Händen von... ähm... Piraten freigekauft, damit er uns den Weg zeigt. Wir würden uns freuen, diplomatische Beziehungen mit Eurem Stamm aufzubauen." Während der ersten vorsichtigen Verhandlungen stellte sich heraus: Hannover war uns wirklich weit überlegen. Das einzige, was sie noch nicht kannten, war der Brunnenbau. Wir einigten uns auf eine Grenzöffnung, und sie lehrten uns das Reitern und gaben 45 Goldstücke, damit wir ihnen Brunnen bauten. Ulrike hoffte, die Reitkunst in Zimbabwe an den Mann bringen zu können.

    Danach trat der Herr mit dem Turban vor. "Friede sei mit euch, edle Wilde. Ich bin Tariq ibn Ziyad, Prinz von Gibraltar." Mit ihm war nur eine Grenzöffnung möglich, auch wenn er den Brunnenbau noch lernen konnte: Wir konnten ihm einfach nicht genug dazugeben, damit er uns etwas von seiner Weisheit mitteilte.
    Das selbe galt auch für Hillary, die Herrin der beiden, und Anführerin des großen Reiches von Amerika. Dieses war dreimal so bedeutend wie wir, und entsprechend wunderte es kaum, dass sie auf uns herabsahen.

    7 Jahre später wurde in einem fernen Reich der Tempel Chichen Itza eingeweiht. In Hannover wurde ein Kastensystem eingeführt.

    Ulrikes Plan ging auf, sie konnte dem Munhumutapa-Reich die Reitkunst bringen und lernte dafür den Polytheismus kennen, musste aber noch 110 Goldstücke an die Priester von Munhumutapa spenden.

    Medea meinte daraufhin, dass wir das Wanderpriestertum einführen sollten, doch angesichts des geringen Nutzens lehnten wir es ab, dafür eine Revolution anzuzetteln.
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  4. #34
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    5750 Jahre nach Londiniums Gründung.
    Naeira kam zu mir. "Cathy, angesichts der Tatsache, dass es außer den Barbaren, Iren und Zimbabwern noch andere Völker gibt, sollte uns veranlassen, uns Gedanken über unsere eigene Lage im Vergleich zu anderen klar zu werden. Nicht, dass wir Vasallen Amerikas werden, wie Hannover und Gibraltar. Zwar sind das beide Stadtstaaten, aber sind wir so viel besser, nur weil wir 8 Siedlungen haben? Nun, technisch zumindest nicht. Und..." Sie senkte die Stimme. "Unter der Hand: Dieser Hannoveraner bildet sich ein, Ansprüche auf den englischen Thron zu haben. Das Haus Hannover ist eine ernste Bedrohung, vor allem immer dann, wenn wir eine Königin haben, der sie die Legitimität absprechen. Ich möchte, dass du meine Gedanken aufschreibst, damit die Warnungen für die Nachwelt erhalten blieben. Meine Spione haben Folgendes herausgefunden.

    Durch unser Land und die Siedlungen sind wir nach Punkten den bisherigen Stadtstaaten deutlich überlegen, aber wir haben nur ein Drittel von Amerika. Weder die Boudiccas noch die Alfreds haben uns groß gemacht.
    Während die irische Wirtschaft durch die Barbaren stagniert, wächst die Zimbabwische, aber nicht so stark wie unsere. Zwar haben wir hier die Nase vorn, aber wir müssen auch einen größeren Teil der Ausgaben, derzeit 4 von 10 Goldstücken, für die Verwaltung abziehen. Deutlicher wird unsere Überlegenheit in der Produktion, die wir zudem durch Sklaverei noch einmal effektiv verstärken, um unsere Gebiete auszubauen. Im Vergleich zu Zimbabwe könnten wir also, wenn wir wollen, deutlich schneller rüsten - das gibt uns eine Chance. Ähnlich ist es mit dem Getreideertrag, wo wir schneller wachsen als unsere beiden bisherigen Nachbarn zusammen.
    Wir könnten zwar schneller rüsten als Zimbabwe - aber wir tun es nicht. Erstaunlicherweise ist unsere Stärke fast durchgehend genauso groß wie die von Zimbabwe.
    Kulturell sind wir unseren kleinen Nachbarn bisher weit überlegen, das ist immerhin etwas. Aber, was meinen eigenen Haushalt angeht, die Spionage... Cathy, wir liegen hinter den Stadtstaaten zurück. Alfred muss hier irgend etwas tun, was über die Signalfeuer in einigen Städten hinausgeht. Immerhin sind wir auf dem richtigen Weg und holen Irland bald ein.
    In den neuen Nachbarländern habe ich natürlich noch keine Informanten gesammelt. Ich habe aber die Befürchtung, dass dieses Amerika in allen Kategorien führend ist. Cathy, wir müssen etwas tun." Sie begann, zu flüstern. "Außerdem habe ich Gerüchte gehört, dass Ulrike sich mit den Dänen zu Verhandlungen trifft." "Das ist ihr Job, als Außenministerin." "Ja, aber ihr Job wäre es auch, den König über diese Verhandlungen zu unterrichten. Ich fürchte, da braut sich etwas zusammen. Warum, denkst du wohl, gab es seid der Landung der Dänen keinen Angriff auf Coventry, oder die Gebiete, die sie durchstreift haben?"

    10 Jahre später.
    Die Dänen waren - vermutlich nach Verhandlungen Ulrikes - aus Sachsen abgezogen, in Richtung Hastings und Canterbury. Unsere Truppen überwachten sie auf Schritt und Tritt.
    In Gibraltar wurde nun ebenfalls ein Kastensystem eingeführt.

    Ulrike Eleonore gelang es, bei einem Besuch in Amerika 180 Goldstücke - die Amerikaner nannten sie 'Eagle', weil sie mit einem Adler gestempelt waren - zu verdienen. Diese 180, weitere 230 aus der Schatzkammer - fast unser ganzes Geld - und das Wissen des Brunnenbau brachte sie nach Gibraltar, wo sie ihre Sachsen lernen ließ, Streitwagen zu fahren und bessere Räder zu bauen.

    Das erlaubte einerseits, Streitwagen auch im Nahkampf einzusetzen und nicht nur für den Transport von Bogenschützen. Andererseits verbesserte es unsere - bisher nicht ausgebildeten - Streitwagenbogenschützen, die nun schneller und flexibler wurden.

    Wieder zehn Jahre später wurde Mavura Maobwe XXIII. von seinem Priester Mukombero Nyahuma gestürzt. Der führte eine organisierte Religion ein, die auf dem Prinzip des mesoamerikanischen Glauben beruhte. Die Barbaren um die Stadt galten plötzlich als Ressource für Menschenopfer.

    Weitere 10 Jahre später tauchten wieder Friesen an der Südküste auf. Alfred XXV., dessen Dynastie bislang relativ wenig erreicht hatte, beschloss, mit dieser Bedrohung ein Ende zu machen, und die Kanalinseln zu besetzen. Zu seinen Lebzeiten wurde das nicht umgesetzt, aber er vererbte diese Aufgabe an seine Söhne.

    Königin Hillary II. wurde von einem Kriegsherrn namens Washington gestürzt, der nicht nur die Hauptstadt nach sich benannte, sondern auch ein strenges Kastensystem einführte. Hillary kündigte jedoch an, das ihre Dynastie wiederkehren würde.

    Noch einmal 10 Jahre später rief Prinz Tariq ibn Ziyad II. alle befreundeten Nationen auf, ihm eine Handelsmission gegen einen Versorgungsengpass zu schicken.

    5810 Jahre nach Londiniums Gründung landeten erneut Dänen bei Coventry. Es schien, als verhandle Ulrike wieder geheim mit ihnen. Doch diesmal kamen sie nur mit Sturmrammen, und so schickte Medea von Kent nach einer Vision eine Armee aus Nottingham, um die Dänen anzugreifen. Sie nannte es eine Amtshilfe für die schwache Khanin, Ulrike Eleonore sprach von einer unzulässigen Einmischung. Am Ende hatten piktische Kampfhunde jedenfalls die Hälfte der Dänen totgebissen, die daraufhin 50 ihrer Rammen verbrannten und in den Dschungel flohen. Das nützte ihnen jedoch nichts, trotz Ulrikes Einwänden, dass man so Dänemark provozieren würde, wurden die verbleibenden Rammen im Laufe der nächsten Jahre aufgespürt und vernichtet.


    Alfred XXVI. erfüllte den Traum seines Vaters. Er landete mit Truppen auf Shettland, das die Friesen hielten, und überfiel sie. Krieger und Bogenschützen töteten 2 ihrer Häuptlinge samt Leibgarde, die überlebenden Friesen zahlten daraufhin ein Sühnegeld von 100 Goldstücken an den König und versprachen, nie wieder Piraten zu schicken.


    Innerhalb von 10 Jahren entstand dort die Siedlung Oxanforda, die von Sachsen, Briten und Friesen bewohnt wurde.

    Oxanforda wurde Teil eines neuen Khanats, das jedoch "Baronie" genannt wurde und die Kanalinseln umfasste. Die Friesen wurden durch den Freundschaftsvertrag Teil des englischen Volkes und gingen darin auf. Die vorhandenen friesischen Biremen bleiben jedoch im Kanal und wendeten sich gegen die "Überläufer".

    Wieder zehn Jahre später bat Mukombero Nyahuma II. um eine Prinzessin für seine Sohn. Bei der amerikanischen Siedlung Albuquerque fanden Scouts in einer Ruine wertvolle Informationen.
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  5. #35
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    5850 Jahre nach Londiniums Gründung
    Medea rief mich in das Orakel. "Noch 150 Jahre", sagte sie. "Was passiert dann?" "Das weiß ich nicht. Ich kann nur die Gegenwart sehen, nicht die Zukunft. Und doch scheinen andere Zivilisationen zu diesem Zeitpunkt irgend etwas zwischen Weltuntergang dem dem Reich der Götter zu erwarten." Ich verdrehte nur die Augen, das half uns sicher nicht weiter. Außerdem berichtete sie, dass im fernen Pergamon ein Altar gebaut wurde, der sie sehr beeindruckte und an früher erinnerte. Auch das half uns nichts, unsere Probleme fanden hautnah statt, weil Friesen und Gepiden Fischerboote bei uns plünderten.

    Hilfreicher war es dagegen, dass die englischen Schmiede sich als die besten unserer Zeit erwiesen. Die englische Schmiedekunst übertraf einige unserer neuen Bekannten - und alle unserer alten Bekannten.

    So erlaubte sie nicht nur bessere Schmieden, Belagerungsgeräte und die Verwertung von Mineralienvorkommen, sondern auch Tauschgeschäfte.
    Der erste, den Ulrike Eleonore erleichterte, was Fürst Ernst August IV. von Hannover. Er lehrte uns den religiösen Dualismus und gab 15 Goldstücke dazu. Das Wissen war erstmal nutzlos, aber wir konnten es vielleicht später woanders eintauschen.

    Von Zimbabwe lernten wir dagegen, Karten anzufertigen und unsere Seefahrer damit auszubilden, damit sie sich besser orientierten. Es erlaubte viele weitere Handelsmöglichkeiten, bessere Kriegsschiffe. Allerdings mussten wir ihnen neben unserer Schmiedekunst auch Kriegswagen liefern. Eine der ersten neuen Handelsrouten war dabei der verkauf von Kaninchen für 2 Goldstücke an Zimbabwe, sowie der Tausch von irischem Käse gegen englischen Kohl.
    Auch wurde in dieser Zeit die erste englische Karte angefertigt. Nicht überall waren die Meere klar zu erkennen, aber sie zeigte die Wohnorte unserer feindlichen gesonnenen Nachbarn und die der freundlichen Stadtstaaten. Die drei vereinigten Staaten waren dagegen noch nicht klar eingezeichnet.

    Mit dieser Karte saßen wir im englischen Palast, um zu planen, wie wir weiter vorgehen würden. Sollten wir weiterhin Merkitenland besiedeln - oder lieber freie Inseln? König Alfred der XXVIII. von Wessex plante viel, aber uns fehlten Siedler und Schutztruppen für eine Expansion, und eine Wirtschaft, die die gewachsene Verwaltung verkraften konnte. Er hoffte dabei darauf, dass wir einen großen Seemann finden würden, der uns sichere Handelswege erkunden konnte.

    Zu diesem Zeitpunkt lud mich Ulrike Eleonore mit einigen vertrauten nach Coventry ein. "Ich habe einen Mann kennengelernt, Cathy, den müsst Ihr kennengelernt haben." "Ich habe an Männern doch überhaupt kein Interesse." "Dann seid Ihr doch genauso perspektivlos wie Euer König. Ich hatte mehr von unserer Schreiberin erwartet." Es roch nach gefülltem und gebratenem Kamelmagen, als wir eintrafen. "Es geht hier um einen Mann, der unser Land weiterbringen kann."
    An ihrem Tisch saß ein Herr mit einem Kopf wie einer Birne, und einem großen Bauch. Er hatte sich schon einmal eine Scheibe Kamelmagen gesichert. "Ah, sind nun alle da?" meinte er. "Dann lasst es euch schmecken. Erst wird gegessen, danach sprechen wir über die Zukunft." Er war, das musste man bald anerkennen, ein großer Essen. Schließlich meinte er: "Liebe Freunde, es ist ja bekannt, dass die Dynastie der Alfreds - abgesehen von der Eroberung Frieslands - nicht viel erreicht hat. Ich habe dagegen einige Ideen, wie wir dieses Land gestalten können. Ich bitte euch um eine Unterstützung für ein konstruktives Misstrauensvotum... Versteht Ihr, was ich meine? Kein Bürgerkrieg, kein Meuchelmord, ein konstruktiver Regierungswechsel, um einen schwachen Herrscher durch einen starken zu ersetzen. Naeira, Cathy, Ihr müsst Alfred zum Rücktritt drängen. Ich will einen neuen Palast, den Teppich von Bayeux und Zugriff auf alle schwarzen Kassen des Landes. Dann bekommt ihr einen König der Einheit, der Union. Es muss Schluss sein damit, dass immer noch Briten gegen Iren gegen Angelsachsen gegen unsere neusten Landsleute, die Friesen, wettern. Wir müssen uns endlich als Engländer sehen, alle gleich. Dann werde ich Euch in ein goldenes Zeitalter führen. Vor allem in ein Wirtschaftlich goldenes Zeitalter." Wir nickten, nur Ulrike meinte: "Was habt Ihr mit den Barbaren vor?" "Nun, einige werde ich besiegen, die meisten werden wir aussitzen. während wir ihr Land in die Union hineinsiedeln. Krieg werde ich erstmal nicht führen."

    Ich weiß nicht genau, wie er es machte, aber obwohl er als Pfälzer gar kein echter Engländer war, konnte Helmut Kohl sich als Helmut I., König der Einheit, Baron von den Kanalinseln und oberster Chancellor des Rates an die Macht bringen und das Haus Wessex vorläufig verdrängen. Und es begann ein goldenes Zeitalter, Helmut sprach von blühenden Landschaften, und ich konnte für die Bildung, Forschung und Versorgung der Alten, die unser Wissen bewahrten, 2/3 statt der Hälfte der - ohnehin gestiegenen - Einnahmen erhalten, was fast eine Verdoppelung bedeutete.
    Eine Fehlentscheidung traf Helmut allerdings: Er führte das Wanderpriestertum ein, in der Hoffnung, es sei billiger, doch durch das große Reich erhöhte es den Unterhalt noch.

    Alfreds letzte Tat war es, mit den Biremen der Küstenwache 10 friesische Biremen zu entern und damit endlich die letzten Friesen zu befrieden.


    Nach 10 Jahren erfuhren wir, dass Hannover von ungewöhnlich starken Monsunregenfällen betroffen war. Dazu kam ein Barbarenüberfall auf das kleine Land.
    Der Käsehandel mit Irland brach gleich wieder zusammen, so das wir nicht lange davon profitierten. Oxanforda wurde vermehrt von mesopotamischen Engländern besiedelt.

    Im 30. Regierungsjahr König Helmuts - der noch nichts ans Abtreten dachte, sondern lieber ewig Altkönig sein wollte - wurde in Zimbabwe von Mukombero Nyahuma IV. ein Kastensystem eingeführt.
    In fernen Ländern wurden eine große Bibliothek und einige Buddha-Statuen errichtet, wie Medea erzählte.

    England besiedelte in dieser Herrschaft Helmuts weder neues Land, noch wurden Dänen oder Merkiten besiegt.
    In einem jedoch behielt Helmut Recht: Das Land wuchs zusammen, die Ethnogenese des Volkes der Engländer war damit abgeschlossen.
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  6. #36
    Registrierter Benutzer Avatar von klops
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    Oh nein!
    Mein Hannover als Teil der USA obwohl es eher anders herum sein sollte (zusammen mit den Briten).
    Und dann auch noch Kohl!? Harte Zeiten für das Empire.

  7. #37
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    Leider kann Hannover in diesem Szenario nicht auf unserer Seite sein, da das Haus Hannover über England herrschen will und keine eigene, britische Dynastie duldet. Wir werden Hannover für eine Personalunion erobern müssen, damit es unsere Regeln anerkennt.

    Im 50. Jahr der Herrschaft Helmuts I. dachte der König der Union immer noch nicht ans Abtreten. Doch die großen Erfolge des goldenen Zeitalters waren, wie bereits beschrieben, ausgeblieben, uns so mehrte sich der Unmut. Erste Stimmen aus dem Volk sprachen schon davon, dass die Zeiten für das Empire hart geworden wären. Zu hart.

    In dieser Zeit entwickelten Medea, die Priesterin des Orakels, eine neue Wirtschaftsweise, bei der nicht die Händler oder der König, sondern die Tempel im Vordergrund standen. Da die großen Bauwerke schon errichtet worden waren, erleichterte diese Wirtschaft zunächst nur die Anwendung von Sklaverei. Doch Medea wollte mehr.

    Unter Umgehung Ulrike Eleonores bat sie mich, sie auf eine Reise durch die bekannten Nachbarländer zu begleiten, die bisher keine Tempelwirtschaft kannten. Dass wir das Wissen der letzten Jahre vor allem für so ein theoretisches Wissen genutzt hatten, hatte vor allem den Hintergrund, dass wir es gut eintauschen konnte. Doch Medea wollte nun dieses Wissen nur für sich - und auch das, was sie gewann. Mich nahm sie mit, da sie allein zu wenige Erfahrung im Ausland hatte, dafür versprach sie mir aber auch, dass wir die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam nutzen konnten.

    Der erste Besuch in Irland war wenig hilfreich. Wir konnten nur den Handel Käse gegen Kohl wiederbeleben.
    In Zimbabwe bot uns Mukombero Nyahuma VI. an, unseren Gärtnern und Bauern beizubringen, Pflanzen zu kultivieren - dafür mussten wir aber noch 85 Goldstücke aus der fast geleerten Kasse entwenden. "Wir denn König Helmut das nicht bemerken?" "Wenn ja, zaubern wir eben dieses neue Tempelwissen aus dem Hut, und schon wird er zufrieden sein", meinte Medea.
    Die nächste Station war Gibraltar, wo wir etwas lernten, was Medea schwer beeindruckte: Es gab unter Tariqs Sklaven offenbar solche, die an nur einen einzigen Gott glaubten. Für 45 Goldstücke und das Wissen der Tempelwirtschaft bot er an, uns diese Sklaven zu überlassen, wobei er froh war, die "Unruhestifter" loszuwerden.
    Um die Löcher in der Kasse zu stopfen, brachten wir die Tempelwirtschaft auch nach Amerika. Neben 165 Eagle erhielten wir dort auch Einblicke in den amerikanischen Okkultismus.

    Doch lange blieb das Geld nicht in unserer Kasse, im Gegenteil: Gleich in Hannover gaben wir 170 Goldstücke und das Wissen der Tempelwirtschaft heraus, um von den Hannoveranern zu erfahren, wie man Eisen bearbeiten konnte - hauptsächlich, damit unsere Bautrupps den großen Dschungel lichten konnten.

    Es war das Beginn eines neuen Zeitalters. In Warwick gab es ein großes Eisenvorkommen in einer unserer Mine, und in zahlreichen kleinen Bergwerken gab es genug Eisen für die örtliche Produktion, überhaupt gab es viel mehr Eisen als Kupfer oder Zinn, so dass Werkzeuge aus Eisen bald Standard wurden. Doch auch politisch änderte sich mit unserer Rückkehr einiges.

    Der Monotheismus brachte Medea auf die Idee, dass wir bislang viel Kraft verschenkt hatten, indem wir die Priesterschaft missachtet oder auf Wanderschaft geschickt hatten. Mit ihrem ganzen neuen, religiösen Wissen im Gepäck kehrte Medea zurück in ihr Orakel - und forderte Helmut I. auf, zurückzutreten, und zwar nicht zugunsten seines Sohnes oder seines Enkels - die beiden sollten Barone der Kanalinsel und oberste Chancellors bleiben - sondern zugunsten der griechischen Fraktion, verkörpert durch die. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit trat der Alte zurück und gab sein Ehrenwort, sich aus der Regierung fernzuhalten. Das beinhaltete allerdings auch, dass er einige Regierungsgeheimnisse mitnahm, die Medea nicht mehr hatte. Medea I. wurde zur neuen Königin von England, wobei sie nach wie vor der Priesterschaft nahestand. Sie führte eine organisierte Religion ein, die zwar viel Geld in die Rachen der Priester warf, aber zugleich die Bautätigkeit deutlich steigerte. "Endlich", so ließ ein Bürger namens Klops sie wissen, "sind die harten Jahre im Empire vorbei. Eine solche organisierte Regierung hätten wir schon ganz am Anfang des goldenen Zeitalters gebraucht, um es gut auszunutzen."

    Die Entwicklung schien Medea Recht zu geben: Da im goldenen Zeitalter nur wenig Sklavenarbeit zum Einsatz kam, erreichte das Land im 10. Jahr von Medeas Regierung zum ersten mal zwei Millionen Einwohner. Medea dachte darüber nach, nun schneller und in alle Himmelsrichtungen - außer nach Westen, denn da war nichts - zu wachsen.
    Während einer Vision im Orakel erfuhr sie, dass in einem fernen Land der Taoismus gegründet wurde.

    Im 20. Jahr von Medeas Regierungszeit erlitt New York einen Schicksalsschlag, als dort Straßen überschwemmt wurden. "Schlechte Nachrichten unserer Gegner sind gute Nachrichten für uns", meinte die Priesterin.

    Doch allzu viel mehr als ihr Vorgänger schaffte auch sie nicht. Nach 30 Jahren an der Spitze von England und Priesterschaft starb sie. Ihre Tochter Medea II. hatte nicht das selbe Charisma wie sie, und ihre Ankündigungen wurden als leere Versprechungen abgetan. So endete das goldene Zeitalter. Die Steuererträge brachen um 32 Goldstücke ein, der Forschungsanteil sogar um 34. Immerhin hatte Medea I. genug Geld in der Schatzkammer angehäuft, um zumindest eine Zeit lang die entstandenen Verluste zu decken.
    Während sich die junge Medea von ihren Beratern ins Amt einführen ließ, kam einem von ihnen ein neuer Einfall. "Unser Land ist groß, aber unsere Armee ist schwach. Königin, wir müssen sie aufrüsten. Wir könnten überall starke, langsame Fußtruppen ausbilden. Oder wir nutzen unsere Kamele und spannen sie vor Streitwagen, die schnell überall hingeschickt werden können. Wir denken, dass eine Truppe von 12000 Mann, auf 6000 Gespanne verteilt, unser Land gegen die Barbaren besser verteidigen kann. Vor allem könnten wir vielleicht endlich diese Dänen rauswerfen, die zwischen Cantwarabyrig und Hastings herumlungern."

    In diesem Jahr kam in einem fernen Land ein Mann zur Welt, dessen Bedeutung sich jedoch erst nach 70 Jahren zeigte, so dass später die ganze Zeit nach ihm gezählt wurde: Das Christentum wurde gegründet. Es sorgte allerdings für eine Ausrottung der älteren, druidischen Religion.

    Jahr 20 der Regierung Medeas II.
    Medea bat mich ins Orakel. "Ich habe Visionen empfangen. In einem fernen Land... wurde ein Tempel errichtet, der Tempel von Ankor Wat. Doch zugleich sehe ich Tod und Zerstörung. Ägypten wurde von fremden Völkern überrannt und geplündert. Eine weitere Großmacht wurde vernichtet. Cathy... Ich habe Angst. Was, wenn wir die nächsten sind? Wir sind nicht stärker als Zimbabwe. Wir sollten diese Streitwagenflotte bauen. Auch, wenn ich lieber mit den Priestern das Land verbessern und die Städte ausbauen würde."

    5950 Jahre nach Londiniums Gründung gelang es uns auf Shettland, der Hauptinsel Kohls, erstmals, Pferde zu züchten. Die kleinen Ponys hatte noch nichts mit späteren Vollblütern gemein, aber sie waren deutlich zahmer als Kamele, und deutlich nützlicher.
    In diesem Jahr wurde auch der zoroastristische Schrein errichtet.

    10 Jahre später entdeckten nach Süden aufbrechende Erkundungsboote am Rand des Gepidenlandes eine Armee von 9000 Barbaren, die größtenteils mit Rammböcken bewaffnet waren. Ein paar Streitwagenschützen und Schleuderer waren auch dabei, uns so waren wir froh, dass sie keine Biremen zum Übersetzen dabei hatten.
    Hochkönig Manannan LI. bat uns, seinem Sohn eine Prinzessin zu schicken, um ein Bündnis zwischen unseren Ländern zu erreichen. Hannover bat um die Entsendung einer Karawane.

    Gegen Ende des Jahres wurde unser Land jedoch erschüttert. Auf Shettland landeten einige wilde Barbaren - eine Mischung aus Thrakern und dänischen Jüten - die unsere Sklaven dort abschlachteten.

    Die Bogenschützen aus King Bryttus Leibgarde konnten sie zwar zurückschlagen, aber die Arbeitskräfte waren verloren, uns so stockte der Ausbau der Insel. Vom Festland konnten auch keine weiteren Arbeiter abgezogen werden, da dort ein Urwald zu roden war. Immerhin konnten auch die Schiffe der Plünderer erobert werden, nur ihr Häuptling floh auf eine südliche Kanalinsel.

    20 Jahre vor der angekündigten Ankunft des Heilandes - der eigentlich schon seit 50 Jahre wirkte - entwickelten die Künstler von London, darunter auch ich als Hofschreiberin, die englische Ästhetik weiter.
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  8. #38
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    Kapitel 4: The Merkit War

    5980 Jahre nach Londiniums Gründung
    Medea III. rief uns zu sich.
    "Cathy, Ulrike-Eleonore, ich habe euch herbefohlen, um die Früchte unserer Denkarbeit zu ernten. Ihr wisst, dass die meisten Wunder, die die Künstler uns mit ihrer Ästhetik vorschlagen, schon gebaut wurden. Hoffen wir, dass die anderen es nicht wissen, und wir so mit der Entwicklung eines Wissens mehrere weitere aufholen. Naeira, du schleichst dich in die Betten der anderen Herrscher und findest heraus, was sie noch nicht wissen, damit wir unsre Forschung in diese Richtung ausrichten können."
    Da unsere Kassen nicht besonders voll waren, war das erste, was wir erreichen konnten, der Verkauf von Kunstwerken nach Hannover, wo wir 340 Goldstücke verdienten. 120 davon und einige weitere Kunstwerke gingen nach Gibraltar. Der Emir hatte weitere Sklaven, die er loswerden wollte, da sie religiös andere Ansichten hatte als er. Wir suchten uns die klügsten und schönsten aus, um sie zu Priesterinnen Medeas zu machen.

    So gelangte auch die Buchreligion nach England. Zwar fertigten wir eigene Buddhistische, Mesopotamische und Tengristische Schriften an, aber die Vorschläge der Sklaven, die Erbmonarchie durch eine echte Priesterherrschaft zu ersetzen verweigerten wir.

    In Zimbabwe trafen wir den neuen Hofkünstler Andy Warhol, das sich zwar für die Ästhetik interessierte, mit dem wir jedoch nicht einig wurden.
    Immerhin brachte uns Amerika im Austausch für die Ästhetik das amerikanische Alphabet.

    Wir hofften, durch den Bau von Bibliotheken unser Wissen zu verbessern und meinen Kopf zu entlasten. Medea war stolz auf unsere Ausbeute und hoffte insgeheim, auch das eingetauschte Wissen gegen noch mehr Wissen eintauschen zu können.

    Doch es gab auch Wermutstropfen. Unsere Erkundungsboote mit den Schatzsuchern versuchten, den Süden zu erkunden, und segelten dabei an der Hauptstadt der Gepiden vorbei. Nur 2000 Schleuderer, 1000 Bogenschützen und ein Häuptling waren dort, weit weniger, als wir zuvor als Armee auf freiem Feld gesehen hatten. Doch sie entdeckten auch 10 Biremen, und ehe sie sich abwenden konnten, liefen diese aus dem Hafen aus und versenkten unsere Expedition.


    10 Jahre später wurde in Irland der Römer Cicero für seine Reden und seine Politik bekannt. Für Manannan war er ein ernstzunehmender Konkurrent, weshalb er meistens im Gefängnis saß, wenn er den König nicht gerade beriet.
    Auf seine Veranlassung bettelte der König im Jahr des Christen darum, Lederwaren von uns geschenkt zu bekommen.

    Das Jahr des Herrn war für uns eine Enttäuschung. Außer, dass Medea IV. starb und Medea V. den Thron bestieg geschah nichts Weltbewegendes. Im Eisenerzbergwerk von Warwick wurde Jade gefunden, so dass wir uns mit dem Export von Jadeschnitzereien die Kassen aufbessern konnten, aber damit war das Jahr schon gelaufen.

    10 Jahre später kündigte Zimbabwe den Handelsvertrag für die Lieferung von englischen Kaninchenfellen und -Fleisch - weil wir Pons Aelii upon Tyne so sehr versklavt hatten, dass die kulturelle Kontrolle über das Umland zusammenbrach, so dass wir keine Kaninchen mehr hatten. Ein Fehler, den wir noch öfter begingen.

    20 n. Chr. tauchten wieder Delaware in Booten im Westen auf.
    Medea hatte eine Vision von großen Wagenrennen, die in einem Circus in einem fernen Land stattfanden, sowie von einem großen Leuchtturm. Die Nachrichten machten sie unzufrieden, und sie rief alle ihre Berater zusammen.
    "Die anderen Völker ziehen uns davon. Was ist mit unserem Projekt: Der großen Streitwagenarmee? Wann sind wir fertig und können uns wieder auf die Besiedlung des Nordens konzentrieren? Wann können wir die Dänen besiegen? Und die Merkiten?" "Nun, bislang sind... äh... 2 das 12 Streitwagentruppen aufgestellt", räumte Kohl ein. Medea fiel in Ohnmacht, damit würde sie vermutlich nicht mehr als erfolgreiche Herrscherin in die Geschichte eingehen.

    30 n. Chr. waren es auch eher die Ereignisse anderer Völker, die uns bewegten. Amerika wurde durch die Völkerwanderung entvölkert, während sich im verbleibenden Volk Dummheit und Ignoranz ausbreiteten. Die Delaware plünderten unsere Perlenfischer und blockierten den Handel auf der Küste vor Warwick und Pons Aelii. Medea V. bekam zwar ein weiteres Grüppchen Streitwagen, aber sie starb verbittert.

    40 n. Chr. wurde in einem fernen Land der Hellenismus begründet.

    Erst 80 n. Chr, unter Medea VII., machte England wieder Fortschritte. Mit der Entwicklung des englischen Rasen und anderen Formen der Gartenbaukunst - die sich verzögert hatte, weil Anfangs noch versucht worden war, Gesetze zu machen - entwickelten wir wieder einmal eine eigene Kulturtechnik.

    Medea dachte jedoch nicht daran, diese Technik zu nutzen, um für uns Wunderbares zu errichten. Sie hatte vor allem den Markt im Auge.
    So lehrte sie Warhol, seinen Meister mit Gartenkunst zu beglücken, übernahm dafür aber die Gesetzbücher Zimbabwes und 70 Goldstücke. Von Gibraltar lernten wir - gegen einen Zuschuss von 120 Goldstücken - die Bündnispolitik kennen, und von Hannover - das wiederum 90 Goldstücke nahm - die Geschichtsschreibung.

    Das große Werk der Vergangenheit, bisher aus einzelnen Blättern, Steintafeln, Höhlenbildern etc. bestehend wurde erst jetzt von mir so zusammengetragen, wie es nun vorliegt. Und es erlaubte uns auch, bei Londinium und Cantwarabyrig alte Tempelruinen wiederzufinden, die unsere Vorväter längst vergessen hatten, und die ich in den alten Schriften wiederentdeckte.
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  9. #39
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    100 n. Chr. stellte Medea IX. die ersten Dreiruderer in englische Dienste, die den bisherigen Biremen deutlich überlegen waren. Dies geschah nicht an der gefährdeten Südküste, sondern in Warwick, und war vor allem gegen die Delaware an der Westküste gerichtet, deren Kanus wir dann auch schnell besiegen konnten.

    Die Flotte bewährte sich 30 Jahre später, als sie mit 3 Dreiruderern zu je 300 Mann Besatzung 10 dänische Biremen mit je 100 Mann Besatzung - und zusätzlich 200 Mann Truppen an Bord - durch Rammmanöver ausschaltete.

    110 n. Chr. trat ein selbstbewusster Mukombero Nyahuma XIV. in Londons Palast. "England ist ein schwaches Land, das dringend gute Freunde braucht, Medea. Wir fordern, dass Ihr uns die Vorteile einer aktiven Bündnispolitik erklärt." "Was hat Zimbabwe uns anzubieten?" "Natürlich unseren guten Willen und unsere Freundschaft." "Das ist uns ein wenig zu wenig."

    Während sich Medea und Mukombero Nyahuma miteinander stritten, trat ein ebenfalls fremder Herr an mich heran. Seine Haut war braun, aber nicht so braun wie die der Zimbabwer. Er war ärmlich gekleidet und meinte, dass er aus dem Oste kommen - daher, wo unserer Erfahrung nach nichts sei. "Dann irrt Eure Erfahrung. Ich komme aus dem legendären Land Indien. Mein Nama ist Ramakrishna." Ich erschauderte, irgendwie musste ich an weit überlegene Gegner mit einer noch weiter überlegenen Kultur denken, neben denen England wie ein Steinzeitdorf wirkte. Und zwar deutlich stärker, als das nun bei Amerika der Fall war. Allerdings sah der Mann gar nicht prächtig aus.
    "Das liegt daran, dass ich dem Pomp Indiens abgeschworen habe, um in Armut und Demut zu leben. Ich sehe, Eure Königin vernachlässtigt ihre Pflichten als Priesterin des Orakels. Sie zeigt sich sogar öffentlich mit ihrem Mann und versucht nicht mehr, ihren Nachwuchs als göttliche Geschenke zu verkaufen. Das ist ehrlicher, aber es schadet Eurer Spiritualität. Cathy, erlaubt mir, als geistiges Gegengewicht zu wirken und den Tengrismus voranzutreiben."

    Ramakrishna nahm, im Gegensatz zu unserer Luxus liebenden Königin, den Glauben und die Armut sehr ernst. Er zog nach Hastings, wo er Hohepriester der Tengri wurde - und zugleich Herr der Stadt, wenngleich sie der Residenzsitz des Khane von Kent blieb. Auf dem Tengri Khan, dem heiligen Berg der Tengri, richtete er eine Pilgerstätte ein. Durch die Spendeneinnahmen konnte Medea es sich erlauben, die Hälfte unserer Wirtschaftsleistung den Armen und Weisen zukommen zu lassen, ohne regelmäßig Geld aus der Schatzkammer entnehmen zu müssen. Das machte es möglich, über eine Ausbreitung nachzudenken.

    130 n. Chr. überfiel der Föderalist John Adams die Hauptstadt Washington und ließ George XV. Washington kurz vor dessen Amtseinführung absetzen. Er führte ein System drakonischer Strafen ein, um das Land effizienter zu verwalten.

    Während im Westen die Dreidruderer effektiv auch Biremen abwehren konnten, waren die Schiffe im Süden den feindlichen Flotten meistens nur ebenbürtig und agierten abwartend. So kam es, dass Jorwick von thrakischen Landungstruppen behelligt wurde, noch während 30 Biremen um die thrakischen Schiffe herumfuhren.
    Es war die erste Bewährungsprobe der Streitwagen, die mitten in die Hammerträger und ihre Rammböcke hineinfuhren. Sie erschlugen 1000 Thraker und beschädigten 5 Rammböcke schwer, 100 Mann in den Rammen wurden verwundet. Doch auch 800 Engländer wurden verwundet und 100 getötet, die meisten Wagen mussten repariert werden und 50 sogar neugebaut werden. Dennoch war es ein Erfolg.

    Die übriggebliebenen Rammen wurden von Kampfhunden überfallen, die unter die schützenden Gehäuse eindrangen und die Thraker auf engstem Raum totbissen.

    140 n. Chr. zeigte Adams seine ganze Stärke. So konnte er auf der Inselgruppe der Bahamas Sir John Warburton Paul als Generalgouverneur einsetzen und die Insel zum einem Bundesstaat der Vereinigten Staaten machen - mit der Folge, dass die Bewohner dort dreist Steuergelder aus benachbarten Ländern abzogen.

    Er wurde uns in diesem Zusammenhang vorgestellt, und wir vereinbarten mit den Bahamas offene Grenzen und unterstützten die Bildung eines Clansystems gegen Zahlungen von 20 Goldstücken. Daraufhin wurde der Generalgouverneur gierig und verlangte auch das Wissen über Askese von uns - war aber nicht bereit, sich dafür von weltlichen Gütern zu trennen, weshalb Ramakrishna ihm seinen Wunsch verweigerte.
    Doch Adams brachte den Föderalismus noch weiter voran. So brachte er Hochkönig Manannan LXII. mit Hilfe der Cicero-Opposition zu Fall und machte Eire zu einem Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Als nächste folgte Zimbabwe, das jedoch seine alte Herrscherdynastie behielt, als es dem Bundesstaat beitrat. Somit waren alle zivilisierten Zivilisationen - also alle, mit denen man verhandeln konnte - unter dem Dach der vereinigten Staaten, und Ernst-August ließ uns wissen, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis England folgte und dann einen echten Welfen - also seiner Familie - an der Spitze hätte.

    Inzwischen verfolgten die Biremen die abziehenden thrakischen Schiffe, eroberten sie an der thrakischen Küste - und fanden dabei auch die thrakische Hauptstadt Seuthopolis.
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  10. #40
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    160 n. Chr.
    Medea XI. war begeistert, als sie uns in ihrem Palast etwas zeigen konnte, was sehr griechisch war ihr und Naeira ein heimatliches Gefühl gab, auch wenn sie beide noch nie in Griechenland gewesen waren. Eine Truppe verkleideter Menschen führte etwas vor, was von einem König namens Lear handelte, der seine Töchter falsch einschätzte und bei seinem Erbe falsch behandelte, weshalb seine Töchter und deren Männer sich in einem Gemenge von Intrigen und Kriegen gegenseitig töten. Ein zweites Stück handelte von einem König namens Duncan, der von seinem Diener MacBeth ermordet wurde, der König anstelle des Königs werden wollte. Es kamen auch 3 Hexen und ein wandernder Wald darin vor, was dem ganzen etwas surreales gab. "Viel zu revolutionär", meinte Kohl. "Das könnte den Pöbel auf dumme Ideen bringen." "Aber nein, der Verräter wird doch immer bestraft", konterte Naeira. "Ich finde, das englische Drama ist dem griechischen durchaus vergleichbar", meinte Medea, die noch nie ein griechisches gesehen hatte, außer in ihren Visionen. "Cathy, du solltest auch ein paar Dramen schreiben." "Dann brauchen ich Könige, die großes Leisten - oder erleiden", meinte ich.

    "Das Beste ist", meinte Ulrike Eleonore, "dass all unsere angeblich so gebildeten und zivilisierten Nachbarn das noch nicht kennen."
    Und sie machte das Beste daraus. Sie besuchte Amerika, wo sie die Mathematik studieren durfte. In Gibraltar verdienten unsere Schauspieler 460 Eagles, davon gaben sie aber 235 wieder in Hannover aus, damit Ulrike nach der Tournee das Recht und Wissen erhielt, eigene Münzen zu prägen. So, wie ein Eagle aus 100 Dollar und ein Dollar aus 100 Cent bestand, so wurden in England zu den Goldstücken silberne Münzen namens Pfund geprägt, die 1/100 Goldstück wert waren, und die sich in noch kleinere Schilling zu 1/16 Pfund unterteilten, was sehr unpraktisch zu rechnen war. In Zimbabwe hatten die Schauspieler ebenfalls Erfolg, zwar mussten wir dort noch 185 Eagle und einige der besten Schauspielerinnen abgeben, aber so lernten wir die Bedeutung der Heiratspolitik kennen.

    Medea ließ uns alle reich beschenken, da wir so vier Technologien für den Preis von einer erhalten hatten. Ich schrieb entsprechend ein Drama über diesen klugen Handel, das ich mit etwas erfundenen Intrigen und Liebesränken versetzte, damit es spannend wurde.

    10 Jahre später wurde in einem fernen Land erstmals über eine Herrschaft der Philosophen nachgedacht, was dort einen Wissensschub brachte.

    180 n. Chr. wurden unsere Dramen übertroffen, als eine Prinzessin in einem fernen Land herzzerreißende Liebeslyrik verfasste.
    Außerdem erschuf erstmals ein Mechaniker ein bedeutendes Artefakt.

    Wir hatten in diesem Jahr andere Probleme, denn Gepiden waren auf Schettland gelandet und bedrohten die Insel.

    Zwar gab es mit dem Auslieger Oxanforda auch dort eine Flotte Dreiruderer, die die abfahrenden Biremen eroberten, aber die Barbaren blieben gefährlich. Um eine gute Waffe gegen deren Rammen zu haben bekam unsere ältestes Truppe, der Kriegertrupp der Briten, für 6500 Pfund Holzhämmer und Lederrüstungen ausgehändigt.
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  11. #41
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    181 n. Chr.
    Wir hörten die Berichte von reisenden Händlern aus den Vereinigten Staaten. So war Harare zum Opfer aggressiver Ungeziefer geworden, die Zimbabwe in eine Hungersnot stürzten.
    Sir John Warburton Paul II von den Bahamas wurde nicht als Generalgouverneur, sondern als König des Bundesstaates vereidigt. Er blieb jedoch ein Diener Adams.

    Medea hatte jedoch andere Sorgen: Die Invasoren von Shettland bedrohten Oxanforda. Die aufgerüsteten Briten stürmten nun mit Kampfhämmern ihre Stellungen und zerschmetterten die Hälfte der Rammen und Schädel. Die übrigen Gepiden flohen nach Osten ans Ende der Insel.

    Zur Vergeltung ließ der Gepidenkönig Fastida eine Flotten aufkreuzen. 10 Biremen griffen die Auslieger Oxanforda an - vermutlich in dem glauben, 3 Schiffen, auch wenn sie größer waren, überlegen zu sein. Doch die Auslieger wehrten diese Attacke schnell ab.

    So trat Ruhe ein, die Gepiden verschanzten sich an einem Ende der Insel, und die Briten wagten keinen Angriff. Aus den Rammen wurden Schutzhütten, und auch wenn man sich bei zufälligen Zusammentreffen im Mittelteil der Insel bekämpfte, griff doch keine Seite die andere an.

    210 n. Chr. schrieb Lord McCauly - ein Amerikaner - sein Lebenswerk über die mächtigsten Zivilisationen. Er spekulierte, dass es eine gab, die mächtiger war als sein Land, aber sechs unbekannte, die schwächer waren - und danach kam das Haus Hannover. Ein Stadtstaat war immer noch mächtiger als das englische Empire!
    Medea schäumte vor Wut. "Das Schlimmste daran ist: Dieser Amerikaner hat Recht! Wir können weder die Gepiden zur Ordnung rufen noch die Übergriffe der Merkiten verhindern noch die dänische Räuberbande vertreiben. Leute: Ich warte immer noch auf meine Streitwagen."

    Zunächst aber wurde Cicero III. gestürzt. Eimhear, auch Emer, eine Irin mit königlichem Blut, ergriff wieder die Macht und führte die Monarchie ein.
    Die Bahamas führten für ihre Streitwagen Speichenräder ein, während Gibraltar von der Völkerwanderung entvölkert wurde und sich Dummheit und Ignoranz dort ausbreiteten.

    220 n. Chr. war es dann endlich soweit: Medea XIII. nahm den 6000. Streitwagen in Empfang. Aus den Streitwagen wurde eine Elitetruppe gebildet, die in den nächsten Jahren zusätzliche Kampferfahrung gewann, hauptsächlich im Training miteinander.

    230 n. Chr. feierte Harare den Künstler Raphael, einen bedeutenden Bildhauer und Maler.
    Die Bahamas baten um Beistand bei einer Belagerung, doch Medea ließ ihnen ausrichten: "Tut uns leid, aber da unsere Steuergelder hinterzogen wurden, können wir uns kein Heer leisten. Fragt in Amerika nach."

    Für ihren ersten Einsatz wurden die Elitestreitwagen zum Teil nach Shettland gebracht, wo sie zumindest die angelandeten Gepiden besiegten.

    Zur selben Zeit besiegten die Biremen der Küstenwache eine Erkundungsflotte Fastidas II, die die Handelswege um Shettland blockierten.

    240 n. Chr. kam es zu weiteren Seeschlachten. Die Dreiruderer aus Warwick besiegten bei Pons Aelii eine Flotte von 10 Illyrischen Biremen.


    260 n. Chr. wurde eine weitere Kanalinsel südlich Shettlands kurz eingenommen, als Streitwagen dort landeten, um die Nachfahren eines feindlichen dänisch-jütischen Häuptlings zu besiegen.


    280 n. Chr. feierte das Khanat der Pikten eine Expansion. Um zu verhindern, dass sich Merkiten und Dänen zusammentaten wurde nahe einem weiteren Erdnussvorkommen eine Grenzfestung errichtet.

    Sie wurde "schlammiger Pfuhl", "Liuerpul" genannt, da sie zwischen Dschungellöchern, Bergen und einer nicht minder dreckigen Küste lag.
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  12. #42
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    290 n. Chr. entwickelte Naeira einige neue Listen, um sowohl ihre Spione wie auch einige hinterhältige Truppen zu mobilisieren. Allerdings versäumten wir es, direkt einige Spione auszubilden.

    Statt dessen taten wir etwas, was man mit Kriegslisten eigentlich nicht machen sollten: Wie boten sie allen unseren Bekannten erst einmal an, wobei wir vornehmlich über Oppositionelle versuchten, an deren Wissen heranzukommen, aber nicht verhindern konnten, dass unser Wissen so auch durchsickerte. So lernten wir den Amerikanischen Kalender durch hannoveranische Sympathisanten kennen, die noch dazu 8500 Dollar mitgaben. So wurde uns eine geregeltere Seefahrt ermöglicht.
    Mit den 8500 Dollar und unserem neuen Wissen bestachen wir in Gibraltar einige Sklavenhändler, die uns so ausgebildete Baumeister besorgen konnten. Die Einrichtung von Sklavenmärkten sollte unsere Städte produktiver machen, und durch neue Ausbildung würden unsere Bautrupps schneller arbeiten - derzeit hatten sie noch genug Dschungel zu roden.
    In Zimbabwe mussten wir noch 6500 eigene Pfund auf den Tisch legen, um dort eine Vertiefung in der Wissenschaft der Mathematik zu erlernen. Das erlaubte es unseren Bautrupps, Forts anzulegen.

    Medea war zufrieden mit Naeiras Arbeit, dadurch wurde ihre Regierung immerhin als eine Zeit des Fortschritts in die Geschichte eingehen.

    Trotz Ulrikes Protesten wurde nun auch das "Dänenproblem" angegangen. Die Dänen hatten ihre bisherige Stellung im Wald aufgegeben und waren in den Dschungel vorgerückt. Dort waren sie zwar immer noch gedeckt, aber ihr Schanzwerk hatten sie aufgegeben. 1000 Elitestreitwagen - die am Besten ausgebildeten unter unseren Streitwagen - wurden von den Schleuderern in ein mörderisches Gefecht verwickelt, bei dem die Wagen zerstört und die Besatzung vernichtet wurden. Doch während die Dänen sich nach Cantwarabyrig ausrichteten, kamen weitere Wagen von Liuerpul heran.

    Die fielen den Schleuderern in den Rücken, erschlugen alle und beschädigten auch noch einige Rammen. Die wurden daraufhin von Hammerträgern der Leibgarde Warlord Snots völlig zerstört und ihre Besatzung erschlagen. Weitere Hammerträger erschlugen die Garde des dänischen Warlords und nahmen ihn Gefangen. Ulrike Eleonore handelte mit seiner Familie ein Lösegeld aus. So hatten die Dänen sich das nicht vorgestellt - normalerweise kassierten sie ein Danegeld, um eine Siedlung nicht zu plündern.

    300 n. Chr. Irland rief um Hilfe, da es wieder von Barbaren belagert wurde. Doch wir nahmen an, dass ihr amerikanischer Schutzherr sich darum kümmern würde - dafür war er doch da.

    Vor Oxford eroberten die Auslieger noch einmal einige gepidische Erkundungsboote. So stellten sie sicher, dass wir auch nach der Plünderung einiger Fischer genug Boote hatten, um diese sofort zu ersetzen.

    Auch tauchten bei Pons Aelii upon Tyne wieder Dänen auf, diesmal mit 10 Seeräuberschiffen. Diese waren den 3 Triremen jedoch deutlich unterlegen und wurden schnell erobert.

    Wir konnten Muscheln und Kaninchenfleisch für 700 Dollar an Zimbabwe liefern. Der Handel hielt allerdings nur 30 Jahre.

    330 n. Chr. wurde in einem fernen Land die zweite Liebeslyrik geschrieben.
    Zugleich hatte Medea eine Vision. "Ich sehe ein Land im fernen Osten, das Ramakrishna Indien nannte. Indien brennt. Männer auf Pferderücken, geschickt mit Pfeil und Bogen, dringen in das Land ein. Sie plündern weite Landstriche. Eine neue Macht steigt auf: Die ukrainischen Steppenreiter."

    340 n. Chr. wurde in Conventry das Ishtartor, ein bedeutendes Stadttor, errichtet. Nach seinem Vorbild wurden alle Städte gesichert, so dass sich unsere Verteidigungsfähigkeiten verbesserten.
    In dem Zusammenhang wurden wir auch an die - lange zurückliegende - Fertigstellung der kolossalen Olmekenköpfe in Nottingham erinnert, die dazu dienten, Baumeister auszubilden, die die Stadt weiterentwickeln sollten.

    In einem fernen Land - also in Amerika - wurde die heilige Stätte Macchu Picchu errichtet.

    350 n. Chr. wurde das vom Pech verfolgte Irland von todbringenden Gewitterstürmen getroffen, die dort Infrastruktur zerstörten - und wir fragten uns, wie die überhaupt welche aufgebaut hatten.

    380 n. Chr. wurde ein drittes mal herzzerreißende Liebeslyrik geschrieben, und es war abzusehen, dass weitere Prinzessinnen mit ihren Liebesbriefen niemanden mehr begeistern und zu Dramen anregen würden.

    390 n. Chr. lernten wir, wie man Elefanten in unserem Dschungel einfangen und zähmen konnte. Es gab allerdings keine Vorkommen, die groß genug wären, dies auch in einem bedeutenden Maßstab anzuwenden.


    In Zimbabwe wurden erstmals Aprikosen angebaut, die die Erträge bestimmter Gebiete steigerten.
    John Adams XI. wurde gestürzt. Thomas Jefferson, ein theokratischer Mesoamerikaner, riss die Macht an sich, um die Staatsführung stärker an Glaubensgrundsätzen auszurichten.
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  13. #43
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    391 n. Chr.
    Natürlich hatte auch unsere Elefantendressur vor allem einen Zweck gehabt: Ulrike Eleonore für ihren Außenhandel mit Wissen zu versorgen. In Hannover musste sie noch 4000 Pfund dazugehen, damit die hannoveranischen Lehrmeister uns, und vor allem mir als Schreiberin, die Grammatik beibrachten - bisher hatte in England eben jeder so gesprochen, wie er wollte.
    In Zimbabwe füllte Ulrike Eleonore unsere Kasse mit 33000 Dollar wieder auf, die wir gut gebrauchen konnten. Zum Beispiel, um von 18500 Dollar und einigen gezähmten Elefanten in Gibraltar Pflüge zu kaufen, mit denen wir endlich Plantagen für unsere Erdnüsse, Baumwolle, Kakao und Tee anlegen konnten.

    Dank der vollen Schatzkammer erhöhte Medea sogar wieder die Gelder für die Weisen.

    400 n. Chr. wurde Amerika zu einem Symbol von Dekadenz und Verfall, 10 Jahre später hatte Jefferson auch noch mit Ketzerei zu kämpfen.

    420 n. Chr. wurde Prinz Tariq ibn Ziyad VII. von Musa ibn Nusayr, einem theokratisch denkenden nordischen Heerführer, ersetzt. Dieser führte eine nordische Theokratie auf Gibraltar ein.

    Mit Zimbabwe konnten wir wieder Muscheln und Kaninchen für 700 Dollar handeln.

    Da wir nun Triremen zu unserer Sicherung hatten, hatte Medea beschlossen, die bewährte alte Küstenwache auf eine Expedition nach Süden zu schicken. In diesem Jahr trafen sie auf einer Insel auf eine befestigte Siedlung der Uiguren. 8000 Mann unter Waffen standen dort bereit.

    Die Uiguren waren ein den Merkiten verwandtes mongolisches Volk. Sie begrüßten unsere Abgesandten mit Pfeilen, betrieben aber keine Seefahrt und wurden unserer Expedition nicht gefährlich.

    430 n. Chr. bat Sir John Warburton Paul XII. um eine Braut für seinen Sohn.

    Südlich der Uigurensiedlung barg die Küstenwache von einer Insel ein altes, griechisches Kunstwerk, die Venus von Milo.

    Zum Glück konnten wir sie rechtzeitig von der Insel bergen, ehe die Uiguren uns das Kunstwerk abnahmen. Doch behaupteten sie in den kommenden Jahren, dass die Statue ihnen gehörte und waren danach erst Recht feindlich gesonnen.

    440 n. Chr. schrieb Christine de Pizan in Nottingham einige Schriften, die aus künstlerischer Sicht deutlich mehr hermachten als meine Geschichten und Dramen. Medea war begeistert davon, und ich fiel einige Zeit fast in Ungnade.

    Schließlich einigte man sich aber darauf, dass Christina für die Dichtkunst zuständig sei, während ich mich um die Geschichtsschreibung mit Zahlen und Fakten kümmern sollte.

    450 n. Chr. breitete sich auch in Hannover und Gibraltar Dekadenz aus.
    Auf den Bahamas wurde erstmals die Sklaverei eingeführt.
    Medea hatte im Orakel eine Vision von einem fernen Land, wo der Ise-Schrein gebaut worden war.
    Unter den Merkiten hatte sich ein englischer Renegat, John Marshall, einst Kapitän der Flotte, einen Platz als Kundschafter und Heerführer gesichert.

    455 n. Chr. bat Hannover um eine Lieferung von Versorgungsgütern mit einer Karawane, die sie reich belohnen wollten.

    Doch ein solcher Transport stand nicht in unserer Macht, denn die See war nicht sicher. Gepidische Seeräuber bedrohten die Kanalinsel, wurden aber in diesem Jahr von den Ausliegerschiffen geschlagen.
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  14. #44
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    460 n. Chr.
    Æthelred von Wessex stand neben dem Felsen, in den ein olmekischer Bildhauer unablässig seine Züge hineintrieb. Die plastische Kunst hatte unter seiner Ägide in Nottingham große Fortschritte erreicht. "Warum?" fragte er seinen Bildhauer. "Was, warum?" "Warum herrscht ein Weib, dessen Ahnin aus Griechenland stammt, über das Volk von England? Warum herrscht überhaupt eine Frau in einem patriarchalen System?"

    Der Olmeke meißelte weiter, ohne eine Antwort zu wissen - außer, dass es nicht logisch war. Ein Rascheln im Gebüsch ließ sie auffahren. "Christine de Pizan! Spioniert Ihr für diese infame andere Griechin, Naeria, hinter mit her?" "Aber nein", sagte die Dichterin. "Ich bin ganz bei Euch. Medea ist eine Freundin der Wissenschaft, und ganz besonders eine Freundin Cathys - aber sie ist nicht gut für die Kultur, wie Ihr. Ihr fördert die Bildhauerei... Ihr könntet auch die Dichtkunst fördern. Führt das Mäzenatentum ein, und ich schreibe Euch ein Drama, das Euch zum König macht. Ist es nicht das Schicksal des Hauses Wessex, dieses Land zu beherrschen? Werft das ganze griechische Pack in einen Vulkan, oder in einen Kerker, oder ins Meer, wo sie hergekommen sind. Natürlich ohne Boot."
    "Das kann ich nicht. Ich habe keine Hausmacht..." "Dann geht mit Eurem olmekischen Freund auf Reisen. Seine Kunst wird Euch Macht bringen."
    So besiegt Æthelred von Wessex ein Schiff und fuhr nach Westen, nach Irland, wo ein frisches Barbarenheer wütete und zugleich Uathach, eine hässliche Erbin Scatachs eine Revolution durchführte, um das Wanderpriestertum einzuführen. Eimhear X. konnte daher keine Unterstützung bieten und wurde bald gestürzt.
    In Amerika erhielt Æthelred gute 72000 Dollar dafür, dass seine Olmeken die Köpfe Jeffersons und einige seiner Vorgänger in den Fels trieben.
    So gelangte er nach Zimbabwe, wo gerade Dekadenz, Sittenlosigkeit und Verfall herrschten. Und dennoch erhielt er dort nicht nur 6000 weitere Dollar, sondern lernte auch die zimbabwische Ethik kennen. Als Folge forderten einige seiner Anhänger, das Patriarchat durch ein strenges Kastensystem zu ersetzen. Auf Gibraltar erhielt er 1000 Dollar und seine Leute lernten, Bier und Wein zu brauen - was besonders für die Region Pons Aelii upon Tyne ein Erfolg war, denn dort konnten nun Weinreben kultiviert werden. In Hannover musste er 37000 seiner Dollar lassen, um dort Pfeile für seine Revolutionäre zu kaufen.


    Nichtsahnend schickte Medea ihre Außenministerin Ulrike Eleonore nach Süden, um Kontakt mit den Kimbern aufzunehmen, die unsere Expedition dort aufgespürt hatten. Doch die Kimbern waren nicht gesprächsbereit.


    Eines Morgens, als der Rat gerade zusammentrat, um eine neue Ausrichtung unserer Forschungsmittel zu beraten, landeten 10 Biremen im Hafen von Londinium. Bogenschützen mit hannoveranischen Pfeilen umstellten den Palast, Schwertkämpfer drangen ein. Sie erschlugen die Wachen sowie den Chancellor und den Innenminister, die aber beide schon Nachwuchs hatten. Dann umringten sie den Rat, der nun - da Ulrike unterwegs war - nur noch aus Ramakrishna, Naeira, Medea und mit bestand. "Hoher Schamane, Ihr seid unverletzlich und dürft gehen", sagte der Anführer: Æthelred aus dem Hause Wessex. "Die Weiber dagegen sind festgenommen, der Rat aufgelöst! Ab heute herrscht wieder das Haus Wessex!" Mit einem Schlag hieb er Medea XV. den Kopf ab. "Hoppla", sagte Christine de Pizan süffisant, als der Kopf zu Boden fiel. "Weiter so. Jetzt Cathy..." "Nein! Die werden wir in einem ihrer späteren Leben noch brauchen, um unsere ruhmreiche Geschichte zu erzählen. Werft sie in einen Kerker. Oder lieber in ein Kloster. Und geht ihr Naeira zum spielen mit. Wir wollen ja schließlich, dass die Geschichte wohlwollend zu uns ist."
    Wie versprochen führte Æthelred das Mäzenatentum ein, und sicherte Christine und anderen Künstlern so jedes Jahr 600 Pfund plus Inflationszuschlag aus der Staatskasse. Es wirkte allerdings gut: Die Kunstförderung kam so voran. Auch schaffte er das Patriarchat ab, statt es verstärkt durchzusetzen. Statt dessen musste er zulassen, dass die Gesellschaftsordnung stärker griechisch wurde, als er es sich erhofft hatte: Die Städte wandelten sich zu Stadtstaaten, wobei die tengristischen Fürstentümer deutlich mehr große Persönlichkeiten hervorbringen sollten.

    Dennoch gab es Ärger. Æthelred berief auch keinen neuen Rat ein, er zeigte sich stur und nahm selbst von seiner Einflüstererin Christine de Pizan keine Ratschläge mehr an. Er glaubte alles zu wissen und fiel doch damit auf, dass es genau so nicht wahr. So wurde sein Name bald Æthelred der Beratungsresistente oder Æthelred der unberatene.
    Er verbannte die romanischen Stadtnahmen Londinium und Pons Aelii upon Tyne aus dem englische Sprachschatz. Londinium wurde zu London verkürzt, und Pons Aelii upon Tyne wurde, da es damals eine neue Burg gewesen war, "New Castle upon Tyne" genannt.
    Doch die alte Gesellschaft, insbesondere die Patriarchen, wehrten sich gegen den Sturz der Regierung. Mit Kurzschwertern bewaffnet plünderten sie die Minen von London, angeblich, um dort Gefangene zu befreien. Nicht einmal, dass Medeas Cousine, die neue Khanin von Kent, die Massen zur Ruhe aufrief, stoppte die Revolte, die von Wilsons und Kohls Söhnen angeführt wurde.

    461 n. Chr. hatte riefen die Bahamas wegen eines Barbareneinfalls um Hilfe, wurden aber nicht unterstützt. Æthelred schickte statt dessen 1000 Reiterkrieger in die Berge, wo sie einen Teil der patriarchalen Kurzschwertkämpfer töteten.


    Da durch das Mäzenatentum und den Wegfall der freien Einheitenunterstützung durch das Patriarchat die Kosten Englands verdoppelt worden waren, schickte Æthelred Ulrike Eleonore bei ihrer Rückkehr sofort nach Zimbabwe, ehe sie sich ein Bild von der Lage machen konnte.
    Dort tauschte sie übrige Pfeile sowie das Wissen der Grammatik ein, um das Geheimnis der geplasterten Kaiserstraßen Zimbabwes zu erfahren - ein Geheimnis, das uns nicht nur in den Kreis der gebildeten Antiken Kulturen erhob, sondern die Versorgung von Einheiten erleichterte und zugleich neue Handelswege in allen Städte erlaubte. Leider hatten wir keine Steine und keinen Marmor, um auch Heerstraßen nach diesem Vorbild zu errichten.


    462 n. Chr. scheiterte der Vorsuch von Æthelreds Reiterkriegern, auch die restlichen Schwertkämpfer zu vertreiben, trotz guter Chancen.
    Dafür griffen Rammen die Bergwerke an, in denen sich einer der beiden Rebellenführer verschanzt hatte, und schwächten dessen Leibgarde. Hypaspisten erledigten die geschwächten Schwertkämpfer, und Kurzbogenschützen schossen die erste Hälfte der verbleibenden Wächter nieder. Die zweite Hälfte wurde, als sie nach Osten fliehen wollten, von Elitestreitwagen gefangen genommen. Kohl und Wilson konnten sich beide für insgesamt 10000 Pfund freikaufen, wurden aber verbannt.

    470 n. Chr. hatte die junge Medea, obwohl sie mit uns im Kloster saß, eine Vision: Das indische Reich wurde von mächtigen Seefahrern heimgesucht, den Wikingern. Die Seevölker besetzten Teile des Landes und versuchten, Indien gemeinsam mit den ukrainischen Reiterscharen zu unterjochen.

    475 n. Chr. wollte Uathach von Æthelred das Wissen über Monotheismus erpressen, wurde aber wegen ihrer Hässlichkeit abgewiesen. Piraten brachten den Handel mit Zimbabwe zum Erliegen. Zugleich wurde Oxanforda von thrakischen und gepidischen Seeräubern bedroht. Georg von Hannover verdrängte Ernst-August XXX. und drängte mit einem Söldnerheer an die Macht.

    Da die Kassen voll waren und es viel zu tun gab, opferte Æthelred 5000 Pfund, und ließ die letzten Sklaven zu einem guten Bautrupp ausbilden und ausrüsten, der effektiver Plantagen anbauen sollte.

    480 n. Chr. begann eine Blockade von Oxanforda. Medea hatte eine neue Vision: Die ukrainischen Reiterscharen waren geschlagen worden und ein Gegner Indiens ausgeschaltet.

    490 n. Chr. wurde in einem fernen Land das Kolosseum errichtet.
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  15. #45
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    491 n. Chr. war das Jahr, in dem Æthelred der Unberatene nach 31 Jahren Herrschaft seinen Einfluss jäh verlor.
    Oxanforda wurde von 20 Seeräuberschiffen und 3 Dreidruderern belagert, die Gewässer südlich der Insel, einschließlich unserer Kalamari-Vorkommen, waren von den Gepiden und Thrakern blockiert. Æthelred ließ die Auslieger Oxanfordas gegen die Dreiruderer auslaufen, um den Gepiden ihre Flaggschiffe zu nehmen.

    Doch die Dreiruderer liefen, trotz erfahrenen Kämpfern an Bord, zwischen den Mangroven auf Grund. Die Gepiden schlachteten alle Menschen an Bord ab, auch wenn sie in den Kämpfen 850 ihrer Männer und 2 ihrer Schiffe einbüßten.
    Æthelred ertrug diese Niederlage nicht. Er übergab seinem Sohn Æthelred II die Regierungsgewalt und ging in den See. Æthelred II ließ die angeschlagenen Gepidischen Dreiruderer von Biremen entern, um sich dann auf den Angriff der Seeräuber vorzubereiten. Er selbst wollte diese nicht angreifen, solange er keine neuen Dreiruderer hatte, die erst noch gebaut werden mussten.

    495 n. Chr. kam Ulrike Eleonore mit Sir John Warburton Paul XIV. in den Thronsaal. "Majestät, Sir John hat ein interessantes Angebot für uns. Offenbar hat sein Herr, Thomas Jefferson, ein Einsehen gehabt und ihm einen Teil des fehlenden Wissens vermittelt. Anderes Wissen hätten wir. Sein Angebot lautet: Er zeigt uns, wie wir wirkliche Sportveranstaltungen halten können, Eure Olmeken liefern ihm dafür Statuen und wir zahlen 23500 Pfund." "Warum sollten wir Geld zahlen?" meinte ich, da Æthelred zwar immer noch keinen Rat annahm, aber seine schönsten Gefangenen doch lieber im Palast wusste als im Kloster. "Können wir nicht weiteres Wissen anbieten?" "Redet mir nicht dazwischen, Cathy! Eine Frau versteht von so etwas nichts. Ihr sollt nur die Geschichte aufschreiben!" Æthelred wandte sich an Sir John Warburton Paul. "Was ich gerade fragen wollte: Warum sollten wir Geld zahlen? Wir können Euch weiteres Wissen anbieten..."
    In den harten Verhandlungen, die nun kamen, konnte Æthelred noch mehr für uns herausholen. Statt Bargeld einigte man sich, dass wir den Bahamas auch unsere Begräbnisriten, englische Dramen, den Kalender und die Bündnispolitik brachten. Dafür boten sie uns ihr Wissen über effektivere Schlachtaufstellungen an.

    Das kostete uns nichts, auch wenn wir nicht - wie erhofft - einige Dollar dazu bekamen, denn das Wissen war sowieso unter den meisten anderen Völkern schon bekannt und relativ harmlos. Und wir hatten immer noch genug Wissen, das die Bahamas nicht kannten, um weitere Händel abzuschließen. "Kommt wieder, wenn Ihr etwas Neues habt", ermunterte Ulrike Eleonore ihn.

    Im selben Jahr wurde Irland wieder von Barbaren heimgesucht, und Hannover von der Völkerwanderung sowie einem dunklen Zeitalter der Dummheit und Ignoranz betroffen.
    Mukombero Nyahuma XI. wurde von Changamire vertrieben. Dieser stammte nicht aus dem Priestertum, sondern aus dem Militär, und baute ein starkes Söldnerheer auf, statt sich auf den Kriegeradel zu verlassen. Beraten wurde er von dem amerikanischen Schriftsteller Piers Anthony.

    500 n. Chr. klagte Hannover über den "Zorn der Götter", als todbringende Tornados die Infrastruktur des Königreiches trafen.
    Thomas Jefferson V. kündigte dagegen mit seinem Amtsantritt den Beginn eines goldenen Zeitalters an.

    505 n. Chr.
    Die zurückkehrende Küstenwache-Expedition berichtete, dass die Gepiden mittlerweile 28000 Soldaten und 3 Häuptlinge in ihrem Dorf versammelt hatten. Sie wagten erstmal auch keinen Durchbruch durch die Linien der feindlichen Seeräuber, sondern überwinterten im Gepidenland, wo sie hofften, dass neue Dreiruderer die Wege freikämpften.

    Zu einer Seeschlacht kam es jedoch zunächst nur vor Jorwick, als 10 englische Biremen ihre thrakischen Pendants eroberten.


    510 n. Chr. stellte Neaira ein von ihr entwickeltes Verschlüsselungsverfahren für Texte vor.

    Die Positionen dazu waren unterschiedlich: Während sie und Christine de Pizan es lieber geheimhalten wollten, sahen Ulrike Eleonore und Æthelred III. der Unfertige es als besser an, dieses Wissen im "Markt", wie sie es nannten, einzutauschen.
    Die Verkäufer setzten sich durch, und es lohnte sich durchaus. Zwar mussten in Hannover noch 3700 Pfund dazugezahlt werden, aber wir lernten dafür das Dezimalsystem von ihren Mathematikern. Es vereinfachte die Verwaltung grundlegend und ersparte uns so 1000 Pfund im Jahr, so dass die Investition nach nur 4 Jahren abgegolten waren.
    In Gibraltar mussten noch einmal 3000 Pfund dazugezahlt werden, dafür lernten unsere Schmiede, auch anspruchsvolle Mechaniken zu konstruieren. Das sollte sich vor allem für Belagerungsgeräte auszahlen.


    Medea wachte in diese Nacht schweißgebadet auf. "Cathy", sagte sie. "Was ist los?" "Cathy, ich habe Angst. Diese Inder... sie sind eine Gefahr. Ich habe geträumt, das das Volk, das bis vor kurzem noch unter den Ukrainischen Horden litt, nun auch die wikingischen Invasoren zurückgeschlagen hat. Ich weiß nicht, ob diese Indien besiegbar ist. Es ist unser Menetekel - zum dritten mal, wie du sagst." "Doch diesmal werden sie und nicht mit ihrer Kultur an den Rand drängen. Diesmal werden wir kämpfen bis zum Schluss. Und ich denke, wir können gewinnen."
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